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Fünfter Band.
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395
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X?/ Buch Vl Capitel. 395

heran bey Ma kau befanden sich zwey andere, die Treue und die Hoffnung, welches 1622letzte daselbst darauf gieng. Als die Unternehmung misrieth, setzte die Treue ihren Weg VanRechte-nach Japan fort, und die übrige Flotte segelte nach den pijcadoren c). Daselbst bauten . .

die Holländer ein Fort, mit vier Bollwerken, und zwanzig Canonen, welches achtzehnSeemeilen e/) von Ma kau war, und der Spanier Handlung sehr hinderte. Weil esgebaut ward, nahmen sie verschiedene chinesische Junten, deren Leute, an der Zahl tau-ftnd fünfhundert, sie zur Arbeit nöthigten. Sie starben aber alle bis auf zweyhundert,ehe eö fertig war, weil eö ihnen an Lebensmitteln zu Erhaltung ihrer Kräfte fehlte, da sieoft den Tag nicht über ein halb Pfund Reiß hatten. Die Chinesen wollten, die Gefangenennicht auswechseln, ob ihnen die Holländer gleich achtzehn gegen einen anbothen, und sag-ten, sie wollten solche nicht nehmen, wenn sie auch tausend für einen geben wollten: als»starben sie nach und nach alle, bis auf eilfe.

Die Holländer vergalten dieses den Chinesen auf eben die Art, um zu sehen, ob sie die- beyden Pi.selben dadurch zu einer andern Aufführung bringen könnten. Sie richteten selbige zwar nicht seadoren.hin: allein sie verfuhren mit ihnen so strenge, hielten sie so scharf gefangen, schlugen sie sounbarmherzig, quälten sie so grausam, und gaben ihnen so schlecht und so wenig zu esien,daß diese Leute unmöglich lange dauern konnten. Als die Holländer, die sie von den Staa-ten , Gtaaristn nennen, an die pistadoren ankamen: so fanden sie daselbst zwanzig be-waffnete Junten, welche Fischerbooten zur Bedeckung dienten, und so bald sie die Gtaatisenentdeckten, flohen: aber van Meldert ward ihnen mit einer Jacht nachgeschickt; und weiler die Friedensflagge aussteckte, so hielten zwo davon inne, bis er an sie kam. Auf erhalteneNachricht von seinem Vorhaben, meldeten sie ihm, er müsse in die Bay gehen, und diesesAnsuchen ihrem Befehlshaber vorbringen, der die Besorgung solcher Sachen über sich hätte,und dem Kaiser und dessen Rathe Nachricht davon geben würde. Man folgte ihrem Be-richte und van Melderc ward mit drey Jachten nachdem Flusse Chinchew (oder Changchew) abgeschickt.

Dieser Fluß ist der wichtigste im ganzen chinesischen Reiche, so wohl wegen der starken Bay vonHandlung, die darauf getrieben wird, als weil er der größte ist e). Von hier schiffen viel Chm chew.reichbeladene Junten, nach Baravia, Tap wan und andern Plätzen.

Alle Eylande, die sich ander Einfahrt dieses Flusses zeigen, sind voll kleiner Fleckenund Dörfer, die wohl bewohnt sind, und Handel treiben. Die Stadt A mwi /) indem Eylande dieses Namens, das gleich vor dem Flusse liegt, ist der merkwürdigste Ort.

Daselbst hält sich der Hay tack oder Mandarin dieser Provinz auf. Die Stadt ist voll rei-cher Handelsleute, und wird beständig von Schiffen besucht. Die große Stadt An hay,sechs oder sieben Meilen von A mwi, ist auch voll Kaufleute. Sie liegt an einem Armeder See, über welche eine Brücke von sehr hartem Steine, auf Bogen, drey hundert undfünfzig Schritte lang, geführt ist. Das Eyland Due mwi ist auch sehr bevölkert, und hateine große Fischerey. An der Insel Lisstn liegen die holländischen Schiffe ordentlich vorAnker, und handeln mit den Kaufleuten, die vom Flusse Chin chew kommen; wenn diesedahin, oder nach A mwi segeln, so lassen sie ordentlich die Eylande von Taotta rechter

Ddd 2 Hand,

c) Eylande von Pong-Hu. eh Dieß ist aber ein großer Irrthum.

Vielmehr hundert und vierzig Seemeilen. Im Französischen Aimoi.