Band 
Fünfter Band.
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309
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XIV Buch III Capitel. Z 09

7 ten traf Hauptmann poleman, welcher mit sechs Kriegesschaaren, jede von vierzig Mann 16 6 zans Land geschickt wurde, den Feind eine Seemeile vom Gestade an, und scharmüßelte mit Mcmramrs.ihm, da denn fünf Mann nebst einem Hauptmanne verwundet wurden und ein Fähndrich ^ '

blieb. Als aber noch drey Schaaren ihm beyzustehen abgeschickt wurden: so wurden dieEyländer in Unordnung gebracht, und achtzehn geschlagen. Eben der Herr wurde den Rennach der Kirchbay und dem holländischen Fort geschickt; er traf aber niemand an, und brachtenur siebenzig Ochsen außer den Schafen und Ziegen mit. Die Holländer bekamen von Zeitzu Zeit mehr Lebensrnittel und fünfzehn eiserne Stücke. Zwölfe davon, welche von dreybis acht Pfund schössen, waren ehemals ihre gewesen; die andern dreye waren von den Chi-nesen gegossen worden. Die Eingebohrnen brachten auch ihre Ziegen und ihr Federvieh zuihnen, welches sie als ein Zeichen der Unterwürfigkeit ansahen, wie solches in denen Pässenausgedrückt ward, die sie ihnen gaben.

Den izten segelte die Flotte ab und ankerte nahe bey dem Castelle Zelandia, auf der fordert TayInsel Tay wan. Weil aber die Holländer keinen Bothen vom User, uno noch weniger ^aneinige Anbiechung, das Land zu übergeben, erhielten: so wurde beschlossen, man wollte diezwo tartarischen Junten und zwo Fregatten nach Tan koya schicken, die Briefe von demUnterkönige und dem Feldherrn zu überbringen.

Nachdem sich der Unterbefehlshaber mit allen seinen Fregatten einen Canonenschußweit dem Castelle Zelandia genähert hatte: so wurde den Men dem Seeobcrsten eine Ant-wort von den Statthaltern geschickt. Dieses Schreiben war mit Schmähungen wider dieTartarn angefüllt, und rückte den Holländern vor, daß sie einige von ihren Gefangenenden Tartarn überliefert hatten; es meldete ihnen, wenn sie Lust hätten, mit Se pwanoder Ring sya wegen Aufrichtung eines Handels sich in einen Vergleich einzulassen, so soll-ten sie ihre Gesandten anS Ufer schicken; es gedachte aber von Uebergebung des Landes ansie nicht ein Wobt.

An eben dem Morgen kamen zweene Abgeordnete von Gyau tong rsyong, Oberbe- Vorschlägefehlshaber der feindlichen Macht in dem südlichen Theile von Formosa, mit den Hol- von einemländern Unterhandlung zu pflegen. Der holländische Seeoberste erstaunte, als er vernahm,daß dieser chinesische Feldherr sieben tausend Mann bey sich hätte, so sehr, daß er nichtwußte, wozu er sich entschließen sollte. Endlich wurde in einer Berathschlagung beschlossen,sie wollten ihm fünftausend Taet japanisches Silber anbiethen, um ihn auf ihre Seite zubringen. Diesem zu Folge wurde der Secretär mit einem Briefe deswegen an ihn abge-fertiget. Um eben die Zeit wurde ein anderer an die Statthalter von Tay wan geschickt,der ibnen vorschlagen sollte, unter anständigen Bedingungen Unterhandlung mit ihnen zupflegen. Mittlerweile wurden achthundert Soldaten, die in sechzehn Compagnien abge»theilet waren, ans Land gesetzet, und hatten unter einem Hügel ihr Lager aufgeschlagen.

Der Secretär brachte den Listen zurück, der chinesische Feldherr wäre gesonnen, mit chinesischenviertausend bewaffnete Mann zu den Schiffen zu kommen, um nach der Küste von China Befehlsha-übergeführet zu werden, wofern ihm der holländische Seeoberste zehntausend Tael zahlen ^wollte; fünftausend, so bald er Geisel gäbe, um sie unter seinen Kriegesleuten auszutheilen;

O. q z und

,) Oder pong htt, die vornehmste Insel unter «?) Er war auch einer von den Befehlshaber« zuihnen allen. Tap wan, wie aus einem von ihren Briefen an

Bon erhellet.