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Fünfter Band.
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42 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,

Rämgrerck, Ihre Waffen sind Bogen und Pfeile, Schlverdt, Dolch und Schild. Das SchwerdtAngola, rmd Schild können zusammen getragen werden. Diejenigen, welche Bogen führen, tragen* auch einen Dolch, aber kein Schild. Die gemeinen Soldaten, die vom Unterleibe aufwärts

bloß gehen, führen Bogen, und Dolche mit Heften, wie Messer, die sie an die linke SeiteJhreWaffen. jn den Gürtel stecken. Ihre Bogen sind drey Fuß lang, mit Sehnen von Baumrinden,die Pfeile eben so lang, aber nicht so stark, als ein Finger. Sie haben eiserne Spitzen, wieHaken gekrümmt, und sind am Ende gefiedert. Sie tragen sechs oder sieben in der Hand,in der sie den Bogen halten, ohne Köcher zu haben o). Dapper meldet, sie bedienten sichgroßer breiter Schwerster, die sie den Portugiesen abkauften, auch Musketen, Pistolen,und Schilde, aus Baumrinden, die mit Büffelshaut überzogen wären /).

Jn der Schlacht rücken diejenigen, die Bogen und Dolch führen, vor dem übrigenHeere heraus, auf den Feind zu, fordern ihn zum Gefechte heraus, und vermeiden dessen Pfeil-schüsse , indem sie von einer Seite auf die andere hüpfen. Diese werden von andern tapfernjungen Leuten unterstützt; und wenn sie lange genug gefochten haben, so ruft sie der Hauptmannmit einem von den vorerwähnten Instrumenten zurück, und andere kommen an ihre Stelle.So fahren sie mit Scharmuziren fort, bis beyde Heere zu einem allgemeinen Treffen kommen ^).

Sie fechten Dapper meldet, sie beobachteten weder Kriegözucht, noch Ordnung im Angriffe undohne Ord, Zurückziehen. Wenn sie beym Anrücken noch weit von einander sind: so lassen sie die Trum-meln und Hörner erschallen, und drücken die Pfeile los. Darauf schwenken sie sich sehrgeschickt, und hüpfen von einer Seite auf die andere, des Feindes Schüsse zu vermeiden.Im Nachzuge sind ordentlich einige kühne und starke Jünglinge, die mit dem Getöse ihrerKlocken, welche an ihren Gürteln hangen, die übrigen aufmuntern. Wenn die erstenHaufen so lange gefochten haben, bis sie müde sind, so ziehen sie sich auf den Klang ihresHorns, das nach des Generals Befehl erschallet, zurück, und ihre Stelle wird durch andereersetzt, bis ein Theil sieget >-).

Der König zieht nie in Person zu Felde. Die Soldaten fliehen, sobald der General todt»st, und sind auf keine Art wieder in Ordnung zu bringen. Ihre ganze Macht besteht inFußvolk; sie haben wenig, oder keine Pferde, daher die Befehlshaber auf den Schulternder Sklaven getragen werden, wie auch mit ihren Lebensrnitteln geschieht, wofern sie welchehaben. Sie ziehen fast in unzähliger Menge zu Felde; denn eö bleibt niemand zurück, derein Gewehr kragen kann H.

Sie sorgen Sie pflegten sonst nicht für Lebensmittel zu sorgen, so daß sie sich oft, wenn sie einnicht für Le- fand halb erobert hatten, aus Mangel der Lebensmittel zurück ziehen mußten r). Zu desbensmittkl. 2-pez Zeiten aber fingen sie an, auf Unterricht der Portugiesen, diesen Fehler zu verbessern «).

») Prgafettü auf derbsten und folgend. Seiten./>) Ggilbp auf der ;g?sten Seite.

-) Pigafeera am oben angeführten Orte, aufder zvsten und folgenden Seite.

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,') Ggilby auf der tzTsten Seite,e) prgafetta auf der ;zsten Seite,e) Siehe ein Exempel auf der rasten Seite.

«) pigaf. und Vgilb/ am angef. Orte.