bis nach Capo Guar-a Fuy. xm Buch V Cap. -99
vierthel Zoll dicke. Man hält ihr Gift für das schädlichste unter allen. Es ist kein Mittel 171;dawider, als daß man sogleich den Schlangenstein auslege r), deren es verschiedene am Rolbe.Vorgebirge giebt. Dieses ist eine Composition, die von den Brammen in Indien ge-'macht und geheim gehalten wird <i). Er ist wie eine Bohne gestaltet, in der Mitte weiß-lich, das übrige himmelblau. Wenn man ihn aufleget, so hält er ohne Band fest an, undsauget das Gift in sich, bis er nicht mehr kann, da er abfällt. Alsdann leget man ihn inMilch; er reiniget sich von dem Gifte; die Milch wird gelb, und man leget ihn wieder auf,bis er dadurch, daß er nicht mehr anhält, entdecket, das Gift sey alles ausgezogen. A-l,be sah die Probe mit gutem Erfolge an einem Kinde machen. Hausschlangen sind amVorgebirge sehr gemein, und ihr Gift ist unschädlich §). Es giebt auch viel andere Arten,die zu weitläustig wären, zu beschreiben.
Tachard, und viele andere Europäer am Vorgebirge, sagen, es gebe da gehörnte CerastesoberSchlangen. Rolbe aber hat nie welche gesehen, noch welche gefunden, die ihm zuver- Homschlan,läßige Nachrichten davon gegeben hätten, wie sie aussähen, oder was sie für Eigenschaften sen.hätten §). Das Horn im Kupfer gehörte einem Arzte am Vorgebirge, aber die Schlangewar nicht hier gefangen. Es glich polirtem Elfenbeine, und war von eben der Gestalt undGröße, wie im Kupferstiche. Erasmus Lrancisci in seinem americanifthen Blüh,menbusthe saget, es gäbe gehörnte Schlangen um Mexico, die zwanzig Fuß lang, undso dick als ein Mann sind. Sie werde daselbst Makakoarh, das ist, Hirschschlange ge-nannt, weil der Kopf einem Hirschkopfe ähnlich sieht; die Hörner aber sind erst zu sehen,wenn sie alt ist /).
2. Insecten.
Seeinsecten. Seepferdchen. Ameisen. Bienen. Flie- verehrt wird. Wanzen. Cape-Scorpion. Spinnen,gen. Grasemücke». Goldkäfer, der als ein Abgott Motten. Suggerwurm. Kornwürmer. Kröten.
§^f>an kann die Jnsecten am Vorgebirge in See- Fluß- und Landinsecten eintheilen. Der Seeinsecten.
Seeinsecten giebt es viele. Der Seefloh ist von der Größe und Gestalt einer Krabbe;er hänget sich fest an die Fische, und plagt sie mit seinem Stachel, wie die Seelaus, dieeiner Pferdefliege sehr ähnlich ist, mit ihrem Maule thut, Die letztere ist mit einer har-ten Schale bedeckt, und hak viele Füße.
Von Seewürmern sind einige sehr artig, etwa» sechs Zoll lang , und einen Zoll dick; Seepfcrd-jhr Kopf, Maul, Hals und Brust gleichen einem Pferde vollkommen, daher Rolbe saget, chen.man könne es mit Recht ein Seepferd nennen rr). Das Hintertheil ist gekrümmt, und en-digt sich in eine Spitze. Der Leib unter dem Halse ist platt, und scheint Ribben zu haben;der Rücken ist gelb und der Bauch weißlicht. Alle, die der Verfasser bekam, waren amUfer todt gefunden worden. Von Flußinsecten giebt es Blutegeln und Wasserschlangen,wie die europäischen, sechs Zoll lang, aber keine Wassermäuse.
Die Ameisen sind sehr zahlreich und mannichfaltig; sie bedecken mit ihren Hügeln oder Ameisen.Nestern ganze Thäler, beschädigen aber niemals angebaute Länder»
Es
und alles unter einander gerieben. Rolbe aber e) Er meldet nicht, wo seine Zeichnung her ist; daß
konnte nie erfahren, daß man solches versucht hätte, also Taehards sein« leicht noch richtiger seyn kann.
</) Di. ß scheint eben die Art zu seyn, die in /) Rolbe im I Bande auf der i6r u. f. Seite.tt>hir>ah verehrt wird. «) Es ist einerley mit Lrgziers Seepferden,