XIV Buch. I Capitel. 247
ben Tartarn zerstöhret worden. Es befindet sich hier ein alter Götzentempel, der wegen 1656zweyer Thore berühmt ist, deren jedes aus einem ganzen Steine besteht. Nicht weit da» tteuhsf.von liegt das Gebirge Mung, dessen Spitze in die Wolken reichet, und dessen Seiten mit BergMung.Gehölzen und Weiden bedeckt sind.
Gegen Abend erreichten sie Si>i-km F), (eine Stadt vom dritten Range), ungefährzwanzig englische Meilen vonRya kyang, welcher sie an Gestalt und Zerstöhrung gleich ist.
In der Mitte der Mauer, gegen den Aan, ist ein sehr hohes und wohlgebautes Thor.
Den 22sten giengen sie zeitig unter Segel, und kamen gegen Mittag vor Lung Fung chingching >ö), (eine Stadt vom dritten Range). Sie steht auf einem flachen Lande, ist vier- hye«.cckigt gebauet und mit einer hohen Mauer, über eine Stunde im Umkreise, umgeben. Ander Nordseite ist eine volkreiche, wohlgebaute Vorstadt. Unter andern Gebäuden sind auchzweene große und hohe Triumphbögen in den letzten Kriegen sehr verderbt worden. Vondem Gebirge pe chang, nicht weit davon, fallt ein starker Strom mit einem abscheulichenGeräusche herab.
Den 2zsten April kamen sie nach Nan «Hang, der Hauptstadt von Ayang st, mit Nanchangwelchem Namen sie auch von einigen genannt wird. Der Rath schickte sogleich einige sehr k"-bequeme Boote heraus, um sie wegen der Sandbänke ans Ufer zu holen. Nicht lange dar-nach kam er selbst, sie zu bewillkommen, und ließ auch den Mandarin pinxemou eines vonden zweyen Booten, die er für sich genommen, den Gesandten wiedergeben.
Den folgenden Tag gieng der Gesandte Goper, (denn Aeystr war etwas unpäßlich), DesTutangsmit seinem ganzen Gefolge den Turang oder Statthalter zu besuchen. Dieser bezeugte dem Höflichkeit.Dollmetscher sein Mißvergnügen, daß er den Gesandten zu Fuße brächte, und sagte: solchePersonen, die aus so entfernten Ländern kämen, Seiner kaiserlichen Majestät we-gen ihrer Siege und ihrer Wohlfahrt Glück zu wünschen, müßten mir großerPracht aufgenommen werden. Er war auch über die Mandarinen zu Kanton sehr unge-halten, und nannte sie Esel. Nachdem sich der Gesandte von ihm beurlaubet hatte: so brachteihm einer von des Tutangö Edelleuten ein schönes Pferd, und seinem Secretar ein anderes,worauf sie wieder nach dem Wasser ritten. Als die Gesandten unter Segel giengen: sowurden sie von dem groben Geschütze auf den Wällen der Stadt begrüßet. Der Turangwollte auch die ihm angebothenen Geschenke aus eben der Ursache nicht annehmen, welcheder große Turang von Kan chew angeführet.
VTan chang liegt ungefähr fünf englische Meilen von Lung ching, an der großen BeschreibungSee Po yang und wird von einem Strome, wie eine Insel umflossen. Sie ist viereckigt der Stadt,mit hohen Mauren und sieben Thoren, wovon viere sehr schön sind. Diese Stadt prangetmit vier prächtigen Tempeln, die sehr kostbar geschmückt, und voller Bilder sind. Der Berühmterberühmteste darunter Thi st kong genannt, ist mit glänzenden Ziegeln bedeckt. Bey dem Tempel.Eingänge stehen drey Gebäude zusammen; in dem erstem ist ein Götze Aou ya genannt;dr sitzt unter vielen andern aus einem kostbaren Stuhle, nach Art der alten Römer bekleidet,mit einem carmesinfarbenen Mantel, der über seinen Schultern hängt. An jeder Seite
stehen
«) In eben der Karte: Li shwi hpen, und F) In den Karten: Sin tu hpett.da liegt sie an der OsiseNe des Kans. L) In den Karten der Jesuiten: Tang ching
/) In den Karten Rpa kpairg hpen. hpcn.