Band 
Fünfter Band.
Seite
272
JPEG-Download
 

272

Reisen nach dein Reiche China.

16 z 6 Die meisten von den Tartarn waren dieser Meynung. Jedoch die Chinesen, die ihnen

Neuhof. noch mehr Gewogenheit zeigen wollten, verlangten, daß man sie nur alle neun Jahre sollte

'-^^ wiederkommen lassen, indem sie sich einbildeten, man würde ihnen auch wahrender Zeit nicht

Betrügliche erlauben, zu Kanton zu handeln. Sie gaben auch zu verstehen, es möchten unter demStaatsbe- Namen der Holländer, die Engländer einen Zutritt finden, welche vor ungefähr dreyßig

diente. Jahren mit vier Schiffen in den Hafen Heytamon gekommen, wo sie vier mit Salz bela-

dene Fahrzeuge entführet, den Mandarin zum Gefangenen gemacht, und ein Fort niederge-schossen ; weswegen sie für Feinde des Reichs erklärt worden. Sie setzten hinzu, daß außerdem, daß es den Gewohnheiten des Landes zuwider wäre, ihnen in irgend einer Gegend desReichs eine freye Handlung zu erlauben, eö auch aus den Beglaubigungsschreiben der Ge-sandten nicht erhellte, daß dergleichen gesucht würde; so daß daraus zu schließen wäre, siehätten ihre Befehle übertreten /).

Listige Issui- Die Gesandten erstaunten über dieses Verfahren nicht wenig: Denn sie hielten es fürten. ausgemacht, daß der Kaiser bereits durch sein Schreiben an den Unterkönig von Kanton, den.Holländern eine freye Handlung in diesem Hafen völlig zugestanden; und daß sie bloß nachPeking gekommen, Seiner Majestät für diese Gnade Dank zu sagen. Sie erfuhren Sca-ligers und einiger andern Jesuiten Ränke, welche von den Portugiesen bestochen worden, umsich den Absichten der Holländer zu widersetzen. Damit diese Missionarien ihren Endzweckerreichten, so bemühten sie sich, die Tartarn durch solche falsche Nachrichten einzunehmen,als zu Kanton waren ausgebreitet worden, und gaben zu verstehen, Makau würde ganzverarmen, wenn man ihnen eine Handlung zugestünde.

Trügerische Am meisten nahm es die Gesandten Wunder, daß sie jähen, wie sie von den kantoni-Unmkönige. scheu Unterkönigen wegen des Geldes hintergangen worden, welches sie ihnen ausgezahlet,um den Kanzler, und einige andere Reichsräthe, dadurch für sie zu gewinnen. In dieserNoth versuchten sie allerhand Mittel. Eins war, daß sie dem Reichsrathe vorschlugen,man möchte sie so wie Unterthanen in China leben und handeln lassen, unter weicher Bedin-gung sie denn die gewöhnlichen Steuren und Gaben zu bezahlen versprachen, so wie die vonLiegiow, Ainiam, und Siam §), und den Kaiser alle drey Jahre mit Geschenken be-grüßen wollten.

Allein, die Gesandten konnten nach allen ihren Bemühungen, aus Mangel des Geldes,nichts ausrichten; und weil sie auch nichts, auf acht oder zehn vom Hundert des Monats,Billiger Dbv- aufnehmen wollten: so entschlossen sie sich, sich an den Kaiser selbst zu wenden. Unterdessennarch. hatte Seine Majestät sich erkundigen lassen, wie weit der Reichsrath in der Sache gekom-men wäre; und da er vernahm, daß sich die Gesandten erbothen, alle fünf Jahre zu kom-men, ihn zu begrüßen, so geruhte er, acht dafür zusetzen, und führte dabey an: FünfJahre waren kaum Zeit genug zur Hin - und Herreise, wenn sie nur bey Tagereisen wollten, und man müßte ihnen doch auch zwey oder drey Jahre erlauben,zu Hause zu bleiben. tVarum sollten wir sie auch außerdem so beschweren, fehleer hinzu, da sie meiner nicht bedürfen, und mich nicht fürchten, sondern ausbloßer Ehrerbiethung und Zuneigung kommen, mich zu begrüßen, und mir ihreGüter und Geschenke anzubiethen?

Diese

x) Neuhof in Ggilbys China auf der ivK und Beym Carpentier, Leegiouw, Miam undfolgenden Seite. Gram. Beym Thevenotr Anngm und Lmi>

grouw Siam.

«W,

,«W>

.Oltts

Minse

k'Telm

Wete,

kiWck

mherW

Mim

2! M

riipmm

Mim

Muli!ch> VoHü, nutzril», und

»k; Ar

?MS>W

Den;

des

N

L Atz

«Nch

Ä scher

'lHnir

>«Allte

S«lar