i688le Lomre.Fontäne)'.
Whay ngan
fu.
Chin knangpu.
Whang ho,oder gelberFluß.
Schönes
Land.
444 Reisen nach dem Reiche China.
Den !2ten des Morgens reisten sie sechs Seemeilen auf dem Damme, der langst demCanale und der See hingeht. Diese See strecket sich wie ein Meer, weiter als man sehenkann, und es segelten auf solcher unzählig viel Barken. Zwischen dem Canale und der Seeist ein anderer Damm, sehr schön, mit viereckichten Steinen, an verschiedenen Orten ausgesetzt.Er war voll wilder Vogel, und sie sahen von Zeit zu Zeit Wolken von kleinen Vögeln, dieeinen Theil des Himmels bedeckten. Die Krähen, die sie von po bis hieher antra-fen , hatten einen weißen Ring um den Hals. Nachmittage giengen sie längst dem Canale,sechs Seemeilen weiter, der sich beständig zwischen den beyden großen gepflasterten Däm-men streckte, nebst dem See linker Hand, und kamen nach pay hing hyen. Das Landrechter Hand ist flach, und an der Stadt sehr wohl gebaut, aber die Hälfte steht unter Waffer.
Den igten rückten sie acht Seemeilen fort nach whay ngan fu, einer wichtigenStadt, die ihnen volkreicher und von stärkerm Handel zu seyn schien, als Zang chew.Der oberste Aufseher über die Canäle, Waffer und Flüsse, hält sich daselbst auf. Er wohntedamals in einem öffentlichen Wirthshause, in welches diejenigen verlegt werden, die der Kaiserfordern läßt ^), oder vom Hofe in die Provinzen schicket. Sie mußten daher mit einemschlechten Gasthofe vorlieb nehmen, der aus Matten und Schilfe gebaut war, und wo es,selbst auf ihre Lagerstatt schnie. Es herbergeten auch drey Mandarinen daselbst, denen ihreBücher und die Papierfiguren darinnen sehr wohl gefielen.
Marmor ist hier sehr gemein, aber die Chinesen scheinen ihn nicht besonders hochzu-schätzen ; sie brauchen ihn nur, die Canäle damit auszufüllen, und zu einigen andern öffent-lichen Gebäuden. Sie sahen so wohl hier, als zu Chmg kyang marmorne Rollen, wieStücken von Säulen, die sie über das Feld schleppten, solches zu ebnen.
Den rzten des Nachmittags giengen sie drey Seemeilen weiter nach Chin kyang pu.Unterwegens kamen sie bey einer andern Stadt vorbey, die nicht weit von den Vorstädtenvon llVhay ngan ist. In der holländischen Gesandten Nachrichten, werden diese beydenStädtchen, als die Fortsetzung der Vorstädte angesehen, wodurch sie über drey deutscheMeilen lang würden. Die Missionarien giengen in der That bey einer vorbey, die mit derStadtmauer parallel lief, welche anderthalb Seemeile lang war. Das Land ist flach, wohl-gebaut, und hier und da halb unterm Wasser. Lhmkpangpu, liegt an dem südlichen Uferdes lVhang ho r) oder gelben Flusses, und an der Seite des Canals. Sie sahen hierhäufige Gänse, wilde Enten, Fasanen u. s. f.
Sie verließen diese Stadt den i?ten, der meist mit Uebersetzen über den Fluß zugebrachtward, weil zerbrochene Stücken Eis hinderlich sielen. Der Strom ist hier nicht über vierhundert und achtzig Faden breit, und von hier bis an seine Mündung sind fünfund zwan-zig Seemeilen. Sein Canal ist sehr gerade, und die Ufer bestehen aus gelbem Thone, dersich mit dem fortstreichenden Waffer vermischt und es gelb färbet. Aber jetzo sah man kaumeinigen Schein von dieser Farbe in dem ausgeschöpften Wasser, weil der Strom nicht starkgenug war, viel Erde abzuwaschen. Würde dieser Fluß nicht durch Dämme eingeschränkt,die man beständig ausbessern muß: so würde er entsetzlichen Schaden thun.
Sie giengen fort und Herbergren in einem Dorfe /). Der Weg ist so eben und schön,als einer zu finden ist, wie auch das Land, das flach und offen, wie Bcauce, liegt, aber
schöner
ss) Diese Herbergen heißen R.sng gnan. sinken Karte liegt diese Stadt rechter Hand, oder
e) Es soll linker Hand heißen; denn in der Je- östlich des Flusses.