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Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda §uy. XIII Buch H Cap. 137

Auf einem schönen an die Kirche stoßenden Landguts halt man eine Art von Markte, 171z

mit kleinen Waaren, Materialien, und andern zur Haushaltung gehörigen Sachen, die man Lolbe.vom Cape bringt, um das Volk damit zu versorgen. " ^-

Auf beyden Seiten der Kirche liegen verschiedene Landgüter, und der Weg führet vondar nach den Dergffüssen und dem lVagnerrhale, von da er bey dem perlberge vor- Perlberg.bey geht. Dieser Berg hat einen großen Stein auf seinem Gipfel, der in den Augen desgemeinen Volks einer Perle gleicht. Er ist sehr felsicht, und versorget sie mit gutenMühlsteinen.

Das lVagnerthal hak seinen Namen von einem Wagner, der sich daselbst zuerst Waznrr-geseßt; indem die Hortentocen ihre Ländereyen da sobald verlassen hatten, als die Europäer thal.sie anzubauen gekommen waren. Die Gebäude und Plantagen sind aber jetzo noch zu kei-ner Vollkommenheit gebracht; daher der Verfasser sie übergeht, um von denenjenigen Län-dereyen Nachricht zu ertheilen, die außerhalb den Gränzen der Colonie liegen, aber als dazugehörige Stücke betrachtet werden. Solche sind: Riebeecks Castell, die Vierundzwanzig Flüsse, die Honigberge, und die piquerhügel.

Riebeecks Castell ist ein sehr hoher und steiler Berg, vonHrn.Riebeeck, dem ersten Rlebeeck«Statthalter auf dem Vorgebirge, also genannt. Auf und an demselben sind verschiedene Castell.Plantagen, und der Boden ist so gut, daß ihrer noch viel mehr seyn würden, wenn sie zu-länglich mir Wasser zu versorgen wären. Bisher hak man durch Nachgraben nur einen Quellentdeckt. Dieß geschah auf Unkosten eines Besihers von einem randgute, des Namens vander Byl, und man brauchte ihn gemeinschaftlich, bis die Regierung ihn einer Person beson-ders zueignete. Daher müssen sie nun, wie vormals, Regenwasser brauchen, das sie in Gra-ben auffangen; wenn es aber steht, so wird es ungemein salzig.

Beydem Anfange der Einrichtung am Cape, richtete die Regierung hier Barraken Barraken,für hundert Mann, und Ställe für eben so viele Pferde auf, und hielt eine gute Anzahl Reu-ter, als einen Vorposten gegen die Horremoren. Es ward auch ein großes Stück hartdabey gepflanzt, um Nachricht zu ertheilen, wenn sich hier eine wichtige Anzahl derselbensehen ließ. Weil aber der Vergleich diese Vorsichtigkeit unnütz machte: so sind diese Plätzenun eingegangen.

Das Quartier, das von der Zahl seiner Ströme die Vier und zwanzig Flüsse heißt, Vier undist etwan eine Tagereise von Riebeecks Castell entlegen. Es giebt gute Weide, und ist vol- zwanzigler Vieh und wohl bewohnet. Bisher aber ist daselbst noch kein Land jemanden eigenthüm- Flüsse,lich zugeschrieben worden, und die Leute halten sich nur auf Erlaubniß da auf, die sie allesechs Monate bey der Regierung erneuern müssen. Daher haben sie nur Häuser wie Schä-ferhütten , weil keiner etwas an das Bauen wendet. Sie dürfen auch nicht mehr Feld be-stellen, als zu ihrem Unterhalte nöthig ist. Der Boden ist sehr fruchtbar, und bringt fünfund zwanzig bis dreyßigfache Aussaat, öfters auch mehr.

Weil hier herum weder Wasser- noch Windmühlen sind: so lassen die Einwohner ihr Handmüh-Korn von den Negern in kleinen Handmühlen, wie Caffeemühlen, mahlen. Sie befestigen len.solche an der Mauer, und hängen einen Sack darunter, um das Mehl aufzufangen, wel-ches ohne einige Reinigung, gleich wie es aus der Mühle kömmt, gebraucht wird. DieserMahlen ist sehr mühsam.

, Die

») Rolbe im l Bande auf der 47 und ;r Seite.Allgem. Reisebeschr. V Band. S