Band 
Fünfter Band.
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Reisen nach dem Reiche China.

,666 sie für diese Freyheit vierhundert Tael Silber gebothen hatten. Diesen Tag wurden alleMontanas. Geschenke an das land gebracht, deren man bey den obengemeldeten Herren Erwähnung

'---gethan hatte. Diese wurden zugleich um einen Geleitöbrief ersuchet, damit ein Boot von

ihren Schiffen sicher ab- und zu fahren könnte, und man also wissen möchte, wie die Sachenalle Tage am Borde stünden. Denn die Junten bewacheten die Schiffe so genau, undwollten niemanden davon ab- und zu gehen lassen. Der Feldherr versprach einen Geleits,brief, der aber allemal erneuert werden sollte, so oft das Boot wiederum zurück käme.Allein die Holländer hatten dem ungeachtet viel Mühe, und mußten lange warten, ehe sieeinen erhalten konnten.

Man suchet Man hatte den Holländern versprochen, daß sie, so bald die Geschenke an das LandeinenHandel gebracht worden wären, die Erlaubniß zu handeln haben sollten. Weil sie aber nichts Ivei<aufzurichten. davon hörten: so schrieb der Gesandte den ryten deswegen an den Unterkönig und an denFeldherrn. Der erstere antwortete, er wunderte sich, wie die Holländer so eilfertig seynkönnten, da doch der Gesandte vor dem neuen Jahre nicht nach Peking abgehen dürfte,und alle ihre Güter in vier oder fünf Tagen verkauft werden könnten. Indessen erlaubteihnen Seine Hoheit den Preis der Güter mit den Faetoren zu bestimmen, und ihren Han-del in geheim zu treiben bis Befehl von Hofe anlangte: denn er wüßte nicht, ob nichtvielleicht der Kaiser einen Theil von ihren Waaren, wo nicht ganz, zu kaufen Willensseyn möchte.

Manbemäch- Den obsten giengen ein holländischer Hauptmann und der Secretär an Bord, umtigt sich der Nachricht von denen Gütern einzuziehen, welche die Chinesen von Batavia mit gebrachtchinesischen hatten. Diese bestunden vornehmlich in Silber, Campher, Korallen und kleinen Perlen.Guter, Sie wollten sich hiernächst auch alles ihres Geldes und ihrer Waaren, die von einigem Werthewaren, bemächtigen. Denn der Gesandte hatte in einer von ihren Kisten spanische Stückevon Achten und japanische Bootmünzen gefunden, die in der Summe tausend Reichsthalerbetrugen, und scharf verbothen waren. An eben diesem Tage giengen die Kaufleute, plo-b!e und Harthower, auf Anregung des Unterkönigs, des Feldherrn und des Statthal-ters ab, um wegen des Handels mit den Faetoren in Unterhandlung zu treten. Diese er-stauneten ganz über die große Menge von Alaun., Golddrat und auch Gold, welche die Hol-länder verlangten.

Zwcene Tage hernach gieng einer von den Faetoren des Feldherrn zu dem Gesandten,und sagte zu ihm, daß er bey diesem Herrn, dessen Günstling er wäre, nicht viel auörich-ten könnte. Er gab aber Seiner Excellenz den Rath, daß er ihm ein anderes Geschenkvon Blutkorallen machen sollte, welches, wie er versicherte, nicht vergebens seyn würde.Dan Hoorn beschenkte den Factor mit zehn Ellen rothem Tuche für seine guten Dienste,und gieng den 29 sten mit einem Geschenke von Korallen ab, um den Feldherrn zu besuchen.Dieser sagte zu ihm, er möchte nur bald nach Peking abgehen. So bald als man die Ge-schenke würde in Augenschein genommen haben, welches in zween oder dreyen Tagen gesche-hen könnte, sollte der Handel seinen Ansang nehmen,welche der Den isten des Weinmonats langte ein Mandarin mit Befehlen von dem FeldherrnFeldherrwie- an, um alle Chinesen nebst ihren Gütern von derFlotte abzufordern, weil sowohl er, als derder verlanget. Unterkönig, es sehr übel empfunden hätten, daß man sich ihrer bemächtiget hatte. Den

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