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XlV Buch M Capitel. z^9
Schreiben gelesen würde. Als solches geschehen, so wurde ihm das Schreiben von demvornehmsten Abgeordneten auf seinen Arm gelegt, für welche Ehre er sein Haupt emigemalehintereinander, noch immer kniend, neigen mußte. Eben dieselbe Ehrerbiethung verrichteteer auch für die tausend Tael und seidenen Zeuge.
Nach diesem sehten sich die Großen unter einen Himmel, und nöthigten Hogenhoeken,sich neben ihnen zu sehen. Sie ließen eine große Kanne Milch, mit pekingischer Butter undBohnenmehle vermischt, bringen, und trunken solche. Der Unterkönig begab sich hieraufzuerst zurück, darauf der Feldherr, und endlich die beyden Abgeordneten, der Holländer,und die Statthalter. Der Factor ließ des Kaisers Schreiben einem von seinen Leuten aufden Rücken binden und also tragen, die Geschenke aber in pallakinen wegbringen. DieStraßen waren gedrange voll Leute, welche die Trummeln rührten, und auf musikalischenInstrumenten spielten, und zusammenliefen, sie vorbey gehen zu sehen.
Als er nach Hause kam, wurde er von zweenen von des Kaisers pwe tsyen tspe mitdreyen Ehrenschüssen bewillkommet, und die Trummeln und Pfeifen spielten eine Stundelang vor dem Briefe. Dieses thaten sie nur, um Geld zu gewinnen, und Hogenhoek hatteBefehl, ihnen etwas mehr zu geben, als U^oble im vorigen Jahre gethan hatte. Er statteteauch den folgenden Tag den Abgeordneten besonders Dank ab; weil es sich kaum ereignet,daß der Kaiser jemanden solche große Geschenke vordem gegeben hat.
Seiner Majestät Schreiben, welches sich anfing: Zjch Asng hi sende dieses Schrei-ben dem holländischen Seeobersten, Balthajar rc. enthielt nichts weiter,,als eine Danksa-gung an den Seeobersten für seine treulichen Dienste, weswegen der Kaiser verlangte, ersollte seine Geschenke annehmen und seinen Brief ehren. Hoczenhoek gieng hierauf denfolgenden Tag mit seinem ganzen Gefolge zu dem Unterkönige, dem Feldherrn, und den Ab-geordneten des Kaiseks, ihnen zu melden, daß er darüber miövergnügt wäre, daß SeinerMajestät Schreiben nichts von ihrem Handel in China, ihrer Niederlassung daselbst, oderdavon Erwähnung gethan, daß dero Flotte mit der ihrigen nach Tap wan gehen sollte,wie solches von ihren Hoheiten oftmals versprochen worden. Es erhellte daher nunmehraugenscheinlich, daß sich der Seeoberste nicht ohne Ursache über ihre Unbeständigkeit bekla-get hätte; weil man fände, daß nichts von allen ihren mündlichen Versprechungen und Ver-sicherungen wahr wäre b); und der oberste Statthalter würde es sehr übel nehmen, daß siezwey Jahre lang aufgehalten worden, und nichts weiter, als schöne Worte erhalten hätten.
Hierauf antwortete der Unterkönig mit erzürntem Gesichte, der Kaiser hätte den Hol-ländern die Handlung versprochen: es müßte aber alle zwey Jahre ein Gesandter geschicktwerden; was die Sache wegen Täy wart beträfe, so wären sie bereit, mit ihnen zu gehen,solches zu erobern, wenn ihre Flotte von Batavia zurück käme: Sollte auch ein Gesandtermit kommen, so wollten sie ihn sogleich mit Briefen und Empfehlungsschreiben nach Pekingabfertigen; und er könnte sie versichern, sie würden einen beständigen Handel erhalten, mitder Erlaubniß, nach Belieben zu kommen und wegzugehen, und außerdem würden sie auchnoch eiir Eyland oder ein anderes Stück Land bekommen, wo sie, ohne gestöhrt zu werden,wohnen könnten. Hogenhoek erhielt eben dergleichen Antwort von dem Statthalter: alleinder Feldherr Li ps vi schien höchst misvergnügt zu seyn, und sagte: sie sollten mit sol-chen großen Geschenken, und dem gesiegelten Briefe von dem Raiser, worinnen
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S) Es kann in der That nichts härterS gesagt werden, ivenn auch diese Beschuldigung wahr wäre.
1664
Montanas.
des kaiserli-chenBriefts.
Streitigkeit
darüber
mit dem Un-terkö.nige