XIV Buch IV Capitel. Z69
anzunehmen, bis ihm der Secretär denselben erkläret hatte. Darauf antwortete er, daß er, 1667so bald sich der Kaiser zu einer Antwort würde entschlossen haben, dieselbe gewiß haben sollte. MontanasInzwischen traten sechs große Mandarinen herein, worauf der Gong lau ya sich beurlaubte,' " '
und dem Gesandten den Rath ertheilte, daß er diese Lau ya unterhalten sollte. Diesesthat er auch, indem er sie zum Essen da behielt, und ihnen ein Vergnügen mit seinerMusik machte »-).
Den nächstfolgenden Tag wurden die Holländer zu der zweyten kaiserlichen Mahlzeit Zweyte«geführek, wo sie vollkommen auf die vorige Weise bewirthet und unterhalten wurden; außer Gastmahl,daß sie nicht wiederum vor dem Ta ran auf die Knie fielen. Dieser meldete dem Gesand-ten, als er weggehen wollte, daß er nicht nöthig hätte, die Bittschrift zu überreichen: dennsie wären bereits von dem Song lau ya, wegen ihres Inhaltes, unterrichtet worden. Sobald er nach Hause gekommen war, kam ein Mandarin und brachte ihm die Nachricht, daßer den nächsten Morgen vor Tage in dem kaiserlichen Pallaste erscheinen, und die GeschenkeSeiner Majestät in Empfang nehmen sollte. Dem zu Folge wurde er den 17km auf eiltengroßen Platz, vor dem vierten Thore gegen dem Throne über geführet. Eine Stundenach Anbruche des Tages kamen einige Lr pu in prächtiger Kleidung in den Hof, und gleichdarauf wurde ein Tisch hineingebracht, der mit rothem Tuche bedeckt war. Hierauf wur-den sogleich einige Stoffe und Geld darauf geleget. Als dieses geschehen war, wurden derGesandte, sein Sohn, Noble, der Hauptmann putmans und der Secretär herbeyge-rufen, und recht vor das mittlere Thor, dem Throne gegen über, gestellet: sie konnten abernicht das geringste davon sehen, weil das fünfte Thor so hoch war.
Nachdem sie dreymal niedergekniet waren, und neunmal ihre Häupter geneiget hatten: Gebräucheso wurden ihre Geschenke nach der Ordnung herbeygebracht, welche sie auf den Knien an- bey Ent-nahmen. Das Geschenk für den Herrn General, welches der Gesandte in Empfang nahm, psangnch-bestund in dreyhundert Gülden feinem Silber, in sechs Kähnen, zweyen Stücken chinesi- *"""2schem goldenen Brocade, zweyen andern dergleichen mit Drachen, vier Stücken geblühmtenseidenen Zeuge mit Drachen, zweyen Stücken Flannel, zwölf Stücken Atlas, acht StückenDamast, zehn Stücken reichen geblühmten Stoff, zehn Stücken pelangs, und zehnStücken pansjes.
Der Gesandte selbst erhielt für hundert Gülden feines Silber, vier Stücke pelangs,vier Stücke pansjes, vier Stücke rohes Hoktens, drey Stücke blauen einfachenAtlas, sechsStücke einfachen Damast, und zwey Stücke goldenen Brocad mit Drachen.
Dem Sohne des Gesandten gab man ein Stück schwarzen Flannel, für fünfzehn Gül-den feines Silber, zwey Stücken rohen Gazen, und zwey Stücken einfachen Damast.
Noble bekam für fünfzig Gülden feines Silber, ein Stück chinesischen goldenen Bro-cad, ein Stück Flannel, drey Stücken seidenen Damast, ein Stück Atlas, zwey StückenGazen, zwey Stücken pelangs, und zwey Stücken pansjes.
putmans, und Danderdoes der Secretär, erhielten jeder für vierzig Gülden feinesSilber, zwey Stücken Damast, ein Stück Flannel, ein Stück Atlas, ein Stück pelangs,ein Stück pansjes, ein Stück einfachen Damast, und ein Stück weißen Goes.
Jeder von dm dreyen Dollmetschern bekam zwey Stücken schwarzen Atlas, zwey Stü-cken weißen Goes, zwey Stücken pansjes, und zwey Stücken einfachen schlechten Damast.
Von
m) Montanas in Ggrlbps China, auf der zzr und folgenden Seite,
Allgem. Reisebesthr. V Band. Aaa