Band 
Fünfter Band.
Seite
271
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XIV Buch I Capitel. 271

??? mit, einige fernere Fragen zu beantworten. Als solches geschehen, so kamen Tong Lau ya:und die beyden andern Mandarinen zurück, den Gesandten zu melden, die Geschenke warenSeiner Majestät, dero Mutter, und der Kaiserinn sehr angenehm; Seine Majestät möch-ten aber noch gern fünfzig Stück von der weißen Leinewand haben, um die SohnsfrauenW der kantonischen Unterkönige damit zu beschenken: allein sie konnten nur noch sechs und* dreyßig Stück bekommen.

Den zten August vernahmen sie, daß ein'Gesandter von dem großen Mogul mit einem^ zahlreichen Gefolge zu Peking angekommen, um einige zwischen beyden Nationen kürzlichentstandene Streitigkeiten beyzulegen, und die Freyheit zuschalten, daß ihre Priester inChina predigen dürften, welches eine Zeitlang bey schwerer Strafe verbothen gewesen. Die! Geschenke, welche er brachte, bestunden aus dreyhundert sechs und dreyßig schönen Pferden,zweenen Straußen, einem Diamante von einer außerordentlichen Größe, und verschiedenenandern kostbaren Edelgesteinen. Weil diese Seiner Majestät eben so angenehm waren, alsder Holländer ihre, so verschafften sie ihm eine schleunige Abfertigung in seinem Geschäffte.

Die Gesandten wurden von den Herren des Hofes und Mandarinen öfters besuchet,Mch welche noch immer wegen der obgemeldeten Sachen verschiedene Fragen an sie thaten. Zuletztschickte der Kaiser, den zisten des Heumonats, folgendes Befehlschreiben an die Herrendes Reichsraths.

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Großachtbarer und würdiger Li pu »),

,Es sind die Gesandten von Holland mit ihren Geschenken hieher gekommen, dem Kaiser„Glück zu wünschen, und Ihm ihren Gehorsam zu erweisen, welches vordem noch niemals„geschehen ist. Weil nun dieses das erstemal ist: so halte ich es für gut, sie als Gesandte--anzunehmen, und ihnen die Erlaubniß zu ertheilen, vor mir zu erscheinen, und mir Ehr-»erbiechung zu erweisen, wenn ich in meinem neuen Pallaste auf meinem Throne sitzen werde,„damit sie eine geneigte Antwort, und eine baldige Abfertigung zu ihrer Rückreise, erhalten„mögen. Noch mehr, da die Glückseligkeit mich zu sehen, verursachet hat, daß sie die„Beschwerlichkeiten ihrer langen Reise zu Wasser und Lande vergessen, und sie, ohne ihre„Augen zuzuschließen, vermögend sind, den Glanz der Sonne am Himmel zu sehen; wie„können wir ungnädig gegen sie seyn, oder ihnen ihr Ansuchen versagen? o).

Nach Durchlesung einer neuen Uebersetzung von den Beglaubigungsschreiben der Ge-sandten, welche Scalrger gemacht hatte, schickte der Kaiser einen zweyten Brief von ebender Art an den Reichsrath. Der Kanzler verlangte hierauf zu wissen, ob die Holländernicht jährlich, oder wenigstens alle zwey oder drey Jahre, nach Peking schicken könnten, denKaiser zu begrüßen. Sie antworteten, alle fünf Jahre würde sichs besser thun lassen: dochbathen sie, daß ihnen erlaubt seyn möchte, jährlich mit vier Schiffen zu Kanton zu handeln.Darnach forderte der Kanzler den tartarischen und chinesischen Reichsrath zusammen, umdie Vorschläge der Holländer in Erwägung zu ziehen, und führte an, es würde für.sie schongenug seyn, wenn sie alle fünf Jahre kämen, den Kaiser zu begrüßen.

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Gesandten anzunehmen mid zu beurlauben. Neu-hof überseht Li pu, oder Li peos, wie er esschreibt, durch Räthe.

v) Der lehte Theil dieses Brieses ist aus demTher-enot genommen, und ist von dem beym Lar-pemier und Ggilbzr unterschieden, scheint aberächter zu seyn.

1656

Nerchof.

Die Ge-schenke sindangenehm.

Gesandtervon demMogol.

Befehl desKaisers,

zum Bestender Hollän-der.