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Fünfter Band.
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z8 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Bmguela,

Regierung Freunde und der König von Angola hatte wegen der Ermordung der Portugiesen, und dervonAngola. (E von Rongo zu Rabazo l>) Genugthuung geleistet.

Dapper giebt uns von den ersten Königen von Angola oder Dongo eine um-schichte. ständlichere und deutlichere Nachricht, als Lopez. Er bemerket, daß der König von An-gola gegen den von Rongo gar keine Unterwürfigkeit erkennt, ob schon zuvor die verschie-denen Govas oder Herren ihm Gehorsam leisteten, wie das Königreich in viele Herrschaftenzertheilt war. Etwa um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts aber, bekriegte einer vondiesen Sovas mit Hülfe der Portugiesen die übrigen, und brachte sie alle, einen nach demandern, unter sich, bis sie ihm insgesammt zinsbar wurden. Dieser setzte sich nachgehendsdie Krone auf, und nahm den Titel Inkue, wegen der Menge seiner Unterthanen an, daer, wie Lopez meldet, nicht geringer an Macht, als der König von Rongo, war. Als An-gola Inkue im Jahre i;6o starb, so ward sein Sohn, Dambi Angola, ein großer Feindder Portugiesen, zum Könige erwählt. Er starb im Jahre 1578, und sein jüngsterSohn ELuilonge Angola, oder Angolaire, das ist: Großherr, ward sein Erbeund Nachfolger.

Dieser Herr erneuerte das alte Bündniß seiner Vorfahren mit den Portugiesen, undihrem Statthalter Paulo Dias de LTlovais: nachgehends aber nahm er dreyßig oder vier-zig von ihnen, welche Waaren nach der Residenz führten, ohne Ursache auf dem Wege weg c),worauf ihn Dias bekriegte und verschiedene Plätze eroberte, welche seitdem, nebst vielenandern, die nach und nach sind erobert worden, unter der Krone Portugall geblieben sind.

Anna Als der König im Jahre 1640, ohne männliche Erben starb: so hinterließ er drey

Shinga. Töchter und einen Vetter. Die älteste Tochter Anna Shinga f oder Singa ^ wolltedie Krone nach der heidnischen Art annehmen, ob sie wohl getauft war: allein die Portu-giesen halfen dem Vetter durch die Waffen auf den Thron, worauf Anna Shinga, mitverschiedenen Großen die Flucht ergriff, aber beständig ihren Anspruch beybehielt, und ihrenVetter als einen unrechtmäßigen Besitzer ansah.

Ihr abwech- Sie verlohr drey Schlachten und zog sich darauf hundert und fünfzig Meilen weitselndes Glück, ins Land hinein, unter Embarra, wo sie, ihres vorigen Unglücks ungeachtet, gegen dieWüsten der Jaggaerzu, Krieg führte, und viel Städte, Flecken und Länder eroberte.Nachgehends kam sie mit neuen Kräften zurück, die Portugiesen anzugreifen, von denensie aber unter des Major pavo Darouva Anführung in die Flucht geschlagen ward, da-bey man zwo von ihren Schwestern gefangen bekam. Eine von denselben erhielt in derTaufe den Namen Dama Maja, und blieb freywillig unter den Portugiesen, wo sieprächtig nach ihrem Gebrauche lebte, und oft Sklaven zu ihrer Aufwartung erhielt.

Im Jahre 1646 überschwemmte Anna Shinga mit ihrem Heere alle Flecken vonOanda, plünderte solche und machte die Einwohner zu Sklaven. Aber die Schwarzenvon Guisama, die sich auf der Südseite des Flusses Duanza aufhalten, zahlten ihr Tribut.

Nach den neuesten Berichten H konnte Shnrga nicht jünger, als sechzig Jahre seyn,und einige Jahre zuvor, war sie verschiedenemal als todt gemeldet worden. Ob es sich aberso verhalte oder nicht, konnten die Portugiesen, die in ihr Land handelten, von ihren Untertha-nen nie mit Gewißheit erfahren. Alle Schlüsse, Befehle und Sachen, welche die Regie-rung

6 ) pigafetta auf der 44 Seite. Im Grundtexte Xmga. Dieß ist die öfter«

c) Zu Labaro, wie «den erwähnt worden. vorhin erwähnte Königinn »on Sing«,