XIV Buch IV Capitel. z«7
hierbey wohl am besten zu thun seyn möchte, weil sie ihrer Gewohnheiten nicht kundig waren. 1667Er schien hierüber nicht recht zufrieden zu seyn, und begab sich in die Versammlung. lTloble Momanus .und putmans wurden sodann hinein gerufen, und überreichten das Schreiben den drey' ^ '
Ta raneu, wovon zweene Tarkarn, und der eine ein Chinese war. Als sie es gelesen hat-ten, fragten sie, wem sie die Geschenke geben wollten? Die Abgeordneten wußten nicht,was sie sagen sollten, und bathen, daß man ihnen erlauben möchte, dieserwegen mit demGesandten zu reden. Allein die Ta tane ertheilten hierauf keine Antwort, sondern wandtensich weg, ohne die Sache zu einem Ende zu bringen. Nachmittage kam ein Mandarin,welchem Van Hoorn den Tag vorher fünf Ellen Flannel geschenket hatte, und brachtesolche wieder zurück. Er sagte, daß er sie alsdann annehmen wollte, wenn das Geschäfftedes Gesandten zu seinem Ende gediehen wäre: ißo aber dürfte er sie nicht behalten. Er fügtehinzu, daß er aus eigener Bewegniß käme, um dem Gesandten zu melden, daß der Briefan die Li pus, worinnen er sein Vorhaben, die Zou ray Zins zu beschenken, er-öffnet hatte, von ihnen nicht wohl aufgenommen worden wäre. Ja, sie wür-den vielleicht gar einige Lau yas absenden, um zu wissen, wie und wenn sie vonden Zou ray Zins gehöret hätten? In solchem Falle wollte er ihnen den Rath geben,daß sie sagten, sie hätten geglauber, die Zou ray Zins, Ta tane, und Li pus,waren alle einerley. Dieser Rath kam dem Van Hoorn, welcher die Zou ray Zinsgesehen, und mit ihnen gesprochen hatte, so seltsam vor, daß er glaubte, es wäre dieses einStreich von den Li pus, um sie abzuhalten, daß sie diese Großen nicht beschenkten, und umalle Geschenke an sich zu ziehen.
Es traf alles so ein, gerade wie es der Li PU vorhergesaget hatte. Denn den 4km Sie werde«schickte der Rath nach dem Gesandten, und ließ ihn fragen, wie er wüßte, daß es Zou ray ausgeschla-zins gäbe? Er antwortete, er hätte zweene von ihnen gesehen, und mit ihnen gesprochen.
Sie hätten ihm auch gesaget, daß ihrer noch zween andere wären: sie wären aber damalsunpaß gewesen. Die Li pus versetzten: Meyner ihr diese /)? und hierauf verlangten sievon ihm, , daß er sich erklären sollte, was für Personen er unter dem Namen der Li pusverstünde? Mit seiner Antwort schienen sie zufrieden zu seyn. Allein den nächsten Morgenwurde er wiederum in das Haus des Ta raus abgeholet. Nachdem er daselbst zwo Stundenlang gewartet hatte, wurde er vor die Versammlung gerufen, wo der oberste Ta ran, oderKanzler, zu ihm sagte: es wäre wahr, daß die Gesandten den Zou ray Zins, undden Li pus, zum öfter» Geschenke reichten: es wäre aber nicht gewöhnlich , dasgeringste anzunehmen. Er dürfte daher denenjenigen keinen Glauben beymeffen,welche ihm etwas anders vorschwatzen wollten. Solche Leute hätten ihm kei-nen guten Rath ertheilet. Um zu zeigen, mit was für Umständen die geringsten Sachenhier abgehandelt werden: so kamen den Nachmittag vier Mandarinen, und erkundigten sichausdrücklich, im Namen des Kaisers, woher das Rosenwajser, die Einhornshörner, und derkupferne Berg, kämen; wozu diese Dinge dieneten, und was die Rasuwari für Vogel wären ?
Den En, des Morgens, kam ein Mandarin, und führte den Gesandten nebst seinen Erstes Gast-leuten zu der ersten Mahlzeit des Kaisers. Diese wurde in dem Hause des obersten Ta raus "^hl des
ausgerichtet, ^sandten,
Diese« scheint etwas dunkel zu seyn; denn sie /) Eine wunderliche Antwort. Als wenn siewaren davon schon benachrichtiget worden, und hat- nicht die Beamten wären, wofür er sie hielt. Dochten auch die Geschenk« bereit« ausgeschlagen. sagten sie nicht da« Gegentheil.