6s Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,
Religion Die Nachricht von der Einführung und dem Wachsthums der römischkathvlischenrn Rongo. Religion, die wir aus andern Schriftstellern schöpfen können, ist sehr unvollkommen.ErstHst" Merolla bemerket aus demMaffeus, die ersten Geistlichen, welche Fuß in Kongo gesetztfion nach hatten, wären drev Dominicanermönche gewesen, von denen zwcene, bald nach ihrer An-
Kvngo. kuuft, wegen der Hitze des Landstriches, gestorben wären; der dritte wäre als Caplan bey
des Königs von Kongo Heere, von denJüggaery umgebracht worden, als diese, unter An-führung ihres Feldherrn Zimbo, das Königreich Kongo überschwemmt hatten. Dieser Siegerwollte sich mit den Kleidern und dem Kirchengeräthe des Hingerichteten Mönchs lustig machen,und erschien in denselbigen an der Spitze seine^Begleiter, mit dem Kelche in der Hand F).Folgende Darauf folgten zwölf Franciscaner, vom Observantenorden, die Don Diego Laus
Mitzwnen. auf seiner dritten Schiffahrt hieher brachte. Einige schreiben diesen Mönchen die ganze Be-kehrung des Landes zu, ob es wohl wahrscheinlich ist, daß die ersten beyden, ihres kurze»Aufenthalts ungeachtet, doch einigen Nutzen müssen gestiftet haben. Ihnen folgten ver-schiedene andere Mißionarien, und endlich schickte Pabst Urban der Achte, im Jahre 1640,noch andere mit offenen Briefen dahin, als DonAlvars, sechster König von Kongo, nochum mehrere Capuciner anhielt.
Verschiedener Hindernisse wegen, die ihnen theils der Tod des Königs von Spanien,
- Philipps Uk, verursachte, da sich der Herzog von Braganza der Krone Portugall bemäch-tigte, langten sie erst im Jahre 164;, unter Don Garzia H, Don Alvaros Nach-Die erste zu folger, an. Sie grenzen in den Fluß Zaire, landeten am Flusse Sogno, und wurden da-Soguo. siltzsi außerordentlichen Freudensbezeugungen, besonders von dem Grafen, empfangen.
Dieser gieng ihnen verschiedene Meilen entgegen, und wohnte einer Messe in der Kirche vonpinda bey, welche Stadt nahe an der Mündung des Flusses Zaire liegt. Er zierte dieAltäre mit dem reichsten Schmucke, den er hakte /->).
Dapper bemerket, im Jahre 1604, und wieder im Jahre 1649, wären, auf Ansucheneben des Don Alvaro H bey dem Pabste, vierzehn Capuciner von Cadir und Sicilien,zu Sogno angelangt, und von dar, mit Erlaubniß, nach Kongo gereist; nur daß sie einigezum Predigen, und ihren Glauben auszubreiten, zurückgelassen hätten r).
Der IV Abschnitt.
Mißionen nach Sogno und Loango, nebst Beschreibung dessen, wasdie Mißionarien ausgestanden haben.
Den Mißionarien wird übel begegnet. Der Graf sion nach Loango. Sie wird angefangen; geräthverjagt die Capuciner aus Sogno. Ihr Abcn- aber ins Stecken. Mißion nach Angoy. Wastheuer. Einer von ihnen stirbt. DerGrafwird die Mißionarien dabey ausstehen. Kähne Untec-abgesetzt. Neue Mißten nach Sogno. Priester nehmung zween» Mönche. Solche wird scharfund Kirchen daselbst. Ihr Unterricht, und ihre gestraft. Wie die Mißisnariett unterstützt werden.Liebeswerke. Andacht des Grafen. Art, den Einiger schlimme Beyspiele. Seltsame Geschichterömischkathohschen Glauben auszubreiten. Mist ' eines Mönchs.
Den Mißio- den beyden vorhergehenden Abschnitten ist bemerkt worden, daß die römischkatholischenarien wird Religion zuerst in Sogno Fuß gefaßt hat ; und aus des Carll und Merolla Reisenüb» dcgeg- ^hellet, daß sie daselbst sich besser, als irgendwo anders im Königreiche, ausgebreitet hat,
weil -
F) Es ist zu verwundern, daß wir von keiner L) Merolla auf der 609 Seite.
Strafe, die auf so eine Handlung gefolgt wäre, lesen. r) Ggilby auf der 545 Seite.