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Fünfter Band.
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Reisen nach dem Reiche China.

16 4 6 Indem dieses geschah, so waren die Mandarinen von Ranton und pmremon selbstNenhof. der sich doch auf der Reise so stolz aufgeführet, so geschafft, als Ablader, und halfen die

"—----Kisten herein bringen, worinnen die Geschenke für den Kaiser lagen. Der Kanzler selbst

Die Ge- nahm sie heraus, und fragte sie verschiedenes deswegen, welches ihm die Gesandten deutlichschenke wer- ^antworteten. Scaliger, der einen Dollmetscher vorstellte, versicherte, daß ihreAnkwor-den bchchci- ^ wahr wären; und wenn etwas vortreffliches herausgenommen wurde, so ließ er einen^' riefen Seufzer. Der Kanzler lobte verschiedenes von den Geschenken, und sagte, sie wür-den dem Kaiser sehr angenehm seyn.

Unterdessen kam von Seiner kaiserlichen Majestät Befehl an den Rath, Scaliger solltedie Gesandten wegen verschiedener Dinge, so wie oben gedacht worden, welche ihr Land undBetrügerey ihre Regierungsart beträfen, befragen, und ihre Antworten niederschreiben. Der Jesuitdes Jesuiten, that solches, sehte aber für sich betrüglicher Weise hinein: das Land, welches die Hol-länder itzo besaßen, hätte ehemals unter der Herrschaft der Spanier gestanden,und käme solchen von Rechtswegen annoch ZU. Allein, der Kanzler ließ ihn dieseWorte ausstreichen, weil er vermuthete, sie möchten dem Kaiser anstößig seyn, und sagtezu ihm: es wäre genug, daß man wüßte, daß diese Leure ein Land besäßen, undeine Art von Regierungsform unter sich härten.

Mittlerweile daß die Schreiber verschiedene Abschriften von diesem Aufsähe machten,ward der Kanzler Hungerich, und ließ einen Schweinebraten holen, wovon er, ob solcher gleichnoch halb roh war, so begierig und auf eine so säuische Art aß, daß er mehr einem Fleischer,Die Hollän- als einem vornehmen Herrn ähnlich sah. Sobald solches geschehen, befahl er dem Sohneder werden des alten Unterkönigs von Kanton, der sich am Hose aufhielt, ein Gastmahl für die Ge-bewirthet. sandten anrichten zu lassen. Als solches gebracht wurde, so sielen der Kanzler, und die übri-gen tartarischen Herren so begierig darauf, als ob sie den ganzen Tag noch nichts gegessenhätten: aber weder die Gesandten, noch Scaliger konnten von ihrer Kocherey etwas ge-nießen , indem das meiste von ihren Speisen noch roh war. Als Seine Excellenz solchesgewahr wurden, ließen sie die Schüsseln wegnehmen, und Früchte und Confect aufsehen,wobey sie die Gesandten anlagen, das Uebrige von dem Essen nach Hause zu schicken, wel-ches sie höflich ausschlugen /).

Russischer Scaliger berichtete ihnen, es wäre vor ungefähr vier Monaten ein Gesandter aus

Gesandte. Moscau, mit einem Gefolge von hundert Mann m), angekommen, um sich Erlaubniß aus-zubitten, daß sie des Jahrs einmal kommen, und in China handeln dürften. Allein dergroße Khan schien nicht geneigt zu seyn, ihnen solches zuzugestehen. Weil der Abend herankam: so nahmen die Gesandten Abschied von der Versammlung^ und kehrten nach ihrerWohnung zurück, da sie denn der Jesuit mit großer Pracht begleitete, welcher von vierMann in einem palankin, oder einer Sänfte, getragen, und von vielen ansehnlichen Per-sonen zu Pferde begleitet wurde.

Den folgenden Tag setzten die Gesandten, auf des Kanzlers Ersuchen, schriftlich auf,für wen die verschiedenen Geschenke bestimmt wären, und schickten ihren Secretär Baron

mit,

/) tteuhof in Ggilb^s China, auf der io6 wenn wir auf die Tartarey kommen,und folgenden Seite. Der ^.r pu, oder der RrAterstiM ^

Dieß muß Saedor Jacorvitz Borcof ge- Reckue, ist das dritte von den sechs höchsten Ge-wesen seyn, dessen Reisen wir mittheilen werden, richten, dessen Geschaffte unter 6"öern Dingen stt-