bis nach Capo Guarda Fuy. xm Buch n Cap. izZ
nein hohen Bevge, zweyhundert Meilen vom Vorgebirge nach Monomotapa, das Gras 171zim Monde hin und her weben gesehen und gehört. Rolbe.
Der Statthalter hat diese Colonie dem Baron van Rheeden zu Ehren so genannt,' ^ '
welcher Herr von Drakenstein in Geldern war. Dieß war die geringste Erkenntlichkeit,die er ihm erzeigen konnte, weil ihn der Baron in seinem Posten bestätigt, und alle seinVerfahren gebilligt hatte.
Die drakensteimsihe Colonr'e ist so groß, als die ganzen Niederlande in Europa zu- Größe undsammen. Südwärts gränzet sie an den schon erwähnten Berg Rehrum, und gegen Osten Gränzen,an eine.lange Kette von Bergen, welche Drakensteinsberge heißen. Nordwärts erstrecketsie sich nach der Galdannabay, und westwärts an den Pferdeberg, der sie von der Bot,tellary absondert. Gegen eben das Quartier gränzet sie gleichfalls an verschiedene Hügelund Salzbrunnen.
Die drakensteinischen Berge sind sehr hoch und rauh. Einer von ihnen, darüber Beschwerst,der Verfasser einmal gereist ist, ist sehr rauh und gefährlich; daher sie ihn den beschwer, cherDerg.liehen Berg nennen. Er ist sehr hoch, und auf allen Seiten so steil, daß man nicht ge-rade hinaufkommen kann; auch giebt es da so vielerlei- beschwerliche und rauhe Wendun-gen, daß es ungemein verdrießlich ist, über denselben zu gehen. An manchen Orten ist der Paßso enge, daß man kaum mit dem Pferde fortkommen kann, und anderswo so jähe und vollerspitzigen Steine, daß man absteigen und das Pferd führen muß. Ja, hin und wieder mußman gleich an jähen Abstürzen vorbey, wo oft Mann und Pferd hinuntergefahren sind.'
Man kann diese Pflanzstatt in vier Bezirke theilen, i) Der Theil zwischen dem Abtheilung.Rehrumberge und der Kirche. 2) Zwischen der Kirche und dem tVagnerthale.z) Das Wagnerthal selbst, das sich in zweene Theile absondern läßt; einen, der alles insich begreift, was innerhalb den Gränzen der Pflanzstatt liegt, und den andern, der diedazu gehörigen Ländereyen außerhalb dekselben in sich fasset.
So groß auch Drakenstem ist, so hat es doch kein Versammlungs- noch Gemein- Regiment.Haus. Die Güter und Häuser sind meist weit von einander entfernt, und alle öffentlicheGebäude bestehen in der Kirche, die fast mitten in der Colonie liegt, und der Wassermühle.
Die Bürgermeister begeben sich bey öffentlichen Berathschlagungen nach Gcellenbosch,wo sie vereinigt mit den Bürgermeistern der stellenbosihischen Pflanzstatt, unter demVorsitze des Landdrostes beyder Colonien, rathschlagen. ^
In Drakenstein befinden sich viele schöne Ländereyen, aber wenig ansehnliche Ge-bäude und Lusthäuser. Denn die Flüchtlinge fingen hier ihre Wirthschaft unter sehr großenBeschwerungen an, und mußten viele Schulden machen, die noch nicht abgeführt sind; sodaß sie sich meist mit kleinen Hütten begnügen.
Der Bergfluß, (der seinen Quell auf den Bergen, nicht weit von dem beschwerst, Bergfluß.chen hat), ist bey der Kirche sehr breit, und erhält auf seinem Wege dahin viele Flüßchen.
Auf beyden Seiten, etwan in den Weiten einer halben Stunde von einander, liegen vieleschöne Landgüter; die Eigenthümer aber beklagen sich, es sey nicht Weide genug für ihrVieh vorhanden, obgleich überall Gras in Menge wächst ä).
Bis
Gtellenbosth mit-Hellenbock verwechselt, und del'I sl e hat in seiner Karre Hellenbock aus ihmgenommen.
D. Rolbe im Iten Bande auf der 45 und fvl.genden Seite.