Band 
Fünfter Band.
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nach Capo Guarda Fuy. xm Buch H Cap. ,59

Der rothe Sandberg ist sehr hoch und steil, und endiget sich zugespitzt, wie ein Kegel. 171;Die Wagen, die von dieser Colonie zum Vorgebirge hin und her gehen, haben viel Arbeit, Rolbe.darüber zu kommen; ordentlich werden sie am Fuße des Berges ausgeladen, in Stückenzernommen, und mit den Waaren auf den Rücken des Viehes, das vorgespannt gewesen ist, Sandberg.und der Fuhrleute getragen; denn der Weg, queer über den Berg, ist sehr enge, steinigt,und hin und wieder, auf beyden Seiten, dichte mit Bäumen besetzt, daß es viel Zeit und Ar-beit kostet, die Wagen ordentlich hinüber zu führen, da oft noch Gefahr ist, daß die Deichselzurück gezogen, und alles auseinander gerissen wird.

Das schwarze Land stößt an den rothen Gandberg. Der Boden ist sehr frucht- Schwarzesbar, und bringt alles darauf gesäete Korn vielfältig wieder; gleichwohl ist bisher sehr wenig Land.von ihm bestellt worden.

Die Einwohner von waveren gehen in die drakensteinische Kirche, und oft andas Vorgebirge, da sie jetzo kaum Platz zum öffentlichen Gottesdienste haben; wegen derTrauungen und Tarifen aber, sind sie völlig in die Capekirche eingepfarret. Alle bürgerlicheund peinliche Sachen bey ihnen, werden von der stellenboschischen Obrigkeit entschieden.

Die Colonie ist vollkommen mit gutem Wasser versehen, und hat zwey warme Bäder, Wasser,in deren einem man die Hand vor Hitze nicht lange lassen kann; wenn eö aber zwo Stunden Warmegelaufen, wird es sehr angenehm, darinnen zu baden. Das warme Bad hinter den Bergen Bäder,des hsttenrorischen Hollands, etwa» sechs englische Meilen von dem erstem, und unge-fähr dreyßig deutsche Meilen Südost vom Vorgebirge, wird sehr besucht, und mit Rechtegepriesen. Es gehöret einem Appel, der viel Vortheil davon zieht.

Der Verfasser, dem .es sehr gut gethan hatte, gieng eines Tages dahin, und traf Gefahr desunterwegens sechs wilde Elephanten an, die sich nach dem benachbarten Wasser zu begeben Verfassers,wollten. Er erschrack sehr über sie, aber sie gierigen vorbey, ohne sich um ihn zu bekümmern.

Ein andermal gieng er mit drey Hottenroren, als Begleitern, zum Bade; sie machten beyNacht ein Feuer, die wilden Thiere abzuschrecken, und er begab sich darauf, nachhält siesein Zelt aufgeschlagen hatten, zur Ruhe: allein sein Schlummer ward bald durch eilf Löwenunterbrochen, die mit erschrecklichem Brüllen herannaheten. Das schreckliche Lärmen giengdem Verfasser durch Mark und Bein , und er befürchtete sich, alle Minuten zerrissen zuwerden; seine Begleiter aber nahmen brennend Holz vom Feuer, und warfen es geschwindauf die Thiere, worauf sich diese fortmachten, daß man nichts mehr von ihnen hörte «).

z. Tierra de Natal.

Die Einwohner. Ihr Handel. Geschichte eines Engländers, der sich da gesetzt hat. Nachricht vonunserer Karte der holländischen Pflanzstätte.

Os ist schon bemerket worden, daß die Holländer dieses Land, ihre Pflanzstätte zu erwei-^ tern, erkauft haben. Die Unsren bewohnen es, die nach allen Nachrichten, die Die Ein-Rolbe davon hat erhalten können, den Horrenroren so wenig ähnlich sind, daß man sie wshner.als eine ganz andere Art Leute ansehen muß. Der Hauptmann (Aerbrany van derSehe kling, ein verständiger und wahrheicliebender Mann, der oft bey Tierra de LTlataleingelaufen war, berichtete dem Verfasser, Ue Einwohner salbten oder schmierten ihre Leibernicht; sie hätten nichts von dem Stammeln der Horcentsren, da die Worte übereilt heraus-

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« ) Derselbe auf der 5; und folg. S.