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Fünfter Band.
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263
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XIV Buch I Capitel. 26 z

Außerhalb der Mauer an der Nordseite steht ein prächtiger Tempel mit einem hohen r 6 ; 6Thurme; der auf eine ganz besonders artige Weise gebauet ist. Man geht durch eine Wen- Neuhof.deltrepe hinauf, die nicht in der Mitte des Thurms sondern zwischen einer doppelten Mauer berühmtererbauet ist. Der Thurm an sich selbst ist ein Achteck von acht Stockwerken, jedes dreyzehn Tempel,und einen halben Fuß hoch; daß also die ganze Höhe hundert und zwanzig Fuß beträgt,dabey er denn seine gehörige Dicke hat. Die äußere Mauer ist mit dem Porcellane aus ei-nerley Erde, und voller ausgebrochenen Arbeit. Die innern Mauern sind von geschliffenem Schöne«Marmel von mancherley Farben, so glatt als ein Spiegel. Die Gallerien, deren neune Gebäude,sind, sind von Marmel, und mit mancherley Bildwerke ausgeschnitzt, mit schönen kupfer-nen Klöckchen an den Ecken derselben nach chinesischer Art. Die Fenster in diesen Galleriensind mit vergüldeten eisernen Stangen besetzt. Auf der Spitze des Thurms steht die Bild-säule der Göttinn, aus Gipse, welcher der Tempel gewidmet ist. Sie ist dreyßig Fuß hochund mit Gold und Silber ausgelegt. Die Bilder stehen rund um den Thurm herum undsind so artig gearbeitet, daß sie unter die größten Merkwürdigkeiten von China können ge-rechnet werden.

Pinxenton ließ seine Frau und Kinder in dieser Stadt; und ein holländischer Trompeter,welcher daselbst starb, wurde mit Bewilligung der Obrigkeit in einem Götzentempel begraben.

Als sie von Lin sing giengen, verließen sie den kaiserlichen Graben und kamen in den Vu chingFluß (6uey, da sie den Strom hinunter ostwärts segelten /), und den azsten bey der Stadt hyen.

Vu chin m), dreyßig Meilen von Ein frug kamen. Sie liegt sehr unmuthig an der Süd-seite des Flusses in den Gränzen von Schau rong, und ist mit einer viereckigten Mauerumgeben. An der Nordseite sind große Vorstädte, mit prächtigen Häusern wohlgebaut:die großen Gebäude aber sind von den Tarkarn alle zerstöhret und den Einwohnern ist sehrstrenge mitgespielet worden »).

Den 26sten des Brachmonats erreichten sie Au ching, den ersten Ort in der Provinz Ku chingPeking, zu welchem sie kamen, eine Stadt vom dritten Range, die unter Ho kyen fu hyen-steht. Sie liegt ungefähr drey und zwanzig Meilen von Vu ching, an der Nordseite desGuey in einer anmuthigen flachen Gegend. Die Mauern sind hoch und wohlgebaut, dieVorstädte sehr prächtig und alles voller Volk und Handel. Sie hielten sich hier nicht auf,und sahen auf ihrer weitern Reise an beyden Seiten des Flusses ganze Felder voller Baum-wollenbäume , welche einen starken Handel in den benachbarten Gegenden verursachten.

Den 2gsten kamen sie nach Ta chew, welches einige kyau o) nennen, ungefähr Ta chew.achtzehn Meilen von Au ching. Sie liegt an der Ostfeite des Flusses und ist mit einerMauer dreyßig Fuß hoch umgeben und mit Bollwerken und Wachtthürmen befestiget. Siesteht unter Ho kyen fu, ist wohlgebaut und mit verschiedenen Tempeln gezieret, hat aucheine große Vorstadt, die sich auf beyden Seiten des Flusses erstrecket.

Diese Stadt ist der große Mark von dem Sam fou, welcher aus Reiße gemacht und anstatt des Weines getrunken Wrd. Er wird von hier in alle Gegenden von China verführet.

Die Chinesen erzählten ihnen, ungefähr zehn Meilen von hier bey der Sradt Hyen /)wäre ein Teich, Vo genannt, dessen Wasser so roth als Blut würde, wenn man einen

Stock

m) So wirb sie hernachmals, den Zeichnungen o) In den Karten wirb sie U kyau hyen geschrie-gemätz, genannt; an diesem Orte aber steht: Utt'n. ben, »nd vier Meilen gegen Süden gesehet.

«) Neuhof in Vgilbys China aus der §4 und />) In den Karten: -Hyen hyen.folgenden Seite.