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Fünfter Band.
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245
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XIV Buch I Capitel. 245

so lange rund herum gedrehet, bis es endlich auf den Grund lief: es konnte auch nicht eher ! 6 ; 6wieder davon abgebracht werden, als bis sie es ausgeladen hatten. Die Mandarinen be- tteuhof.fablen, daß die Bootsknechte und der Steuermann, wegen ihrer Nachlaßigkeit, mit einer' '

dicken ledernen Peitsche ernstlich sollten bestraft werden: doch die Gesandten bathen fürden letztem.

Den igten giengen sie bey der kleinen Stadt LiFAnkang, an der linken Seite des NankangFlulses Lhang vorbey. Sie ist viereckigt mit einer starken Mauer von fünf und zwanzig tzyen.

Fuß hoch eingeschlossen. Sie hak vier Thore ungefähr eine Viertelstunde von einander. Indem tartarischen Kriege wurde sie gänzlich zerstöhret, und ihre Handlung verderbt. Sielandeten hier bey ihrer Zurückkunft. An der Flußseite steht ein hoher, starker und wohlge-bauter Thurm. In der Straße von dem Südthore ist des Statthalters Pallast und andem Ende derselben ein schöner Triumphbogen, welchen die Tarkarn noch unverletzt ste-hen lassen.

Den izten kamen sie nach Ran chew, der zwölften Stadt vom ersten Range in Kan chewRiang st, und wurden von einigen großen Mandarinen im Namen der Obrigkeit des su-Orts am Borde besuchet. Die Gesandten besuchten auf dem Rückwege den großen Tu, Ein großerrang dieser Stadt, der sie mit außerordentlicher Höflichkeit aufnahm, und sie in sein beson- Tutang.deres Zimmer führte, wo sie ihm zur Rechten sitzen mußten. Dieser Staatsbediente hatteüber die Landschaften Riang st, Fo kyen, Hu quang und Duan tung zu befehlen, undwar ftlglich nicht viel geringer, als ein Unterkönig.

Die Gesandten bothen ihm einige Geschenke an: allein er schlug sie höflich aus undsagte, er weigerte sich nicht aus einer chinesischen Verstellung, solche anzunehmen, sondernbloß um die Gewohnheit ihres Landes zu beobachten, da man von keinem Fremden einigeGeschenke anzunehmen pflegte, bevor sie an dem kaiserlichen Hofe erschienen wären.

Ran chew steht dicht an dem Flusse Ran an der Ostseite, in einer sehr angenehmen BeschreibungGegend. Die Stadt ist vlereckicht und mit einer hohen steinernen Mauer umgeben, die Her Stadt,ungefähr zwey englische Meilen im Umfange und vier Thore hak. Der Ort treibt starkeHandlung ; die Straßen sind schön gepflastert, und wohlgebaut. An der Ostseite steht eingroßer wohlgebauter Thurm.

Diese Stadt hat eine große Menge Tempel, welche mit Gemälden und Bildern schön Berühmterausgezieret sind. Einer darunter Ruil kye sti myau oder die Ruil kye sti Rirche, Tempel,kann unter die vornehmsten Kirchen in ganz China gerechnet werden ^).

Rundherum an den Mauern dieses Tempels waren viele Bettstellen für Reisende undPriester sich darinnen aufzuhalten. Denn diese Oerter dienen gemeiniglich zu Herbergen.

In dem Vorhofe an jeder Seite stunden zweene Riesen aus Gypse; der eine focht mit einemDrachen; der andere hatte einen Zwerg unter seinen Füßen, und ein bloßes Schwerdt inder Hand. Ueber den Fluß auf einem hohen Hügel stund ein Tempel mit einer kleinen arti-gen Capelle dabey, worinnen die Vorbeyreisenden Opfer brachten, um den Felsen und Un-tiefen zu entgehen. Wenn sie unglücklich sind, so schreiben sie die Ursache davon der Ge-ringschätzigkeit der Gaben oder sonst einem Versehen an ihrer Seite zu.

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«) Neuhof in Vgilb/s China auf der 50 und a?) Besser Si wha; denn so wird es ausgesprochen,folgenden Seite. -) Neuhof am angef Orte auf der 56 u. f. S.