Band 
Fünfter Band.
Seite
305
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X!V Buch M Capitel.

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Die Tartarnnehmen Ainwj weg.

Den Nachmittag fing der Seeoberste vier Junten auf, die von Ouemtti zu den Tar- r 6 6ztarn giengen.. Einige von ihre«» Mandarinen kamen, um ihre Loslassung anzuhalten, und Momanus.führten an, sie wären von dem Statthalter von Lhing chew o) eingeladen worden. Weil Biertunkener aber ein Schreiben von Gwan chew hatte, niemandes zu schonen,'unter was für einem werden weg-Vorwande es wollte, sondern alle zu Gefangenen zu machen: so erklärte er sie für gute Prisen, genommen.Dennoch aber schickte er zwo fort und behielt zwo für sich.

Li ps vi, der tartarische Feldherr, welcher begierig war, etwas Neues zu hören, kamden Fluß Chin chcw />) herab, und schickte zum Seeobersten, zu vernehmen, was er fürGlück gehabt hätte. Durch einen andern Brief aber gestund er nachgehends, er hätte dasGefechte von einem Hügel, wiewohl in einer großen Entfernung, mit angesehen; die Ehredes Sieges käme den Holländern ganz allein zu; und er versprach, ihre guten Dienste beyerster Gelegenheit dem Kaiser zu melden.

Unterdessen hatte der Feldherr seine Reuterey zu Amwi ans Land gesetzet; er griff dieStadt dieses Namens plötzlich an und nahm sie mit Sturme ein. Alle Einwohner wurdenniedergehauen und ihre Häuser geplündert. Den folgenden Tag schickte er ein Schreibenan den Seeobersten, ihm diese Zeitung zu berichten, und ersuchte ihn um eine Zusammen-kunft daselbst auf den folgenden Tag. Der Oberbefehlshaber gieng darauf mit seinem Un-terbefehlshaber und einem Hauptmanne ans Land. Er wurde von dem Feldherrn und sei-nen vornehmsten Mandarinen in des jungen Aing spas Hause empfangen, woselbst sie ein-ander viel Ehrenbezeugungen und Glückwünsche wegen ihrer beyderseitigen Siege machten.

Li po vi versprach, auf Bores Ersuchen, es sollten die holländischen Güter zu Hsk syewverkauft werden; sie wollten den Feind ohne Verzug aus den andern Eylanden vertreiben,und die Holländer sollten die ganze Beute von denselben haben; er konnte ihnen aber nichtversprechen, daß ihnen die Tartarn beystehen sollten, wenn sie Formosa-angriffen. Er be-schenkte ihn auch mit vierzig Ochse» und einigen Schafen von denen wenigen, die zu Amwigefunden worden.

Wahrend der Zeit kamen einige chinesische Bauren an Bord, die einen Paß nach denTartarn verlangten, denen sie sich durch Abschneidung ihrer Haare und Bezahlung einesTributs unterwerfen wollten. Sie sagten, die Feinde wären alle ben Nacht geflohen,, eswußte aber keiner wohin. Dieses wurde für eine bequeme Gelegenheit gehalten, dem Un-terkönige und Feldherrn das Schreiben und die Geschenke von Maerzuikern und dem Ra-the zu Batavia zu überreichen, welche zuerst abgeschlagen worden. Ll PS vi, zu welchemdie Bothen kamen, sagte : „das Schreiben ihrer Excellenzen wäre ihm sehr angenehm,

„doch käme es ihm sehr fremd vor, daß sie ihm Geschenke schicken wollten, da sie doch„ wüßten, daß es nicht gewöhnlich sey, einige anzunehmen. Indessen wollte er sie von ih-„ nen annehmen, wenn man sie im Kriege gebrauchet: könnte „. Weil man ihm nun sol-ches leicht überredete: so befahl er, sie unexöffnet nach seinem Zelte zu bringen und begegneteden Abgeordneten auf eine sehr edle Art.

Den 2 zsten segelte die holländisthe und tartarische Flotte nach dein Eylande Gou tss, Die Eylandewoselbst sie bey ihrer Landung fanden, daß der Feind geflohen war, worauf sie drey neu er- ts»baute Forts in Besitz nahmen. Eines von denselben hatte ein Eastell; welches zwar nichtschön, aber doch sehr stark war. Die Wälle und Brustwehren waren drey und zwanzig

Fuß

DieChmtsevfallen ab.

o) Besser Chang chew fu.

Allgem. Reisebeschx. V Band.

/») Besser Lhang.

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