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Reisen nach dein Reiche China.
16 8 ? Sie fingen an, in ihrer neuen Wohnung etwas ruhig zu werden, als ihnen gemeldetle Lomre. wurde, der Unterkönig sey sehr zornig darüber, daß man sie habe aus Land gehen lassen,
'---- und wäre Willens, sie wieder nach Indien zurück zu senden. Es scheint, als hätte er sie
DerUnterkö-alg fünf Europäer vorgestellt, die aus Privatabsichten, sich zuNing po zu setzen, gekommennitz ist übel ^en; so daß das Ll pu-Gericht zu Peking beschloß, sie sollten fortgejagt werden, und,justier en. ^ Gewohnheit nach, dem Kaiser einen darauf abzielenden Befehl vorlegten, mit dem An-suchen , solchen zu unterzeichnen. Wofern dieses wäre vollzogen worden: so wären sie, undvermuthlich auch die Mandarinen, die ihnen so gefällig gewesen waren, verlohren gewesen.Der Unterkönig hätte die Waaren auf dem Schiffe eingezogen, und darauf dem Haupt-manne befohlen, die Missionarien zurück zu führen, der sie aus Rachgier würde überBordgeworfen haben. Sie hatten aber die Vorsichtigkeit gebraucht, an den Intorcetta, einenitalienischen Missionär und General der Jesuiten in diesen Gegenden, wie auch an denVerdieft, zu schreiben, und um Nachricht, wie sie weiter fortkommen könnten, anzusuchen.Sie wenden Dieser letztere hatte sowohl vom Unterkönige von Goa, als vom Statthalter zu Masich an den kau,Briefe wider die französischen Miffionarien erhalten, wagte es aber doch, ihnen beyzustehen.Verbiest. Der Kaiser befand sich damals in der Tartarey, und Verbiest schrieb an einen Freund amHofe, Seine Majestät von dieser Ankunft zu benachrichtigen. Der Brief ward, durchein vorsetzliches Versehen, in des Kaisers Packet gethan, daß ihn der Kaiser also las, und wieihm der Befehl zur Unterschrift vorgelegt wurde, sagte, er wollte es überlegen, wenn ernach Peking käme; welches vierzehn Tage darauf war. Der Hof verwunderte sich überdiesen Aufschub, weil es des Kaisers Gewohnheit war, solche Schriften innerhalb dreyen Ta-gen zu unterzeichnen, oder zu durchstreichen. Inrorcetta, ihr Superior, ließ für sieöffentliche Gebethe zu Hong chew anstellen, und in der Meynung, das Geschrey unschul-diger Kinder vermöge bey Gott sehr viel, brachte er alle Christenkinder in die Kirche zusam-men , wo sie auf der Erde lagen und betheten.
Sie werden Sobald der Kaiser nach Peking zurück kam, meldete ihm Verb lest, die neuennach Hofe Miffionarien wären seine Brüder, und könnten wegen ihrer Geschicklichkeit in der Meßkunstgefordert. Seiner Majestät nützlich seyn. Darauf antwortete der Kaiser, wenn sich das so verhielte,so sahe er keine Ursache, warum er sie aus seinen Ländern treiben sollte. Er forderte seinengeheimen Rath zusammen, zu dem die Prinzen vom Geblüte gelassen werden, und beschloß,nebst demselben, sie sollten mit Ehrenbezeugungen nach Hofe geholt werden. Der Befehlhierzu ward an das Ll pu - Gericht geschickt, welches ihn an den Unterkönig von Che kyangbeförderte. Dieser ward also genöthigt, sie in China einzuführen, da er sie hakte vertreibenwollen, und Gefahr lief, seiner falschen Nachrichten wegen in des Kaisers Ungnade zu ver-fallen. Er wartete vierzehn Tage, ehe er sie von ihrem Glücke benachrichtigte.
Große Während ihres Aufenthaltes zu LTling po, machten sie sich mit den Mandarinen noch
Dürre. mehr bekannt, die sie beschenkten, und in ihre Häuser luden. Sie suchten vergebens, die-selben zu bekehren; nur der Statthalter schien sich dem Glauben zu nähern. Da sie fünfMonate lang mit großer Dürre geplagt wurden, und Flüsse und Canäle aus Mangel des
Regens
6) Das ist falsch. Sie bethen nicht die Bilder beybringen will, als erkennten sie den wahren Gottan, sondern sie bethen vor denselben. nicht. Ferner, war der Vertrag sehr ungleich.
/ ) Der Leser kann sehen, aus was für schwachen Es sollten die Leute, wenn Regen fiele, ihrem Göhen-Gründeii sie andere ihrer Religion geneigt erkennen, dienste absagen, und die Jesuiten sitzten nichts da«n) Es ist falsch, was le Lomre hier dem Leser gegen, wenn er nicht fiele.