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Fünfter Band.
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385
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XIV Buch V Capitel. Z35

Die Geschenke der Gesandten für den Kaiser waren: ein Stück Scharlach, ein Stück 165;grünes Tuch, ein Stück grüner europäischer Aclaß, vier und zwanzig Ellen holländisches ErzählungTuch, zehn Stücken Ambra, zween Rosenkränze mit Ambrakugeln, ein Rosenkranz mit ?^Iesuiren .Korallenkugeln, ein Spiegel, vier Spiegel mit Malereyen, vier marmorne Tafeln von Gesenkeverschiedenen Farben, ein marmornes Schränkchen, zwey Schießgewehre, zwo Lanzen, ein der GesanKDegen, mit einem silbernen Gefäße und einer kostbaren Scheide, drey Becher von vene- ten.tianischem Glase, zwo Bildsäulen, worinnen Blumen eingegraben waren, ein Schwerdtmit Golde ausgelegt und übersilbert, ein Paar Messer, ein Federbusch, ein bunter Pa-pagey, zwanzig Flaschen europäisches süßes Wasser, und zwölf Flaschen Wein aus verschie-denen Ländern.

Mit diesen Schätzen suchten die Holländer den chinesischen Handel zu erkaufen. Allein, Vertraue«obgleich, spricht der Mönch, Geschenke viel ausrichten können: so vermag doch das andäch- derLesuitewtige Gebeth der Diener Gottes noch weit mehr. Und unser Gott, welcher zugelassen hat,daß sie nach Japan gekommen sind, und ein so großes Verderben unter der Christenheit,welche vormals in diesem Eylande geblühet hat, angerichtet haben, wird jetzo diesen Neue-rungsuchenden Ketzern keinen Eingang in China verstatten, wo sie der Religion gleiche Ge-fahr bringen könnten.

Es sind drey Dinge, welche den Holländern statt einen mächtigen Fürsprecher hättendienen können, wenn sie dieselben mitgebracht hätten; nämlich, erstlich, ein Clavier, nebst einemgeschickten Spieler auf demselben; zweytens einen Trompeter, drittens einige Ingenieurs undKriegesbefehlshaber, die Soldaten zu mustern, und zu exerciren. Nach diesen Dingen trägt derKaiser ein großes Verlangen. Allein, unser Gott, spricht der Jesuit, wollte nicht zugeben, daßunsere Feinde dieselben mitbrächten, damit nachgehends unsere Freunde eine Sache bewerk-stelligen könnten, welche zu großem Vortheile der katholischen Religion gereichen kann.

Wie dieHolländer bey ihrem Aufenthalte zu Peking mit aller Gastfreyheit unterhaltenworden waren: so wurde ihnen auch bey ihrem Abschiede alle mögliche Gunst und Höflich-keit erzeiget. Solches erhellet aus dem Berichte des Raths der Bittschriften an den Kai-ser, welcher also lautet:

„ In dem dreyzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Ran <hi ^ ), den i8ten Tag Bericht„ des 6cen Monats, ist vor diesen Rath die Abschrift von einem Bittschreiben der Holländer„gebracht worden, welche hieher gekommen sind, um Eurer Majestät ihre unterthanige„Huldigung zu leisten. Wir haben unö daher, unserer Pflicht gemäß, darüber berath-„ schlaget. Und ob es gleich die Wahrheit ist, daß sich -er Ruf von Eurer Majestät Größe„und Macht bis in die entferntesten Gegenden der bewohnten Erde ausgebreitet hat: so„können wir doch, nach der um des Willen angestellten genauesten Untersuchung und Nach-forschung in den Gesetzen und alten Geschichten dieses Reiches, nicht finden, daß die Hol-länder in irgend einem vergangenen Zeitlaufe hieher gesendet hätten, um ihren Tribut zu„bezahlen. Da wir also kein vorläufiges Beyspiel oder festgestellte Regel antreffen, wor-„nach wir uns in dieser Sache richten könnten: so ist der Schluß unserer gegenwärtigen„Berathschlagung dieser, daß Eure Majestät sehr wohl thun werden, wenn sie folgende„Verordnung gelten lassen wollen; nämlich:

Daß

5) In des du -Halde China heißt er Gchun chi.

Allgem. Reistbeschr. V Band. Ccc