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Fünfter Band.
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Reisen nach dem Reiche China.

1687 sieht da eine Brücke von drey Bogen, sehr wohl gebaut, welcher gegen über sieben oder achclc Lomte. Triumphbogen aufgerichtet sind, die einander fast berühren. Den Abend giengen sie überLottkaney. zweene Damme, und langten an einem Orte an, wo sie die Barken durch eine mit großen

'--—' Steinen gepflasterte Bahn in die Höhe ziehen, und von dem Gipfel solche in einen Canal

hinunter fahren lassen, der neun oder zehn Fuß höher, als der Fluß, ist. Es warten hierverschiedene Leute, sich zu dieser Arbeit dingen zu lassen; die sie, vermittelst zweener Dreh-baume, in einer Vierthelstunde verrichten.

Der Tals- Das ganze Land besteht aus großen wohlbebauten Ebenen, mit schrecklichen und ödenbäum. Bergen umgranzt. Doch sind einige mit Fichten und Cypressen besetzt, welche das gemeinsteHolz sind, das man zwischen Näng po und Hang chew sieht. Der Baum, welcher denTalg liefert, ist fast eben so gemein, besonders gegenteilig ps, wo fast keine andere Bäumezu sehen sind. Sie hatten einst ihre Blätter verlohren, und hingen voll Früchte, da sie denn,wie der FrüchteSchalen abgefallen waren, in derFerne wie mit weißenBlumen bedeckt aussahen.

Den agsten, des Morgens, gingen sie queer durch einen See, oder vielmehrdurch einen Arm des Meeres, Tsau hu genannt, wo sie auf ihre eigenen Kosten andereBarken mietheten; denn der Mandarin erklärte sich, da er keinen Befehl vom Kaiser hatte,so könnte er die Beamten nicht verbinden, sie, weiter als der Strich von tHing PS gienge,mit Nothwendigkeiten zu versorgen.

Schöner Der Canal, auf dem sie schifften, hat fast zwanzig Meilen in der Länge, ist auf einer

Canal. Seite mit großen platten Steinen eingefaßt, die fünf bis sechs Fuß lang, zweene breit, undzwey bis drey Zoll dick sind. Sein Wasser ist rein und hell, und seine Breite ordentlichzwanzig oder dreyßig geometrische Schritte, manchmal auch vierzig und noch mehr. Erläuft an verschiedenen Orten eine Seemeile, auch hin und wieder zwo, in einer geraden Liniefort. In gewissen Weiten trifft man schöne Canäle an, die sich auf beyden Seiten durchdas Feld erstrecken, und wieder in andere theilen. Diese machen eine große Menge Eylande,daß solche Canäle wie ein großes Labyrinth aussehen, wenn man sie von den Bergen betrach-tet, welche diese schönen Ebenen umgränzen.

Shan hing In diesem angenehmen Lande liegt die Stadt Shau - hing, die durch eine große Mengefu- mit Brücken bedeckter Canäle durchkreuzt wird. Diese zahlreichen Brücken sind ordentlich

sehr hoch, und aus einem einzigen Bogen gemacht: weil sie aber oben sehr schwach sind,so fahren keine Wagen über sie, und alle Last wird hinüber getragen. Manche haben stattder Bogen, drey oder vier große Steine, manche von zehn zu achtzehn Fuß lang, querüberauf Pfeiler gelegt. Viele von dieser Art sind über den großen Canal artig gebaut. DasLand, das von ihm gewässert wird, ist angenehm und fruchtbar. Man sieht daselbst großeEbenen mit Raute und Hülsenfrüchten bedeckt, die unsäglich vielem Volke Unterhalt ver-schaffen. Es ist auch mit vielen Gebüschen von Cypressenbäumen besetzt, die hier und dardie Gräber beschatten.

Um Shau hing herum, und von dar bis Hang chew, sieht man eine beständigeReihe von Häusern und Dörfern, daß das ganze Land zusammen wie eine große Stadtaussieht. Da auch die Häuser besser gebaut sind, als die schlechten Häuser in manchen Städ-ten: so sind die Dörfer dieses Landes artiger und angenehmer, als insgemein die europäischen.

Den

^ Im Französischen: cki'en-tang. In der e) L>u Halven China, l Band, auf der Z4zehnten Karten: Tssen rang. und folgenden Seite, englische Ausgabe in Folio.