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XlV Buch IV Capitel. 329
4ten, da der Gesandte bey dem Unterkönige Gehör gehabt hatte, machte der Sohn Seiner 166 6Excellenz Seiner Hoheit ein Geschenke mit einer großen und kleinen Schnur von Blutko-Montanu».rollen für seine Töchter; dafür gab das Frauenzimmer bey ihrer Abreise ein Geschenk von ^ ^
sechs Stücken Seide. Den rzten schickten sie einen sehr verbindlichen Brief an den Aonbon, oder Statthalter, und bathen um eine Audienz bey ihm. Allein der Dollmetscherbrachte, nach ihrem stolzen Bezeigen, nichts weiter wiederum zurück, als eine Entschuldi-gung wegen einer Unpäßlichkeit, und daß ihn der Gesandte in drey oder vier Tagen sprechenkönnte. Es scheint, als ob er es übel genommen habe, daß sein Geschenk nicht von ebendem Werthe war, als das Geschenk für den Feldherrn, da er doch ein Herr von gleichemRange mit ihm war. Dieser Bewegungsgrund zum Mißvergnügen wurde von dem VanHoorn, so bald er ihn erfahren hatte, gehoben. Um diese Zeit breitete sich das Gerüchtaus, daß die Geschenke nach Peking gesendet werden sollten; Seine Herrlichkeit aber zurückbleiben müßte, um wegen des Handels Unterhandlung zu pflegen. Dieses verursachte ihmviele Unruhe: ob es wohl schien, als ob dieses Gerücht keinen Grund hatte.
Den i4ten wurden die Geschenke für den Kaiser an den Hos des Unterkönigs gebracht, DieGeschewund der Gesandte fand sich, nebst seinen Leuten, dabey mit ein. Sie warteten in dem Vor- ke werdenHofe, bis der Feldherr anlangte. Darauf wurden sie in das Audienzzimmer gebracht, wo alle ausge-bet' Unterkönig und der Feldherr nahe bey einander auf Stühlen saßen. Zu ihrer linken "
Hand saßen drey Abgeordnete, welche von Peking gekommen waren, um das Wohlver-halten der Chinesen bey der Eroberung von A mwi und (pue mwi zu untersuchen. Alsdie Holländer erschienen, nahmen diese Mandarinen Urlaub, und wurden von dem Unter-könige bis an die Treppe begleitet, welche in den Hof geht. Hieraus urtheilten sie, daßdieses vornehme Herren seyn müßten. Der Gesandte wurde zur rechten Hand des Unter-königs auf einen Stuhl gesetzet. Seine Leute ließ man neben ihm sitzen. Gegen über saßender pwe chin st> F), die obrigkeitlichen Personen und andere vornehme Mandarinen. DieKisten und Packe lagen offen. Ihre Hoheiten schienen mit den Geschenken wohl zufriedenzu seyn, sonderlich mit einigen artigen Laternen und mit den Himmels- und Erdkugeln. Her-nach wurden sie mit einem Getränke bewirthet. Der Feldherr stund sodann plötzlich auf,und wurde von dem Unterkönige bis mitten auf die Treppe begleitet. Hernach beurlaubtensich auch die Holländer, und begaben sich wiederum nach Hause.
Nunmehr war die große Hinderniß, den Handel anzufangen, gehoben. Den izten Des Kaiserskamen die Factore zusammen, um sich dieserwegen zu berathschlagen, konnten aber eitrige Briefe lan-Tage lang, wegen des Preises der Güter, nicht einig werden. Die Holländer waren eben- 6 «» an-falle, wegen Ermangelung eines Geleitsbriefes, in Unruhe gesetzet; denn ihre Boote wur-den gehindert, von der Flotte ab und zu zu fahren. Sie waren auch in großer Bekümmer-niß, ehe sie einen erhalten konnten, weil die Chinesen bey aller Gelegenheit große Vorsichtund viele Umstände brauchen. Endlich aber schickte der Ta lau ya ^), das ist, der Feldherr,den25sten einen Geleitsbrief. An eben diesem Tage meldete man dem Gesandten, es wäre einkleines «schreiben von Peking angelanget, und Seine Excellenz könnten sich daher immer zuder Reise anschicken. Weil die chinesischen Factore zu den Holländern gesagt hatten, siewürden nicht mit ihnen handeln, wofern sie nicht ihre rohe Seide um einen hohen Preis
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Ta lau )>a heißt großer Herr.
Allgem. Reisebesthr. V Band. T t