Band 
Fünfter Band.
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Löni'greich

Angola.

zc> Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,

Das VI Capitel.

Sitten und Gewohnheiten der Einwohner von Angola.

Der I Abschnitt.

Ihre Abtheilungen, Lebensart, Handel, Geld, und Sprache.'

Abtheilungen der Leute in Angola. Zhre Klei- helten und Arzneymittel. Eine grausame Krank»düng und Speisen. Waffen und Musik, hett, Bitios und derselben Heilung. EinanderHäuser und Feldbau. Handel. Sklavenhan» Hülfsmittel. Deriberi und Boafi. Embasserdel. Waaren, die eingeführt werden. Geld und Pocken. Jhre Leichenceremonien. Religion,von Angola; von Loanda. Sprache ve» An- Erklärung der kongoischen Wörter, die in die»gola. Ihre Heirathsn und Weiber. Krank- sen Nachrichten vorkommen.

Arten von jeder Herrschaft von Angola sind vier Arten von lenken; die ersten sind die Edlen,

Leuten. V Mokaras genannt; die zweyten heißen: Rinder der Herrsthafr, welches Latt-

en) deskinder und meistens Künstler oder landwirthe sind; drittens die ELuisrkos oderSklaven, die zu des Herrn Eigenthume gehören, wie seine andern Güter, und eben so vererbtwerden; und viertens die Mobikas, oder Sklaven der Sovas, welche in diese Umstände durchKrieg, oder auf andere Art gekommen sind. Manchmal werden einige von der andernClasse, auch durch ganz geringe Verbrechen, Sklaven; denn wenn einSova erfahrt, daßeiner von seinen Unterthanen im Sinne gehabt hat, ihn zu beleidigen, oder seinem Feinde* im Kriege beyzustehen, so wird er nicht nur ihn, sondern seine Frau und Verwandten zu

Sklaven machen, und vielleicht sie hinrichten.

Die Schwarzen um Loanda sind sehr faul, und leiden eher Hunger, als daß sie sichbemühten, ihr Feld zu bestellen. Sie tauschen von ihrem Nachbar dasjenige, was sie anLebensmitteln brauchen, für Sklaven ein.

Ihre Klei- Die Kleidung der Einwohner von Angola, kömmt der Rongoer ihrer sehr nahe.düng und Die Zierrathen, die sie am Halse und an den Aermen tragen, bestehen in runden Glasko-Speisen. wallen, die sie Anzalos -r) nennen, und ihre Sitten sind überhaupt den Gebrauchen inRongo so ähnlich, daß zu der schon gegebenen Nachricht nicht viel hinzuzusetzen ist.

Hundefleisch schätzen sie höher, als andere Speisen, und mästen daher einige Hunde,haben auch das Fleisch in ihre»; Fleischbänken feil. Es wird versichert, daß ein großer Bul-lenbeißer zwey und zwanzig Sklaven gegolten hat, welches, einen zu zehn Dueaten gerech-net, zwey hundert und zwanzig Dueaten machet H. Barrel meldet, er habe gesehen, daßein Hund für zweene Sklaven verkauft worden c).

Waffen und Ihre Waffen bestehen in Bogen und Pfeilen, aber die vornehmsten sind Lanzen, AerteMusik. rml) Hackemesser, welche sie an der linken Seite im Gürtel tragen. Kurz, sie haben fasteben das Gewehr, wie in Rongo, und eben die Ordnung im Fechten -/). Die Ango-lesen sind kühn und verwegen; sie thun bisweilen ein Gelübde, eine gewisse gefährliche Un-ternehmung auszuführen, nehmen vom Könige Abschied, und kommen nicht eher wieder,als bis sie solche ins Werk gerichtet haben H.

Ihre

a) Ggilbys Aftiea auf der Aasten Seite. c) Pnrcb. Pilgr. V B. auf der 76LM S.

S) pjgafettgs Nachricht von Rangs auf der ck) Vgilby aus der zSzsien Seite.

Asien Seite.