272 ' Reisen nach dem Reiche China.
l66? wollte alles thun, was in seinem Vermögen stünde, um dem Unterkönige zuINoncanus. dienen, was aber die Sache mit den zweitausend Tael, und dem Feldherrn,
--^" anlangte, davon wüßte er nichts. Seine Hoheit versetzten, daß sie dieser Sache nur
beyläufig Erwähnung gethan hätten, und nichts mehr davon gedenken wollten. Kurz her-nach trug man die Speisen auf, und der Gesandte beurlaubte sich, nachdem er ein wcmzgegessen hatte.
und den neu- Als er weggieng, so rieth ihm der Unterkönig, daß er den neuen Feldherrn, welches ein
,»Feldherrn. Tartar war, besuchen sollte. Van Hoorn gierig also zu ihm. Allein, man ließ ihm sa-gen : daß er den nächsten Morgen wieder kommen sollte. Denn es wäre nichtgewöhnlich, daß man ihm an eben dem Tage aufwartete, an welchem manbey dem Unrerkönige gewesen wäre. Als er in seine Wohnung kam, fand er denMandarin, Liu lau ya, daselbst, mit der ausdrücklichen Verordnung von dem Feldherrn,daß er alle übrige Kisten durchsuchen sollte. Der Gesandte ließ dieses geschehen, ebne dasgeringste dagegen einzuwenden. Indessen begab er sich, den ;ten, zu dem Feldherrn. Manließ ihn zu seiner linken Hand sitzen: die übrigen aber saßen ihm zur rechten. Der Gesandtebrach hierauf das Stillschweigen, und sagte: er wäre erfreuet, zusehen, daß sich derTa lau ya noch bey guter Gesundheit befände, und daß man ihm erlaubet hatte,sich in seiner Gegenwart einzustnden ^). Der Feldherr versetzte, daß es seineSchuldigkeit erfordere, den Fremden Gehör zu ertheilen. Van Hoorn sagtehierauf weiter, daß, da das Wort des Ta lau ya hier so viel gelte, als dasWort des Raisers: ste, die Holländer, suchen wollten, ihm in allen Dingenzu gehorsamen.
Sein unhöf- Der Ta lau ya antwortete hierauf nichts. Nach einer Weile aber fragte er nachliches Dezen- dem Sohne Seiner Excellenz. Zu diesem sagte der Dollmetscher, daß, wenn der Gesandte2"'' etwas bey Seiner Hoheit anzubringen hätte, er solches nunmehr thun sollte. Van Hoornbath hierauf, daß die Kaufleute, welche den Holländern noch etwas für Güter schuldig wä-ren , angehalten werden möchten, daß sie ihre Schuld bezahlten; und daß sie die Güter,welche sie mit von Peking zurück gebracht hätten, wie auch diejenigen, welche zuHoksyewgeblieben wären, verkaufen dürften. Der Feldherr antwortete hierauf: er wüßte sehtwohl, daß Schulden bezahlet werden müßten. Er hätte aber ein Schreibenvon dem Kaiser erhalten, worinnen den Holländern untersaget würde, ihre Gü-ter zu verkaufen. Der Gesandte erwiederte: das Verboth wäre nur von den Neu-angekommenen Gütern zu verstehen. Er bäthe daher nur, daß der Handel desletzten Jahres, welchen ihnen Seine Majestät bewilliget hätten, geendiger wer-den möchte; und daß man den Holländern die Freyheit gäbe, das Geld, wel-ches ste mir von Peking gebracht hätten, an Waaren zu legen; wodurch dasselbein dem Lande bleiben würde. Der Feldherr versetzte: Er müßte dein Befehle desRaisers eben so wohl nachkommen, als der Gesandte den Befehlen des HerrnMaerzuikers nachgekommen wäre. Und ob er gleich glaubte, daß es besserwäre, wenn das Geld im Lande bliebe, als wenn es ausgeführet würde: so
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H Mich beucht, diese Ausdrücke waren zu de- e) Wenn dieses die wahre Erzählung ven derwüthig, «nd dienten nur dazu, daß sie die Statt- Sache ist : so begegnete der Feldherr dem Er-halter noch hvchmüthiger machten. sandten
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