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Fünfter Band.
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437
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XIV Buch VIII Capitel. 417

Den 29 sten kamen sie bey einer Stadt vom dritten Range, Namens Gyau Shan, 16 8 7vorbey, die von einem kleinen Berge, in einer ihrer Vorstädte, ist benannt worden. Sie le Lomw.wird auch von verschiedenen Canälen durchwässert, und ihre Thore sind, sowohl als zu' " ^

6haU hing, mit Eisenp takten bedeckt. SyauShan

Den zosten giengen sie in Tragsesseln bis eine halbe Seemeile von dem Tspen - tang ^),über den sie in weniger, als anderthalb Stunde, setzten. Der Fluß war etwan viertausendgeometrische Schritte breit, aber wegen seiner Untiefen können keine Schiffe hinein. Erhat jedes Jahr, um den Vollmond des Weinmonats, eine außerordentlich hohe Fluth.

Als sie darüber waren, so fanden sie an der Wasserseite sehr artige Kaleschen, die von denChristen von Hang chew waren gebracht worden; dieselben begleiteten sie, wie im Triumphe,nach der Kirche, wo sie den Imorcetta fanden, der vor Alter grau war.

Weil sie nach Hofe giengen, so mußten sie verschiedene Besuche annehmen und abstatten. Hang chewAuf dem Wege nach des Unterkönigs Pallaste, giengen sie durch eine sehr gerade Straße, fu-fünf und zwanzig oder dreyßig Fuß breit, und von ihrem Hause, bis an das Thor derTarrarstadr, etwan eine Seemeile. In der Mitten war sie mit großen stachen Steinen ge-pflastert, und übrigens wie die europäischen Gaffen, aber ohne einigen Abhang. AlleHäuser waren über denen, gegen die Straßen offenen Läden, ein Stockwerk hoch. Auf derHintcrseite ist der Canal. Die Straße war so voll Menschen, als die volkreichste Straßein Paris c) seyn kann, und doch sah man nicht ein Weibsbild. Sie ist in gewissen Entfer-nungen mit Triumphbogen geziert, die ein sehr schönes Aussehen geben. Die andern Straßen,besonders wo die Soldaten und die Tartarn wohnen, sehen ganz anders aus: denn dieHäuser sind den armseligsten Hütten ähnlich, und, in Vergleichung mit den andern, nurschlecht bewohnt.

In dieser ganzen Gegend, die voll Berge ist, sind fast zwo Meilen lang hin und wie- See Si hu.der Gräber. Der See Si hu ^)', den sie in einer Barke besahen, hat anderthalb See-meilen im Umkreise. Sein Wasser ist sehr hell, und an seiner Seite sind hier und dar guteund angenehme Häuser. Die Tartarn, welche diese große Stadt zwey bis dreymal geplün-dert haben, haben unstreitig die meisten Palläste, von denen Martini redet, zerstöret.

Den i 9 ten des Christmonats verließen sie Hang chew, und giengen ostwärts durcheine Straße, die zu einer Vorstadt gehörte, und mehr als eine Meile lang war. Sie warschmähler, als vorerwähnte, aber eben so gerade und volkreich, und ohne ein Weibsbild. DieHäuser waren zwey Stockwerk hoch, und sehr dicht beysammen.

Ihre Barke war zwar nur vom dritten Range, aber doch sehr groß, artig und bequem, Kaiserlicheund über sechszehn Fuß breit, zwischen sechzig und achtzig lang, und die Seiten zehn bis Barke,zwölf Fuß hoch. Sie hatte eine Halle, und vier bequeme Kammern, außer der Küche,und den Plätzen für ihre Bedienten; alles auf einem Verdeck. Die Halle und die Kam-mern waren inwendig mit gemaltem und vergoldetem Schnitzwerke geziert, das übrige schienüberfirnißt zu seyn, und die Decke bestund aus verschiedenen auf chinesische Art gemalten Tafeln.

Nicht nur der Kaiser, sondern auch die Kaufleute haben solche Barken in großer Menge,vermittelst der Flüsse und Canale in die verschiedenen Provinzen zu handeln.

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</) An der Westseite der Stadt, wie der Name anzeigt.

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