Z96 Reisen nach dem Reiche China.
16 2 z Hand, und richten sich nach dem Berge Tay bo. Ihre Schiffe ankern auch hinter derVanRecktc- Insel Gaussm oder Temples zu handeln. Das Eyland Rollengsou unweit A mwircn. enthält viel Fischer.
Bey Erblickung der holländischen Flotte flohen die Leute. Als aber van Melde«denLhinesen zu ihnen kam, erhielt er endlich, daß der Mandarin mit ihm in einem Tempel sprach. DerAbgeordnete sagte zu ihm, er verlangte nichts weiter, als die Freyheit, mit den Einwohnernzu handeln, und daß ihnen untersagt würde, mit den Spaniern auf den Mamllas zuhandeln. Der Mandarin versprach ihm Antwort zu ertheilen: er müßte aber erst seineVorgesetzte befragen, die nachgehends sich nach der Stadt Guin say F°), wo sich der Kai-ser damals aufhielt, begeben, und selbigem davon Nachricht ertheilen würden: mittlerweilesollte er aus der Rheede segeln; der Mandarin gieng auch wirklich nach Hok syew F), wel-ches eine sehr volkreiche Stadt, von einer Tagereise im Umkreise, und sechzig oder siebenzigMeilen von A mwi ist. Man beschloß daselbst, zwo Junten, mit vier Abgesandten zu denpiscadoren zu senden; der Vornehmste von ihnen, Ong so fi, meldete dem Rathe, siewären nicht ungeneigt, sich in die gethanen Vorschläge einzulassen, die Holländer aber solltensich indessen von der Insel entfernen, weil solche zu des Kaisers Herrschaften gehörte, undSeine Majestät niemals ihren Unterthanen verstattete, ohne Erlaubniß, mit solchen Leutenzu handeln, welche einige ihm zugehörige Plätze eingenommen, und daselbst ein Fort hät-wird unter- ten. Wollten sie die piscadoren verlassen, so könnten sie sich auf einem unweit davon ent-aschen. fernten Eylande Formostr feste setzen; und wenn sie solches thäten, so würden sich die Man-darinen dazu willig finden lassen, und der Holländer Ansuchen an den kaiserlichen Rath sen-den , und daselbst unterstützen ^).
Es fiel den Holländern schwer, diesem Abgesandten abschlägige Antwort zu ertheilen,der ein Mann von großen Gaben, viel Redlichkeit und Wissenschaft zu seyn schien. Erdrang sehr eifrig, aber doch mit großer Höflichkeit, in sie, in sein Verlangen einzuwilligen,weil er sonst in Lebensgefahr käme, daß er etwas unternommen hätte, welches er nicht aus-führen könnte: allein, der Rath ließ sich nicht dazu bereden, weil des Generals Befehleausdrücklich waren, und die Bay an dem andern Eylande nicht tief genug war. So balder fortgegangen war, schickte man die Schiffe aus, mit Befehle überall zu plündern und alleszu verbrennen, was sie anträfen. Unter ihren Gefangenen war auch ein Fischer, der vor-mals gehandelt hatte, und ihnen versprach, die Freyheit zu handeln zu verschaffen, wennsie nichts weiter verlangten. Sie beschlossen, zu sehen, was er thun könnte, und ließen ihnnach A mwi gehen, wo der To tok, oder Soldatenhauptmann angelangt war, Feuerschiffezuzurichten und die Holländer bey Lebensstrafe wegzutreiben.
VanMeldert Nachdem der Fischer vorgekommen war, und der Holländer Absichten gemeldet hatte,erneuert fol, sagte ihm jener, man sollte zu dem To ya, Rom men oder Ro mon, einem von demGro-Hb"' ßen von Hok syew gehen. Ehe van Melderc abgieng, ward er, als ein Abgesandter,aus dem Tempel in die Stadt A mwi geführt. Vor ihm her trug man ein Brett, und aufdemselben waren die Ursachen beschrieben, warum dieser Fremde, der nach den Gesetzenkeinen Fuß ins Land setzen sollte, in die Stadt gebracht würde: indessen brachte er es beydemTo rok dahin, daß die Chinesen das Jahr zwo Junken nach Batavia zu handeln, aber
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§) Im Französischen -Hoxis; und anderswo chorv und Ln chew fa einerley ist.
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