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Fünfter Band.
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XIV Buch VIII Capitel. 4«

Auf der andern Seite des Flusses gierigen sie in einen Canal, wo sie durch ein (5ha, r6 8 Zoder eine Art Schleusen, durch mußten. Sie haben hier den Canal mit zweenen Dämmen, le Lorme.die mit gehauenen Quadersteinen ausgesetzt sind, zusammen gezogen, die gegen das Mittel . HEane^sich einander sehr nähern, und das Wasser läuft daselbst ungemein schnell; vermuthlich haben Tha odersie den Canal dadurch genugsam für die Barken vertiefen wollen. Die Leute aber, die da- Schleuse,selbst solche fortzuschleppen bereit sind, müssen sehr sorgfältig Acht geben, daß sie nicht mitdem Strome hinunter gerissen werden; sonst würden sie sicherlich in Stücken gehen. DieChinesen, mit denen der Verfasser sprach, hatten nicht die geringsten Begriffe von den eu-ropäischen Schleusen. Sie giengen durch eine von den Vorstädten von Gua chew, konn-ten aber die Stadt nicht sehen, weil es Nacht war, und den folgenden Morgen langten siebey Zeiten zu Nang chew fu an, welches eine schöne Stadt ist, die großen Handel treibtund voll Volks ist. Sie versicherten den Verfasser, daß sie zwo Seemeilen im Umkreisehatte, und mit den Vorstädten zwey tausend mal tausend Seelen enthielte ä).

Sie reisten von dar den roten Jenner, des Abends um acht Uhr, in Sänften ab, undhielten ihr Nachtlager fünftehalb Seemeilen davon, in einer großen Burg, NamensSchau pe. Sie reisten ein gut StückWeges an derSeite des Canals und aufeinem schönenDamme, der an dreyen Orten durchschnitten war, um Wasser in die Felder zu leiten.

Den uten rückten sie durch ein flaches Land fort, das fast ganz unterm Wasser stund,langst einem großen Damme, fast dreyßig Fuß breit und zehn oder zwölf Fuß hoch, undan einigen Orten mit viereckichten Stücken Marmor ausgesetzt, dabey sie den Canal zurrechten Hand ließen. Unter demselben entdeckten sie einen großen See, der mit dem Canalsparallel liegt, und über eine Seemeile breit ist. Rechter Hand sahen sie verschiedene Er-höhungen, wo Reiß gesäet wird, über dem Wasser, nebst verschiedenen Dörfern , derenHäuser von Schilfe gebaut und mit Thone überstrichen waren. Die große Menge von Bar-ken, die über diese Felder als über eine weite See segelten und ruderten, gab ein sehr arti-ges Aussehen. Ihr Nachtlager war sieben Seemeilen weiter zu Aau yew chew.

Aau pew chew, ist eine große Stadt, wie man ihnen meldete, denn sie giengen Kau yewnur zwölf hundert Schritte c) langst den Mauern hin, die ungefähr dreyßig Fuß hoch chew.sind. Auf ihrem Wege dahin, durch eine von den Vorstädten, sahen sie einen Thurmsieben Stockwerke hoch, und in der Stadt selbst, ein ander viereckichteö Gebäude, von sechsoder sieben Stockwerken, die wie eine Pyramide zugespitzt stiegen, und durch «in kleines vier-eckichtes Dach, von anderer Gestalt als bey den Thürmen bedeckt wurden. Die Vorstädtesind groß und sehr wohl gebaut,

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sie von ihrer Verbindlichkeit, für die Sicherheit allerderer zu sorgen, die dem Kaiser angehörten , undfür die Mandarinen, wie diese für den Staat, zuwachen. Alsdann erzählte er die Zufälle von Feuer,Dieben und Stürmen, denen sie unterworfen wä-ren, und vermahnte sie, wachsam zu seyn, mit derVerwarnung, sie müßten für alles Unglück stehen,das sich zutrüge. Die Leute am Ufer beantworte-ten jeden Absatz mit einem Geschreye, nnd begabensich alsdann in ihr Wachhaus, mirZurücklaffung ei-

ner Schildwache, die beständig zween» Stäbe ge-gen einander schlug, damit die in der Barke hörensollten, daß sie nicht schlief, und alle Stunden ab-gelöset ward. Le Lomte gesteht, er habe nie sobequem gereiset, als damals; denn den zten Jen-ner langten sie nach einer dreyzehntägigen Reise zuZ?ang chew so munter an, als wenn sie nicht vonHause gekommen wären.

ch Die Schritte in diesem Tageregister sindgeo-mrtrische.