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Fünfter Band.
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XIV Buch II Capitel.

Der l Abschnitt. ME»««,

Eme Nachricht von Koxmga oder Ching ching kong und wie er Taywan ' ^

und Formosa den Holländern abgenommen.

Ching chi longs großes Glück. Er strebet nach mosa den Holländern ab. Sie schicken einedem Reiche; wird von den Tartarn gefan- Gesandtschaft an den Unterkönig nach Fo kyen.gen. Kvxinga, sein Sohn, widersetzet sich den- Es werden die Agenten ernannt,selben öffentlich. Er nimmt Ta wan oder For-

/Ahe wir uns in die Erzählung von der Gesandtschaft einlassen, wird es dienlich seyn, daß Ching äst^ wir einige Nachricht vom Roxinga und wie er Taywan den Holländern abgenommen, longö Glück,ertheilen, als welches die Gelegenheit dazu gewesen ist. Dieser Roxinga ä) war ein Chi-nese, der Sohn des Thing chi long c), welcher von den Ausländern Iquon, Ikoanund Eguan genennc wird. Er war in einem Flecken an der Küste Lo kyen gebohren.

Sein Vater war sehr arm und wie einige sagen ein Schneider. Er diente erstlich den Por-tugiesen zu Makau und hernach den Holländern auf der Insel Formosa, woselbst er baldhernach ein großer Kaufmann durch den japanischen Handel und zuletzt ein Seeräuber ward.

Von diesem kleinen Anfange erwarb er eine große Flotte und unermeßlichen Reichthum. Derganze auswärtige Handel von China war in seinen Händen. Er fuhr deren Waaren in sei-nen eigenen Schiffen aus und brachte die indischen und europäischen zurück. Weil er alsodie Kaufwaaren von Indien im Besitze hatte: so verkaufte er solche an die Portugiesen zuMakau, an die Spanier in den philippinischen Eylanden, an die Holländer zu Formosaund Batavia und an die Einwohner von Japan. Kurz, er wurde so reich, daß er eineFlotte von tausend Segeln ausrüsten konnte, und anfing, nach dem chinesischen Thronezu streben

Dieses dachte er durch Ausrottung der Familie des Tay minga ins Werk zu richten; Er strebetund als die Tartarn im Jahre 1644 das ganze Reich, außer den Landschaften Lokyen, nach dem(D.uancz tong und «Duang sr überwältiget hatten: so hielt Thing chi long dieses für eine ^ " ^bequeme Zeit, seine Absicht auszuführen, welche er unter dem Vorwande versteckte, daßer wider die Feinde die Waffen ergreifen wollte, mit denen er doch ein geheimes Verständ-niß hatte. Zu der Zeit, da die Tartarn in Lo kyen einbrachen, wurde er von dem Kai-ser Lun gun H zum Feldherrn über seine ganze Macht erkläret. Weil die vornehmstenBefehlshaber alle seine Verwandten oder Geschöpfe waren: so wurde alles so gleich den Tar-tarn übergeben, die ihn zur Belohnung zum Könige von pingnan /) oder dem südlichenTheile von China erwählten, ihn mit Geschenken überhäuften, und ihm sehr große Ver-sprechungen thaten.

,, sammengetragen von Arnoldns kNonranns; ver-ilill--' tnglischt und mit «lehr als hundert unterschiedlichenM' Kupfern gezieret von Jokamr Vgilby, Esq. Obrr-^ ausseher über die königliche» Lustspiele und Ergötz-ljchktNen in Irland. London, bey Thomas John-son 1671.

, M, ä) Von den Chinesen: Lhung ching kong.

Nn z Alles

c) Brom Montanus: < 5 hr'm chi lung.

</) Er wird dessen von den chinesischen Geschicht-schreibern nicht beschuldiget. Siehe du -HaldensChina I Band auf der 91 Seite,e) Es soll Long vu heißen.

/) Sie erbothen sich, ihn zum Könige zu ma»chen; er schlug es aber aus. Siehe du -Halde.