und den angranzenden Landern. XII Buch VII Cap. 59
ersuchen, mehr Priester zu Ausbreitung des Glaubens zu überschicken. Der König ward Religionnach diesem sehr gut römischkatholisch, und heirathete die Frau Katharina. Er hatte vier in Rong».Töchter von ihr; und zweene Söhne und eine Tochter von seinen Kebsweibern. Der älteste ^ '
von den Söhnen, Namens Don Alvaro, war sein Erbe und Nachfolger.
Wahrend der Zeit, daß sich der Hauptmann Govea in Rongo aufhielt, erfuhr Unters».Don Sebastian, daß sich daselbst vergebene Bergwerke, von Gold, Silber, und an-A'"S ^dem Metallen befänden, und schickte zwo Personen dahin, solche zu untersuchen, und dar- '^Zwecken,innen zu arbeiten. Mein Francifco Ba^uro, ein Portugiese, und des Königs Beicht-vater und Vertrauter, beredete ihn, die Bergwerke nicht entdecken zu lassen, weit solchesden Verlust des Königreiches nach sich ziehen könnte. Die Abgeschickten wurden also anOerter geführt, wo nichts zu finden war. Allein, dieß hatte übele Folgen; denn da diegüldene Hoffnung der portugiesischen Kaufleute vernichtet war, so bekümmerten sie sich nichtsmehr darum, hier zu handeln, oder sich aufzuhalten, daher auch die Geistlichen nicht nachAongo kamen, und die neue Religion in weniger Zeit in solchen Verfall gerieth, daß siefast gar verlosch, bis Don Alvaro wieder nach Portugall um Geistliche schickte.
Don Sebastian, der noch ein junger Herr war, versprach, auf Goveas Anhalten, DierSwisch-Geistliche zu schicken. Da er aber solches verabsäumte, kam ein anderer Gesandter vom Kö- katholischenkge zu Rongo, der dessen Anverwandter war, und Don Sebastians Alvarez hieß. ^
Ihn begleitest noch ein Portugiese, und ihre Absicht war, um mehr Priester anzuhalten, und ^einige bey vorerwähnter Gelegenheit verkaufte Sklaven loszukaufen. Die römischkatholischeReligion ward, vermittelst derer, die zurück kehrten, da sich unter ihnen einige Vornehmebefanden, wieder in Aufnehmen gebracht: verschiedene aber wollten lieber in der Sklavereybleiben. Der König versprach dem Abgesandten, Priester zu schicken; indeß mußte derselbedoch ohne solche nach Rongo zurück kehren.
Drey Jahre darauf schickte König Sebastian einen gewissen Bischof, Namens Don Neuer ZwistAntonio de Gliova, einen Castilianer, nach dem Eylande St. Thomas, mit der Verord- fE dernung, Rongo zu besuchen. Als solcher zu St. Thomas angelangt war, gerieth er mit Geistlichkeit,dem dasigen Hauptmanne in eine Verdrießlichkeit, und schiffte nach Rongo, wo erwähnterBefehlshaber, und dessen Freunde, ihn ebenfalls verfolgten. Sie meldeten dem Könige,es wäre ein stolzer Mann, der sehr hohe Gedanken von sich hegte, und viel Hartnäckigkeitbezeigte. Dadurch nahmen sie den Hof dergestalt wider ihn ein, daß der König ihm an-fänglich verboth, in sein Reich zu kommen, nachgehends aber ihn doch mit großen Ehrenbe-zeugungen aufnahm, und seinen Sohn ihm entgegen schickte, ihn in die Stadt zu begleiten.
Er hielt sich daselbst etwa acht Monate auf, und reiste, mit Zurücklaffung zweener Möncheund vier Priester, wieder ab. Bald darauf ward Don Sebastian in Africa geschlagenund der Cardinal Don Henrico auf den Thron erhoben, da denn der König von Aongoan ihn um Geistliche schrieb, aber des Cardinals Tod verhinderte die Antwort. Philippvon Tastilien folgte ihm nach, und meldete solches dem Könige von Rongo schriftlich, derden Sebastian da Costa als Abgesandten an Philippen schickte. Da aber da Costaauf der Küste von Portugall Schiffbruch litt, so schickte der König von Kongo, sobald erNachricht davon erhielt, den Verfasser Lopez H, der, vorerzahlter maßen, nicht glückli-cher, als sein Vorgänger, war /).
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Pigafetttl auf der i;6sten und folgenden e) Derselbe auf der r6r und folg. Seite.
Seite. /) Siehe tV Band auf der Seite.