Reisen nach dem Reiche China.
Endlich' wurden ihnen den 2 zften Barken verschaffet, und sie verließen whap gan> 6 7 . ^adrreuaen. Sieben davon waren für sie selbst und die Chin kong oderGe-
^ ^ achte aber für die Mandarinen und Dollmetscher. Als
sie über die nördliche Vorstadt hinaus waren, nahm der Statthalter, welcher sich daselbstbefand den Zoll und Tribut für den Kaiser von ihnen ein, und trank die gute Gesundheitder Holländer in einer Schale Bohnenbrühe, welche er hernach an Bord schickte. Fürdieses statteten sie ihm, als sie vorbey giengen, Dank ab, und gaben seinen Bedienten einTrinkgeld von zween Reichsthalern.
Zollhäuser. In dieser Vorstadt waren zwey Zollhäuser, eines für Kaufmannöwaaren, und das an-dere für Schiffe. Das Geld, welches dafür einkömmt, wird zu Verbesserung der Schleu-sen der Graben und der Bänke nahe bey verschiedenen Wasserfallen angewendet, deren indiesem Canale, bey der Nordseite der Stadt, dreye sind. Der erste, der der Stadt whayam nächsten ist, ist der beschwerlichste, weil das Wasser mit großer Gewalt aus diesemFlusse hervorbricht; so daß nicht weniger als neun große Bänke aufgeworfen sind, um dieganze Gegend vor einer Überschwemmung zu bewahren.
Ein' langer Nicht weit von whay gan liefen die Holländer vor pantja und verschiedenen amweitiäustig dern Flecken vorbey, wie auch vor einer großen Anzahl kaiserlicher Junten, welche mitZollgü-kern beladen waren. Abends kamen sie zu Zinkhiunzu an, nachdem sie bey drey Seemeilen" b ' bugsieret hatten. Den nächstfolgenden Morgen paßirten sie eine Schleuse, welche daselbstwar, und liefen nachgehends vor einem weitiäustig gebauten Dorfe Ginkjanzu vorbey,welches längst dem Canale hin sich über anderthalb Meile erstrecket. Gegen Mittag beka-men sie das Dorf ITlamenno, sT^amenio oder HTeymemia zu Gesichte, vor welchem einGerichtSplah lag, wie aus vielen Menschenköpfen erhellete, welche aufPfählen stacken. Hierkamen sie an eine andere Schleuse, wo das Wasser durch den engen Weg mit einem großenGeräusche hindurchschießt. Aus dieser Ursache wurden die Pferde und Ochsen an das Landgesetzet. Ein jedes Fahrzeug wurde von zweyhundert Mann gezogen: denn das Wasseran der Nordseite ist vier Fuß höher, als das Wasser an der Südseite. Solchergestalt wur-den sie fortgezogen, bis sie das Ende des Dorfes erreichten. Hier ankerten sie vor einemTempel, und die Schiffer opferten nach ihrer Gewohnheit, und bathen um eine glücklicheFahrt über den gelben Fluß, welcher hier südöstlich und nordwestlich strömet. Diesen Taglegten sie bey drey Meilen zurück.
Tsing ho Den 2 zsten gegen Mittag fuhren sie über den Fluß gegen den Flecken Sing ho H
hyen. über, gegen welchen sie nordwestlich den Strom hinauf gezogen wurden. Inzwischen kamein Siampan 6) oder Boot, mit einem Priester und zwo Personen an Bord. DiesePersonen nannten sich Zauberer oder Wahrsager. Einer von ihnen hatte einen Griffeldurch seinen Backen stecken. Sie schüttelten sich beständig, als ob sie besessen wären: denn
dieses
a) Auf der, Landkarten heißt er Tsttr ho hyen.Dieser Verfasser nennet also dasjenige zuweilen ei-nen Flecken, was eigentlich eine Stadt ist, welcherName auch diesem Plahe gehöret.
O Scbarnpan oder Lhampan.c) VNontünus in Ggilbys China auf der zosUnd folgenden Seite.
<) Der erste von diesen Namen ist nach der hol»
kändischen Schreibart: Verändere aber nach der por-tugiesischen , welcher ohne Zweifel von Martiniherrühret. Eben dieser Name wird durch das englscheTay ywen ausgedrücket, wie er in den Landkartender Zehn ten im Englischen geschrieben ist. DuHalSethut noch hyen hinzu, um ihren Rang anzudeuten,s) Es scheint hier ein Fehler eingelaufen z« sey».