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Fünfter Band.
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341
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XIV Buch IV Capitel. Z4-

Nachmittage segelten sie vor acht andern vorbey, deren Namen den Steuermännern unbe- 1667kannt waren. Vor Sink kia warfen sie Anker, nachdem sie diesen Tag ungefähr fünf See- Mcmmmis .Meilen zurück gelegt hatten. Den 2Zsten segelten sie mit Anbruche des Tages ab, und "

beten um neun Uhr bey Rirs/ow, oder tchiew, welches anderswo Riu cheu ge-nennet wird »).

Dieser Ort, welches eine Stadt von dem ersten Range ist , und an dem östlichen Ufer Kyn chew sindes Flusses Cbang liegt, scheint ziemlich groß zu seyn: ist aber schlecht bewohnet, weil erwenig oder gar keine Handlung hat. Die Straßen sind schön gepflastert, und die Lebens-mittel wohlfeil. Hier überbrachten zweene Privatpersonen dem Gesandten einige frische Lebens-mittel : dafür schickte er ihnen sechs Ellen bunten Gingerlinezeug. Sie machten ihm hier-auf ein anderes Geschenk mit drey silbernen Bechern- und zwölfTael an Gelde: allein,

Seine Excellenz wollte dieses nicht annehmen.

An diesem Orte wurden die Barken umgewechselt. Den 2ken März segelten sie ab,und kamen um neun Uhr vor Gigajum, welches zur rechten Hand liegt. Darauf fuhrensie vor sehr viel andern Dörfern vorbey; abends aber legten sie sich bey Loujujenne §), fünfSeemeilen von Aiuchew, vor Anker. Den nächstfolgenden Tag sahen sie, nicht weit vondem Dorfe, einen prächtigen Thurm, wo jedes Stockwerk ein besonderes Vordach hatte.

Das Land war überall gedüngek, und mit stark bewohnten Dörfern angefüllt. Nachmittagekamen sie, als sie in allem drey Seemeilen fortgesegelt waren, nach Lan gut e), wo sichsogleich der Statthalter einstellte, den Gesandten bewillkommete, und ihm frische Lebens-mittel überbrachte. Weil dieses die erste Stadt war, wo er so viel Höflichkeit genossen hatte:so wurde der Statthalter zum Essen behalten, und mit fünf Ellen feinem Tuche beschenket.

Hier wechselte man wiederum mit den Barken. Indessen fiel regm'gtes Wetter ein, und dienahe gelegenen Hügel wurden mit Schnee bedecket. Dieser Ort ist zwar nicht groß, fälltaber schön in die Augen. Er hat schöne Gebäude, und ist sehr volkreich; welches dem Han-del zuzuschreiben ist. Hieher wird viel Alaun von Humsre gebracht.

Den 6ten segelten sie ab, und liefen vor der Stadt Gansjenne «) vorbey, welcheanderthalb Seemeilen davon abliegt. Das Land, welches zur Linken an den Fluß stößt,liegt sehr hoch, und ist nicht bewohnet. In den Thalern aber findet man einige Häuser undDörfer. Abends, da sie fünf Seemeilen weit gesegelt waren, langten sie bey Dem DorfePon kou fong an, und ließen die Stadt LIien ct)eu fu ac) eine Vierthcilmeile zur linken Nien chewHand liegen. Den nächsten Morgen ließen ihre Führer, die Mandarinen, zwo Stunden lü-vor Tage die Trummel rühren, um der Flotte das Zeichen zum Absegeln zu geben. Hieraufstieß die Barke des Gesandten an eine Sandbank, und die übrigen Fahrzeuge wären, wegendes schnellen und reißenden Stromes, beynahe darauf gestrandet. Mit Anbruche des Tagesaber wurden sie wieder flott, und liefen vor verschiedenen Flecken, Dörfern, und Tempelnvorbey. In einem von diesen Tempeln steht das Bild eines Weltweisen, mit Namen

Uuz LIien chlm.

wie er denn auch die Beschreibungen der Provinzenaus diesem Schriftsteller genommen hat.

5) In den Landkarten heißt der Ort Long xcwh^cnso daß das erste u ein n seyn sollte. Dasj aber st.ht im Holländischen und Französischen,anstatt des Englischen x.

ch In den Landkarten: Lan ki hxcn.

n) Diese Stadt wird in den Landkarten der Je-suiten nicht angegeben. Jenne steht für -Hxen,welches eine Stadt vom dritten Range andeutet.

ao) Auf der Karte: Reu chew fu.