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Fünfter Band.
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Reisen nach dem Reiche China.

1656 An dem Orte, wo die beyden Flüsse Lhang und Ran zusammen kommen, gebt eineNerchof. sänge Brücke von Booten, die mit Bohlen bedeckt sind, über den Fluß, an deren Ende' ^ 'ein Zollhaus steht.

Vannangan. Den iZten giengen sie bey der zerstöhrten Stadt Vannungam r) vorbey, welche

dicht an dem Flusse Ran an der Ostseite liegt. Die Tartarn ließen nichts stehen, was nuretwas merkwürdig war. Es scheint, sie sey ein ungemein angenehmer Ort, sehr regelmä-ßig gebaut, und voller Einwohner gewesen. Das umliegende Land hat des Jahrs zwoErndten; und nicht weit davon liegt ein Hügel mit einer Silbermine; das Gesetz aber ver-biethet , daselbst Silber zu graben.

An der Ostseite dieser Stadt ist ein Berg Chatt genannt, dessen Spitze in die Wolkenreichet; und doch ist er von unten bis auf den Gipfel mit Bäumen und Pflanzen bedecket.Lmgeiven, Ungefähr eine halbe Meile von diesem Orte sahen sie die beste kleine Stadt liegen,

Stadt. Lmgeiven genannt, welche von einem kleinen Arme des Flusses Ran beflossen wird, sieliegt aber ganz zerstöhxt, unh haben die Tartarn nichts als einen Triumphbogen stehen lassen.Pektin so. Sie kamen darauf zu einem ansehnlichen Dorfe pekkinja -?) genannt, welches sehr

unmuthig lag, und woselbst mit allerhand Schiffmaterialien ein großer Handel getriebenwurde. Man sieht an dieser Seite eine große Strecke Hin verschiedene auf eine erstaunlicheArt gehauene Felsen, die aber von den Tartarn zerstöhret sind. dTeuhof fand einen da-von vierzig Fuß hoch. Alan sieht dergleichen künstliche Felsen in des Kaisers Pallaste ä).Tay ko hyen. Den Abend spat kamen sie nach einer kleinen Stadt Tap ko c) an der Westseite desRan, gegen welchen sie hohe und starke Mauern hat. Sie steht in einer unmuthigen Ge-gend. Die Straßen sind schön genug gepflastert, aber klein und enge. Alle prächtige Gebäudesind von den Tartarn zerstöhret, außer einem hohen Thurme und einigen Götzentempeln.Kin un gant Den 29sten April kamen sie nach Rin un gam, welches von einigen Rpeganfu. genannt wird, der neunten Stadt vom ersten Range in Riang st. Sie steht in einer ber-

gichten Gegend, ungefähr vierzig Meilen von Tay ko, an der Westseite des Kanö. Siewird von hohen starken Zinnen beschützet. Inwendig aber sind alle prächtige Gebäude vonden Tartarn zerstöhret, denen sie widerstanden hat, außer wenigen Götzentempeln, worun-ter einer von der heutigen Bauart, in einem Eylande der Stadt gegen übersteht. Mansaget, in ihrer Nachbarschaft sollen Gold- und Silberadern seyn.

Gefährliche Der Fluß dicht an dieser Stadt ist wegen der Felsen und Untiefen sehr gefährlich, wel-Klippen. ^ von den Eingebohrnen Ze pa ran genannt werden, und erfahrne Lootsen fordern.

Kye schwr - Gegen Abend kamen sie hinter Rye sthwi e), feiner Stadt vom dritten Range). Siehyen. steht an dem Flusse Chane;, an welchem längst hin eine starke Mauer fünfzehn Fuß hochsteht. Sie hat anderthalbe Stunden im Umkreise und ist mit Bergen umringt.

Kya kyang Den folgenden Tag giengen sie bey Rpa kyang /) vorbey (einer Stadt vom drittenhyen. Range). Sie liegt an der Nordseite des Kans, ungefähr dreyßig englische Meilen vonRye scbwi, an dem Fuße eines Berges. Ein großes Stück von ihren Mauern ist aufden Bergen gebaut, und schließt gepflügte Felder mit ein. Die meisten Häuser sind von

den

r) In der Karte der Jesuiten: Watt ngan hven. ») In der Karte der Jesuiten: Tap ho bM.

«) Beym Thevenot: Pe kit sivcn. In der Karte der Jesuiten - Rr ngan l».

Sie sind durch ganz Wna gemein.