XIV Buch VII Capitel. 4-s
Reiseboot, und hielten sich zu Mittage in einem Dorfe, zehn Seemeilen von Aamon, l66yauf. Sie schliefen daselbst die Nacht sehr unbequem, weil es kalt war, und sie durch ihre Navarettc.Kammer die Sterne an siebenzehn Oertern sehen konnten. Das Land ist überall von FInS-' ^ '
sen und Seen unterbrochen, so daß es selten an Booten fehlet. Sie trafen ein sehr großesan; die Menge des Volks aber, die darinnen war, gefiel unserm Missionarius damals nicht.
Der Befehlshaber des Boots kam sogleich heraus, ihn zu empfangen, führte ihn in seineigenes Cabinet, und erzeigte ihm viele Ehre.
Nach einigen Verhinderungen kamen sie zu der Stadt Hyang schau ngan, der Eristingro,Hauptstadt des Eylandes, auf welchem Ma kau liegt. Er gieng hier durch eine Menge ß" Furcht,Soldaten mit großer Furcht; denn sie sahen ihn alle an, bis er in ein Wirthshaus kam.
Den Tag darauf reiste er zu seinem Glücke, aus Mangel eines Tragsessels, nicht, sonstwäre er nothwendig dem Mandarin begegnet, dem Ma kau zu besorgen anbefohlen war,und welcher denselbigen Tag mit hundert Tragseffeln und einigen Pferden anlangte.
Den folgenden Tag reisten sie zu Lande ab. Weil er aber leicht zu kennen war, so warer sehr furchtsam, besonders da alles Hin- und Herreisen mit Ma kau abgeschnitten war.
Der Kaufmann war kühn, und versuchte die gefährlichsten Sachen. Auf dem halben Wegelag eine Compagnie Soldaten in einem Haufe, und gerade diesem gegenüber nahm er seinenRuheplatz; und die Träger des LTavarecce folgten seinem Beyspiele. Dieses setzte denMissionarius in großes Schrecken: es kam aber niemand, der in den Tragsessel gesehen hätte.
An einem andern Orte, wo Wirthshäuser waren, speisten sie; er kam aber nicht aus derSänfte, weil das Jahr zuvor Bruder Imsrcecra daselbst war erkannt worden, und ereben das befürchtete.
Von hier giengen sie nach einem'Dorfe, wo er zween Tage wartete, um nach Ma kau entdeckt zuhinüber zu kommen, und während der Zeit fast nicht aß noch schlief. Sie legten ihn der werden.Soldaten wegen auf einen Strohboden, wo er in großer Furcht und Bestürzung lag. AusUnruhe fortzukommen, reisten sie bey der Nacht zwo Seemeilen nach einem andern Dorfe,um daselbst einige Bequemlichkeit zu suchen. Sie fanden das Thor geschlossen, und inwen-dig eine Wache. Sie warteten zwo Stunden auf dessen Oeffnung; und da sie ein Licht ineinem kleinen Hause außerhalb des Thores sahen, so forderte LJavarerre, der von der Reiseerhitzt und müde war, etwas Wasser, und trank fast eine Pinte, daß er sich wundert, daßer davon nicht gestorben ist. Ueberdieß waren sie in großer Furcht wegen der Tyger. Alssie in das Dorf hineingekommen waren, so mietheten sie einen verschlossenen Tragsessel, undgiengen durch Nebenwege zum Ufer hinunter ; von da war es nur eine halbe Meile zurSee bis Ma kau, daß sie auch die Klocken dieser Stadt hörten. Weil aber alles voller'Soldaten war, so verzweifelte er völlig, hinüber zu kommen, und kehrte nach dem Stroh-boden zurück.
Der chinesische Kaufmann hatte den Tag zuvor ein Fahrzeug besprochen. Weil aber Er kömmtdie Bootsleute einen halben Tag über ihre Zeit außenblieben: so glaubte der Verfasser, die glücklich nachUngläubigen würden ihr Wort nicht halten, und hatte also diese Reise, dem Rathe des kau.Kaufmanns zuwider, als der den Muth gar nicht sinken ließ, unternommen. Den Nach-mittag kam das Schiff, und sie giengen mit anbrechender Nacht an Bord, ruderten so still
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«) Navarette auf der 248 und folg. Seite. a) Dieses geschah im Jahre 1671.