zg4 Reisen nach dem Reiche China.
16 5; fertigte, welche von dem Generale zu Batavia abgeschickt worden waren. Sie würden auchErzählung ihres Zweckes nicht verfehlet haben, wenn sie nur katholisch gewesen waren: denn alsdannver Jesuiten, würden sie keinen Widerspruch gefunden haben. Daß die Eintheilung der Geschenke eine Er.
'-^ findung der Chinesen gewesen ist, erhellet daraus, weil die Holländer, auf Befragen des Ce-
remonienmeisters, wie es käme, daß diese und jene Geschenke für die Königinn waren daman doch nicht sähe, daß in dem Briefe des Generals derselben Meldung geschähe ^/fol-gende lächerliche Antwort gaben: nachdem sie eine Zeitlang auf der See gewesen wären, sohatten sie diese Güter in dem Schiffe gefunden. Sie hätten vorher nichts davon gewußt:und sie daher, für Jhro Majestäten, auf die Seite geleget. Dieses war ein sehr unwah/scheinliches Vorgeben. Indessen kann so viel wahr seyn, daß sie dieselben in den Schiffeneiniger portugiesischen, oder anderer Kaufleute gefunden haben, auf welche sie auf der Reisegestoßen sind. Denn sie machen sich kein Gewissen daraus, solche zu plündern.
Geschenke für Die Geschenke bestunden in folgenden Sachen. Für den Kaiser waren: eine Waffen-den Kaiser. rüstung, mit Golde ausgelegt, drey und zwanzig Stück Schießgewehr, von allerhand Artund Größe, allesammt kostbar und artig ausgearbeitet, sechs breite Schwerdter, sechs an-dere Schwerdter, mit Golde ausgelegt, fünf Kisten voll Nägelein, eine Kiste mitMuskaten-nüssen, zwey Stücken feiner Scharlach, zwey Stücken breites Tuch, ein Stück fleischfar-benes Tuch, ein Stück grün Tuch, zwey Stücken himmelblaues Tuch, zwey Stücken Po-pingee-Tuch, hundert Ellen holländisches Tuch, drey Packen Blumen von verschiedenenFarben, drey Packen Zimmet, zwölf Matratzen, fünfzig Pfund Ambra, zwey Pfund aus-erlesene Korallen, zwey Pfund kleine Ambrakugeln, ein Ast von polirtem Koralle, andert-halb Pfund am Gewichte, zehn Stücken Sandal, drey Pulverflaschen, ein silbernes Fern-glas, zwölf Federbüsche, vier Spiegel, ein großer achteckigter Spiegel, Tapeten für einZimmer, und sechs Teppiche.
Für die Kai- Für die Kaiserinn waren: ein großer Spiegel, ein kleines Bild von Schildkröte, emserinn. Stück grün Tuch, ein Stück Scharlach, acht Ellen holländisches Tuch, ein Stück him-melblaues Tuch, ein Stück grüner europäischer Atlaß, zwo Matratzen, ein Behänge Ta-peten, vier Stücken Ambra, zwo italienische Tafeln von weißem Marmor, mit Gemäl-den von verschiedenen Farben ausgelegt, drey Rosenkränze von Ambrakugeln, ein krystal-lenes Schränkchen, ein hölzernes Schränkchen mit verschiedenen Figuren, zehn Flaschenmit europäischem süßen Wasser, und sechs kleine Kisten mit verschiedenen Gemälden.
Für die Mut- Für die Mutter der Kaiserinn waren: ein großer Spiegel, ein mit Silber ausgeleg-ter der Kaise- res Schränkchen von Schildkröte, ein ander kleines Schränkchen von Ebenholze, ein gro-rinn. si^>g Schreibepult mit Krystall ausgelegt , vier Rosenkränze mit Ambrakugeln , drey Rosen-kränze mit Korallenkugeln, sechs Stücken Ambra, ein Korallenast, sechs italienische Ta-feln von weißem Marmor, mit Gemälden von verschiedenen Farben ausgelegt, drey ge-malte Teppiche, ein Stück Scharlach, ein Stück breites Tuch, nicht allzu fein, einStück schwarzer europäischer Atlaß, ein Stück grüner europäischer Atlaß, ein Stück blauerAtlaß, zwey Stück schwarzer europäischer Damast, ein Stück europäischer Sammet, einBehänge Tapeten, sechs und zwanzig Ellen holländisches Tuch, ein Schränkchen in Gestalteines Adlers, sechs krystallene Becher, ein und zwanzig artige Pinctados von Mecchlaja-tain, zwölf Flaschen mit europäischem süßen Wasser, und ein Stück sehr feines breites Tuch.
Die
Wenn der Lhinese diesen Brief verfertiget hat, so ist es viel, daß er ein solches Versehen begangenhaben soll.