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Fünfter Band.
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und den angranzenden Landern. XII Buch VI Cap. Z9

rung betrafen, wurden beständig in ihrem Namen fortgesetzt. Nach ihrem Tode, sehten die RegierungPortugiesen einen andern auö der königlichen Familie von Dongo,Namens AngolaGodesie, vonAngola .der ihnen allezeit, als ein Merkmaal seiner Unterwürfigkeit, insgeheim Geschenke sendete.

Shinga war ein Frauenzimmer von vieler Einsicht, und dem Kriege so ergeben, daß Ihre Nei-ße sich wie ein Mannsbild kleidete und beständig so aufführte; dabey war sie so großmüthig, gung zumdaß sie den Portugiesen nie etwas zu Leide thun ließ, wenn sie Quartier erhalten hatten. Kriege.

Sie führte mit ihren meisten Leuten ein unruhiges Leben, da sie beständig hin und herzogen, wie dieIaggaer. Ehe etwas unternommen wurde, fragten sie den Teufel um Rath,dem sie den weisesten und artigsten Menschen, den sie finden konnten, aufopferten. Die Kö-niginn erschien bey dieser Gelegenheit mit Thierhäuten vorn und hinten um den Hals her-um behängen, einem Schwerdte, und einer Axt im Gürtel, auch mit Bogen und Pfeilen in denHänden, wobey sie ihrer Gewohnheit nach, bald hie bald dahin, so leicht als die geschwin-desten ihrer Begleiter hüpfte, und immer dabey ihr Engema, das ist zwo eiserne Glocken,die ihnen statt der Trummeln dienen, schlug.

Wenn sie sich auf diese Art ermüdet hatte, nahm sie eine breite Feder, und steckte Sie opfertsolche durch ihre durchbohrte Nasen als ein Kriegszeichen: darauf fing sie mit dem ersten von Menschen,denen, die zum Aufopfern bestimmt waren, an, hieb solchem den Kopf ab, und that einenguten Trunk von seinem Blute. Ihre vornehmsten Befehlshaber folgten ihrem Beyspiele.

Alles dieß ward mit großer Unruhe und Lärmen verrichtet, wobey sie um ihr Götzenbildherum auf Instrumenten spielten. Von allen ihren Kostbarkeiten, hielt sie die Knocheneines ihrer Brüder, der vor ihr regiert hatte, am höchsten. Sie lagen in einem silbernenKästchen von großem Werthe, das sie von den Portugiesen bekommen hatte.

Die Königinn hielt fünfzig oder sechzig junge Mannsbilder, als Männer, deren jedem JhrrGalan«so viel Weiber als er wollte, verstattet wurden. Wenn aber eine von diesen Weibern schwan- *"ie.ger ward, so mußte er das Kind so bald tödten, als es gebohren war. Nach dem Berichteeines, Namens Füller (der Befehlshaber über ein holländisch Schiff war, und der Köni-ginn mit sechzig Mann wider die Portugiesen beystehen sollte) hatte einer von diesen ihren Buh-lern hundert und dreyzehn Weiber, ohne einige Kinder, die er nach dieser teuflischen Ge-wohnheit hingerichtet hatte.

Weil sie Mannökleidung trug, so nahm sie einen Mannsnamen an, und ihre Buhler Sie trägtgierigen als Weiber gekleidet, und führten Weibernamen, gaben auch vor, sie wären Mannöklei-Weibsbilder, und die Königinn ein Mann. Auch unterstunden sich ihre Günstlinge nicht, ^""2-das Gegentheil zu sagen, welches ihren Kopf würde gekostet haben. Hingegen verstattetesie ihnen, als ein Merkmaal ihres Vertrauens, die Freyheit, mit ihren Weibernumzugehen.

Man muß hier bemerken, daß der König vonAngola, sowohl als der König vonAongo eine große Menge Pfauen hält, welches Vorrecht der königlichen Familie eigen-thümlich ist. Sie werden so hoch geschätzt, daß, wer sich nur unterstünde, eine Feder vonihnen zu nehmen, sogleich würde hingerichtet, oder mit seiner ganzen Verwandtschaft zumSklaven gemacht werden.

Die Provinzen von Angola werden unter der Oberherrschaft eines KönigS, von ver- Regierung«-schiedenen Herren regiert, und die kleinern Kreise von niedrigern Herren, oder Sovas.

Jeder

e) Um da« Jahr 1676, da Dappee fein Afrika herausgab.