rz4 Beschreibung der Lander vom Vergeb, der guten Hoffnung
171z Gesellschaft hatte vormals auf diesem Berge verschiedene Plätze zur Viehzucht; sie mußteRolbe. aber solche verkaufen, weil sie von den Eigenthümern der angränzenden Ländereyen, welche^ ^ die Aufsicht darüber hatten, betrogen ward.
Seltenheit Das Regenwasser, welches in kleinen Seen und Graben gesammelt wird, wird wäh-desWasserü rend des Sommers salzig, und fast so schlimm, als das Seewasser, wenn kein frisches dazuundBrrnn- kömmt; gleichwohl müssen die Benachbarten, aus Mangel bessern Wassers, sich desselbenHolzes. ^ bedienen. Das Brennholz ist selten; denn das Land liefert nichts dazu dienliches, alsGesträuche. Die Eigenthümer der Landgüter verglichen sich zwar mit der Gesellschaft, be-ständig eine gewisse Zahl Acker mit Holze gepflanzt zu halten, bey Strafe des Verlustes ihrerLändereyen: allein sie haben solches nie beobachtet.
Strafe der Die Gesellschaft hat einige Eichen hier gepflanzt, die in ganz guten Umständen sind;Holzverde» und einen einzigen Stamm zu verderben oder umzuhauen, wird mit öffentlichem Peitschender. durch den Nachrichter bestraft. Ein gewisser reicher Bürger des Capes hatte einen vonder Gesellschaft Bedienten durch etwas Geld dahin gebracht, daß solcher verschiedene Aestevon einem halben Schocke junger Eichen abgehauen hatte. Auf geschehene Entdeckung kames zwar nicht zum Peitschen: allein der Bürger ward gefangen gesetzt, bis er hundert Kro-nen Geldstrafe bezahlt hatte, und der Bediente ward Zeit Lebens auf Robbemylandverbannet /).
Der M Abschnitt.
Drakensteinische und Wavempflanzstätte, nebst Tierra de Natas.
i Drakenstein.
Ähre erste Stiftung. Ursprung des Namens. Größe grübe. Simonsthal. Kirche. Perlkerg. Wagner-und Gränzen. Beschwerlicher Berg. Ihre Abthei- thal. Riebeecksschloß. Barracken. Vier und zwair-lung. Regierung. Bergfluß, Luft und Boden, zig Flüsse Quartier. Hanbmühlcn. Honigberge.Gefährlicher Weg. SchönesLandgut. Silber- Es haben sich wenige da gesetzt. Piqnetberge.
Ähre erste drakensteinische Pflanzstatt ward zuerst im Jahre 1675, unter dem Statthalter,
Stiftung. ^ Simon van der Grel angelegt. Die Generalstaaten hatten die französischen pro-testantischen Flüchtlinge dem Schutze ihrer ostindischen Gesellschaft empfohlen, woraufdiese eine große Menge derselben, nebst ihren Familien, ans Vorgebirge führte; und weil dieanderen Pflanzstätte besetzt waren, so gab ihnen der Statthalter Ländereyen in Drakenstein.Die Flüchtlinge waren aber nicht die ersten, die sich hier sehten. Gewisse Künstler und an-dere, darunter sich viel Deutsche befanden, deren Zeit in dem Dienste der Gesellschaft zuEnde war, hatten schon unterschiedliche Landstriche angebaut, doch jetzo sind die meistenBewohner von französischem Geblüts.
Ursprung de« Rolbe beschuldiget den Tachard sehr vieler Unrichtigkeiten, und unter andern, baß
Namen», er meldete, diese Pflanzstatt hätte nicht anfänglich Drakenstein sondern Hellenbock ge-heißen H. Er glaubet Simon van derSrel habe ihn betrogen, der sich ein Vergnügendaraus machte, den Leuten Lügen aufzuheften, und ihn gern beredet hätte, er habe von ei-nem
Rolbe auf der 42 und folg. Seite. zwey und achtzig Familien bestehend, neun oder zehn
a) Tacbard saget nur, -Heer van der Gtel Meilen von: Eape, unter dem Namen -Hellenbockhabe daselbst im Jahre s r eine neue Colonie aus angelegt. Tachard, ober sein Drucker, haben
Stellen,