XIV Buch IN Capitel. ZI7
Nachdem Hogenhoek ein oder zwo Schalen Thee getrunken, so beurlaubte er sich, 1664
und wurde von den Abgeordneten bis aus der Thüre begleitet. Als er den folgenden Tag den Montan»«.Statthalter besuchte: so tadelte solcher die schnelle Abreise der holländischen Flotte, und sagte:' ^ '
wenn sie noch fünf oder sechs Tage gewartet hätte: so hätte sie die Zeitung von des Kaisers die Hot-Gewogenheit gegen den König von Jlakarra, (worunter er Mastzuikern verstund) über- "bringen können: allein der Seeoberste wäre zwey Jahre hintereinander stets in solcher Eil-fertigkeit gewesen, daß er von keinem Menschen Abschied genommen. Dieses, setzte er hinzu,hat man so übel empfunden, daß deswegen an den Statthalter von Indien geschrieben worden x).
Den 6ten kamen einige chinesische Kaufleute, die zurückgelaßnen holländischen Waaren Ihr« Preisezu besehen, und sich zu erkundigen, was der Factor überhaupt dafür haben wollte. Als er werden er-jagte , man sollte sie ihm eben so bezahlen, als zu Nobles Zeit: so lachten sie, und erwie- korjchtt.dorten: sie hätten damals ihre Güter ziemlich theuer verkauft, weil es das erstemal gewesen,daß die Holländer einige Waaren gebracht, welche zu kaufen, den Chinesen bey Todesstrafevordem verbothen gewesen. Sie erwarteten itzo, daß sie von dem Preise etwas herab lassenwürden. Sie bothen also für Amber von zwölf Gulden acht Tael; für Camfec von dreyund zwanzig Realen achtzehn Tael; für eine Elle Scharlach sechs Tael, u. s. w. wobey sieversprachen, ihnen die rohe Seide um den Marktpreis zu lassen. Hogenhoek bath sicheine Frist aus, dieses zu überlegen.
Unterdessen war der Feldherr nach der Stadt gekommen, und ließ ein Stück Kronraschzu einem Zelte von ihnen holen. Der holländische Factor forderte vierzig Tael dafür; desFeldherrn Bedienter aber antwortete, wenn die Kaufleute so viel dafür gäben, so müßte essein Herr für acht und dreyßig bekommen, weil er es für sich selbst brauchte, wofür es ihmHogenhoek auch ließ.
Den i2ten meldete ihm der Feldherr, den er besuchte, der Kaiser hätte befohlen, seine Besuch beyVölker mit den Holländern zu vereinigen, um Tay wan wieder zu überwältigen. Weil dem Feld-dieses nun eine Gnade wäre, die zuvor noch niemals weder unter der chinesischen noch tarta- ^rrn,rischen Regierung geschehen: so müßte höchstnothwendig ein Gesandter mit Danksagung undGeschenken an Seine Majestät geschickt werden; und da er Seiner Majestät berichtet, dervorige Ho bou , womit er Noblen meynte, wäre nach Batavia gegangen, um deswe-gen Verordnung zu holen, so würde es nicht rathsam seyn, wenn jemand anders an seineStelle käme. Da Hogenhoek antwortete, er könnte ihn nicht gewiß versichern, daß No-ble würde geschickt werden: so schien solches dem Feldherrn zu misfallen: doch drückte ersein Misvergnügen nur über Borrs schleunige Abreise aus, und sagte, der Feind würdevorher haben können völlig überwunden werden: er aber hätte sich angestellt, als wenn erdurch seine Vcrhaltungöbefehle enger eingeschränkt wäre, als er es in der That gewesen.
Von hier gieng Hogenhoek zum Statthalter, wo er zur Tafel gebethen worden, und demUnterwegenS begegnete ihm ein Mandarin, welcher ihm melden sollen, es wäre Zeit, daß Statthalter,er käme, weil die Abgeordneten bereits da wären, unter welchen der Statthalter saß. DieStühle waren mit Damaste bedeckt, welcher reich mit Golde gestickt war. Die Abgeord-neten entschuldigten sich, daß sie Hogenhoeken nicht besucht, weil sie alle ihre anbefohlenen
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-r) Montan»« in Ggilch's China, auf der 178 der oberste Factor, oder derjenige verstanden wirb,und folgenden Seite. welcher die holländischen Angelegenheiten vornehm-
7) OderHo pou, das ist: Vorsteher, worunter lieh besorget.