464 Reisen nach dem Reiche China.
1688 gen bey drey oder vier Dörfern vorbey. Auf beyden Seiten sahen sie die Gipfel anderer Berge,Lomaney. die höher, als derjenige, waren, auf dem sie sich befanden. Ihr Nachtlager war zu Lew tstvm,^^ einem mittelmäßigen Flecken, mit Ziegelhäusern.
Den yten giengen sie bey einigen Dörfern und Meyerhöfen vorbey, in deren einem,M chin. Namens V chin, die vorerwähnten eisenfarbenen Kessel gemacht werden. Der Weg wareben, und gieng durch ein enges, steinigteö, aber überall angebautes Thal, in dessen Mitteein Morast lief; es war mit schattigten Bäumen bepflanzt. Am Ende desselben, war derWeg theils Hügel, theils Thal. Sie trafen zweene Dörfer an. Die Wege waren hinund wieder so enge, daß keine Karren durchkommen konnten. Auf der Spitze eines Ber-ges sahen sie die Mauern eines zerstörten Schlosses. Das Lqnd auf beyden Seiten wardurchgehends gebaut, und die kleinen Hügel in Beete, bis an den Gipfel, eingetheilt, undjedes Beet besäet. Fontaney zahlte mehr, als vierzig, immer eines über dem andern,und viele wurden durch Mauern unterstützt, dazu die Steine aus den Bergen selbst genom-men waren. Diese Beete sieht man auf allen Seiten, zwo oder drey Seemeilen hinter-einander. Auf dem Lande wechseln Bäume, Häuser, und auf Erhöhungen gebaute Tempel,ab. Fünf oder sechs Seemeilen, rechter Hand, zeigten sich andere Berge, deren Gipfeldie Chinesen, dem Aissehen nach, mit großer Arbeit geebnet haben, um sie zu besäen. IhrNachtlager war zu Chew rswen §), einem artigen Flecken, mit Ziegelmauern, und dieTagereise achtzig Li.
Beete auf Den loten giengen sie über drey Berge, und durch eben so viel große Dörfer. Sieden Berge», saheu gleichfalls drey oder viere rechter Hand. Auf dem Gipfel des ersten Hügels fanden siesehr schöne gepflügte Felder. Der zweyte ist steiler, und steht mitten unter kleinen Hügeln,die gepflügt und in Beete, oder Erderhöhungen, eingetheilt sind, deren der Verfasser nurauf einem Berge über hundert rechnete. Ordentlich haben sie zwanzig oder dreyßig FußBreite, doch einige nur zwölfe, auch wohl weniger, nach dem der Hügel sehr steil ist.Ecwan eine Seemeile weiter, sahen sie nichts, als kleine Hügel, mit Korn, und Dickich-ten von Bäumen beseht, worauf sie andere steinigte Hügel hinauf giengen. Die Wege warenmit Feuersteinen gepflastert, aber sehr uneben. Die Beete auf den Bergen allhier, warenanderthalb Meile hintereinander mit Steinen eingefaßt. Diese Gegenden, die mit so vielerArbeit gepflügt und bestellt werden, geben uns einen bessern Begriff von der Arbeitsamkeitder Chinesen, als die Ebenen von Ryang nan, Ghan rong, und pe che li r).
Wie solche Unter diesen kleinen Hügeln, fingen die Berge an, unfruchtbar zu werden, ausgenom-gemacht wer- men gegen den Fuß, wo das Land gebaut ist. Lomaney sah einige Plähe, wo sie angi-fangen hatten, solche Beete zu machen. Erstlich sammeln sie alle Steine, und Haufen siezusammen, Einfassungen daraus zu machen; nachgehends ebenen sie den Grund, und be-säen ihn. Der dritte Berg ist noch unebener, als der vorige, und nach dem Regen unweg-sam,
6) 2m Französischen: Iclleou trauen. r) Du -Halse, I Band, auf der Ll und folgenden S.
Fortsetzung des Weges nach k7an king.
9 May. Kleines Dorf, Südsüdost 40 Li. io May. Li chwen , Flecken, Südost 45 ^Chew rswen, Flecken, Süd- Tsrn chau i
südost - - 40 n May. Chau pin, Südost 40
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