Band 
Fünfter Band.
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^ Reisen nach dem Reiche China.

6 -» Reich in Staats - und Religionösachen regiert, und darinnen werden glückliche und unglück-Navarette. liehe Tage, für. alles, was zu thun ist, bestimmt; ob wohl wegen diese« Umstandes einige

'--—' ven Präsidenten entschuldigten. Einige Jahre zuvor, verlangte man von diesem Rache eine

gehörige Zeit, und eine glückliche Stunde zum Leichenbegängnisse eines verstorbenen Prinzenanzuordnen. Alan bestimmte solches, aber die angesetzte Zeit ward nicht beliebt, oder wieeinige sagen, von dem Präsidenten des Ceremonienrathes, unter dem der mathematische steht,verändert. Bald darauf starb des Kaisers Mutter, und nach dieser der Kaiser selbst. Weildie Chinesen insgesammt in diesem Stücke sehr abergläubig sind: so schrieben sie beyder Todder übel angesetzten Zeit des Leichenbegängnisses zu. Dieß war in der That die einzige Ur-sache zur Verfolgung, wozu sie, wie der Verfasser saget, Lästerungen wider Gott und seineheilige Mutter setzten.

und werden Auf diese Nachricht wurden die Chinesen laulicht, und verließen sowohl die Kirche, alsgefangen ge- die Missionarien. Sie sind nicht so beherzt, wie die Japaner und andere. Einer, dersetzt« zwar ein Gottesleugner, aber doch ein ehrlicher Mann war, meldete dem iTlavarette, in

vierzig Tagen würde ein neuer Befehl kommen, und sie hätten nichts zu thun, als solchenbeherzt zu erwarten. Es kam auch wirklich die zweyte Nachricht, die Sache würde unter-sucht, Adamus wäre im Gefängnisse, und die drey andern Jesuiten, die sich damals beyHofe befanden, würden ihm bald Gesellschaft leisten F). Vierzig Tage darauf, kam diedritte Nachricht, mit dem Befehle, die Missionarien insgesammt nach Hofe zu bringen.Die Obrigkeit von Lan ki, sechs Meilen den Fluß hinunter 6), die sich damals in derStadt befand, ließ zweene Dominicaner daselbst holen, und ins Gefängniß werfen; diesesgeschah dieselbe Nacht mit viel Lärmen und Unruhe; denn es waren fünfzig Reuter nebstFußvolke nach ihnen ausgeschickt. Sie meldeten dem LlJavarette, sie würden es ihm ebenso machen ; er aber war nur bekümmert, daß die Bilder und das Kixchengerathe zurückbleiben sollten.

Dem Verfas. Kurz vor Tage wagte er sich, auszugehen, und Messe, zu lesen, weil er sah, daß keinser wird ge- dritter» war. Der ehrliche Gottesleugner rieth ihm, er sollte sich vor dem Corregidor,linde begeg- dem vornehmsten von der Obrigkeit, stellen, und nachdem er seine Bittschrift'geschrie-' ben hatte, gieng er mit ihm nach dem Gerichte. Der Mandarin empfing den Missionargütig, und schickte ihn sogleich wieder fort. Er bath ihn, sich in seinem Hause ruhig zuhalten, und versprach ihm, wenn ihr neu Jahr vorbey wäre, so wollte er ihn wegsenden.Er gab ihm auch zu verstehen, der Kaiser wollte die Missionarien aus seinen Herrschaftenverbannen. Auf Anrathen eben dieses besagten ungläubigen Freundes, überreichte er diesemMandarin noch eine Bittschrift, des Inhalts: er hätte kein Geld zur Reisig und bäthe alsoum Erlaubniß, seinen Hausrath zu verkaufen. Weil ihm nun solches der Mandarin ver-willigte: so verkaufte er seinen Weizen und Reiß, das übrige gab er weg; das Kirchenge-rathe schickte er alles einem Christen in einem benachbarten Dorfe.

Nach dem Neujahrsfeste, war er eines Morgens beschäfftigt, einige Kleinigkeiten, dieer dem Corregidor senden wollte, in Ordnung zu bringen, da dieser unvermuthet selbst insein Haus, von vielen Beamten, Gerichtsdienern, und Soldaten begleitet, hinein trat.

Der

F) Hatte Gott, der, wie sie sich rühmten, länder? Siehe oben auf der z8v und folgenden S.unlängst ihnen so bcystund, sie nun verlassen? oder /-) Gegen Nordwest. Es ist eine h/cn, oderbestrafte er sie wegen ihrer Arglist gegen die Hol- Stadt, von» dritten Range.