und den angrenzenden Ländern, xn Buch VIII Cap. ivz
uns, dem Aberglauben seiner Zeit gemäß, derselbe habe nur durch Zauberey Krieg geführt, JagSü-r.
und des Teufels Rath in allen seinen Unternehmungen gehabt. Er glaubte, er würde nie' ^ '
umkommen, als im Felde, und hielt strenge Zucht unter seinen Soldaten. Die sich imTreffen schlecht aufführten, wurden zum Tode verurtheilt und gefressen. Jeden Abend mun-terte er seine Soldaten mit einer Rede von einer dazu erhöhten Bühne auf.
Wo die Jaggacr ihr Lager aufschlagen, wenn es auch nur auf eine Nacht geschieht, IhreArt,sichda verschanzen sie sich so gut mit Holze oder Bäumen, als es der Platz zulaßt; einige hauen zu lagern,es nieder, andere bringen es herzu. Ihre Verschanzung besteht in einem Kreise mit zwölfThoren, so daß ein jeder Befehlshaber sein Thor zu bewachen hak. In der Mitte ist desHeerführers Haus mit einer besondern Verschanzung und starken Wache am Thore. IhreHütten stehen dicht an einander, und Bogen, Pfeile und Wurfspieße sind an den Thürenbefindlich, daß sie bey dem geringsten Lärmen alle fertig sind. Sie halten eine gute Wachedie Nacht durch, mit Trummeln und Tavales.
Die Iaggaer erzählten dem Dattel von einem Flusse südwärts der Kuhbay, wel-cher voller Gold seyn sollte, das sie Kupfer nennen. Sie hatten eine große Menge dessel-ben aus dem Sande gesammelt, den der Regen herabgeschwemmt hatte. Sie hatten der-gleichen Gold an den Griffen ihrer Aexte, die sie auch mit Kupfer zieren, aber keines vonbeyden Metallen hochschätzen.
Es gefällt ihnen in keinem Lande, als wo sie häufige Palmbaume haben, weil sie von Wie sie dender Frucht und dem Weine des Palmbaumes große Liebhaber sind, und die erste zum Essen Palmweinund Oel daraus zu pressen brauchen. Ihren Wein zapfen sie anders, als die Imdoirdas "uszapfen.aus, die auf den Baum klettern können, ohne ihn mit den Händen zu berühren, und denWein am Gipfel in eine Flasche auszapfen. Die Jaggaer hauen die Baume bey derWurzel nieder, welche oft zehn bis zwölf Tage liegen, ehe sie Wein geben: darauf machensie in,den Gipfel und in das Herz des Baumes viereckichte Löcher, aus deren jedem sie desMorgens und Abends ein Quart Getränke nehmen, so daß ein jeder Baum sechs und zwan-zig Tage lang täglich zwey Quart Wein giebt, und alsdann vertrocknet und stirbt. Wosie sich setzen oder aufhalten, da hauen sie so viele Palmbäume nieder, als ihnen auf einenMonat genug Wein geben; und wenn diese alle sind, so machen sie es mit andern eben so,daß sie in kurzem das Land verwüsten.
Sie halten sich an einem Orte nicht länger auf, als sie Vorrath daselbst finden. Zur Sie lebenErndtezeit machen sie sich fort, und setzen sich an die fruchtbarsten Oerter, die sie finden kön- vomRaube.nen, erndten ihres Feindes Korn ein, und nehmen ihm das Vieh weg; denn sie säen undpflanzen nicht, haben auch keine Viehzucht, sondern leben lediglich vom Plündern. Wennsie in ein Land kommen, wo sie sich einen starken Widerstand vermuthen: so verschanzen siesich, und leben einen Monat oder ein paar ganz ruhig; dadurch matten sie die Einwohner
wegen
r) Derselbe auf der 1Z9 Seite.
pigafetta auf der 204 Seite.
/) Ebenderselbe auf der 10; und IZA Seite,m) Purchas Pilgr. V Band a. b. 77z S.
») Merolla auf der 66z Sekte.
») Lrancis, Moria, Giofa von Neapvlis./>) purchas am oben angeführten Orte.