426 Reisen nach dem Reiche China.
1669 Als der Abgesandte den Regulo besuchen wollte: so überlegte er, was für Ehrerbie-Navarette. khung er ihm erzeigen müßte. Er ließ sich deswegen bey den Miffionarien erkundigen;S^Scotz^ie Meynungen waren verschieden; der Verfasser rieth, darüber nicht zu streiten, sondern
wird'getäin- sich alles gefallen zu lassen, was der Unterkönig für gut befände. Denn er hielt für aus.
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gemacht, er würde in der Höflichkeit eher zu viel, als zu wenig thun; weil die Chinesenhierinnen sehr verbindlich find. Nach allen diesen Unterredungen folgte der Portugiese sei-nem Kopfe, forderte Fahnen zu führen, Trompeten und viele andere Dinge. Allein soviele Grübeleyen verderbten alles. Den Tag darauf putzte er sich mit seinen Leuten vortreff-lich an; und als sie im Begriffe waren auszugehen, so ließ ihnen der Unterkönig melden, erhätte Geschäffte, und könnte keinen Besuch annehmen. Dieß war eine große Demüthi-gung, und die Ursache, daß ihn kein Mandarin besuchte.
Nach langem Der Verfasser erklärte sich besonders für seinen Freund, und gab ihm guten Rath:Verzüge gleichwohl erlitt er einige Beunruhigung und Beschimpfung. Weil vorerwähnter Zwistzwischen dem obersten Statthalter oder Generalguvernör von Aamon und den Portugie-sen dauerte, (welches bis an seinen Tod im Jeimer des Jahres 1667 währte), so blieb desGesandten Geschäffte liegen. Er ward zwey Jahre zu Danton aufgehalten, und wah-rend der Zeit kostete er der Stadt Ma kau, die ihn halten mußte, sehr viel. Der Gesandtewar voller Unruhe, besonders weil er nur zweykausend achthundert Stück von Achten mit-gebracht hatte, damit er über neunzig Personen erhalten sollte. Ma kau konnte ihm nurwenig helfen, und entschuldigte sich zuletzt gar. Alle beklagten sich über die Gesellschaft c),welche den Gesandten zu schicken vorgeschlagen hatte,wird er nach Endlich kam Befehl vom Kaiser, er sollte nach Hofe kommen. Aber das Geschenk,Hofe gerufen, das er mit sich führte, schien Seiner Majestät sehr gering zu seyn, und war doch in derThat über dreyßigtausendDucaten werth. Allein, er hatte kurz zuvor eines von denHollän-dern empfangen ä), welches vielleicht machte, daß dieses klein zu seyn schien.
Nicht lange zuvor, ehe der Gesandte nach pe king abreiste, trug sich eine lustige Be-gebenheit zu. Des Königs von Portugall Brief ward vor dem Unterkönige und dem neuenobersten Statthalter verlesen; da sie denn bemerkten, daß er sich vor seiner Unterschristnicht Seiner Majestät treuen Unterthanen genannt hatte, und fragten: warum dasfehlte? Die Portugiesen antworteten: in Europa sey solches nicht gebräuchlich. Sie mel-deten dieses dem Kaiser, welcher verordnete, weil der Gesandte so lange zu Aantvn ge-wartet hätte: so sollte er Erlaubniß haben, nach Hofe zu kommen, und das ausgelassenein dem Briefe untersucht werden. Der Verfasser aber hat nie gehört, wie die Sacheabgelaufen ist.
Eine von den größten Beschwernissen der Portugiesen war, daß sie sehen und hörenmußten, wie schlecht die Chinesen ihrem Gesandten begegneten. Sie nennten ihn einenMandarin, der gekommen wäre, des Unterkönigs von Portugall wegen Huldigung zu lei-sten. Wenn er die kaiserliche Stadt hinaufgieng, so befand sich an seinem Boote eineFlagge, mit zweenen großen Zügen darauf, welche andeuteten: dieser Mann kömmt,zu huldigen. Alle Abgesandten, die nach China kommen, müssen dieses leiden, oder siewerden nicht zugelassen. <§oa
-) Solche AuSdrückungen müssen den Leser)»eines Dominicaners Munde, dessen Orden die ^In-quisition verwalket, nicht befremden. Z?oble ist
Chinesische
Beschim-
pfungen.
Jesu, oder die Jesuiten.
« 2 ) Im Jahre 1667, da der Herr «an -HoornE Gesandter dahin gieng. Siehe oben a.d.zSs S.
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