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Fünfter Band.
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476 Reisen nach dem Reiche China.

16 o? Den i4ten erreichten sie Ran chew fu eine große und sehr volkreiche Stadt, wo sichBouvet, eine Kirche befand. Der Tfong ping, oder Befehlshaber über die Soldaten im ganzen

'--— Bezirke der Stadt, kam mit andern Mandarinen anö Ufer, sie zu empfangen, und lud sie

Kai, chew fu. ^ Mittagsmahlzeit ein, wo sie alle Freyheit hatten, die sie verlangten; nur hatten sie, statteiner Comödie, die ordentlich bey chinesischen Gastereyen ist, die bey den Tartarn gewöhn-liche ErgöHlichkeit des Zielschießens. Wer das Ziel trifft, der fordert alsdann, daß die übrigenseine Gesundheit aus einem kleinen Becher voll Wein trinken.

Uebung im Diese ErgöHlichkeit ward zwey Jahr zuvor gewöhnlich, da der Kaiser Rang hi be-Vogenschit- merkte, wie die Tartarn, die alle die Kriegskunst zu lernen verbunden waren, sich so wei-ßen. bisch und nachläßig bezeigten, und daher beschloß er, diese Uebung unter den Großen und Man-darinen seines Hofes durch sein eigen Beyspiel einzuführen. Dieser mächtige Fürst, der imBogenschießen viel Stärke und Geschicklichkeit besaß, brachte mit diesem Vergnügen täglichviele Stunden zu. Die Mandarinen, welche genöthiget waren, ihre Geschicklichkeit bey einerUebung sehen zu lassen, die ihnen noch ganz neu war, belustigten den Kaiser und den Hof,da sie sich dazu sehr ungeschickt anstellten. Die Beschämung, in die sie hierüber geriethm,verursachte, daß sie so gleich ihre Kinder, auch die noch nicht sieben Jahre alt waren, lehrenließen, mit dem Bogen umzugehen.

Gebirge. Sie befanden sich noch beständig von Zeit zu Zeit zwischen langen Ketten von Bergen,

die sich längst dem Ufer des Flusses hinstrecken. Sie sind bisweilen so steil, daß die Chine-sen wenigstens an hundert Oertern Fußsteige haben einhauen müssen, da diejenigen gehenkönnen, welche die Barken fortziehen. Sie bestehen meist aus sandigter Erde, die mitKräutern bedeckt ist, und ihre Seiten sind sehr uneben, doch sahen sie hie und da ein Stückangebautes Land, in den Thälern dazwischen, oder am Fuße derselben, welches aber kaumfür die Bewohner des benachbarten Dorfes zureichen konnte. Aber drey Meilen, ehe sienach Ran chew fu kamen, fanden sie sehr schönes Land.

Den izten schien das Land eben und wohl angebaut zu seyn, und den Tag darauf wardder Fluß so enge, daß er kaum dreyßig Fuß breit war, der Strom aber strich sehr schnell.Nan ngan fu. Den i?ten erreichten sie UTan ngan fu, und schifften diese beyden letzten Tage beständigzwischen Bergen. Da der Fluß viel enger und schneller, als zuvor ward, so mußten sie mehrLeute haben, ihre Barken zu ziehen. Es ist eine Kirche allhier, und da sie wieder zu Landenach fJan hyong fu reisen mußten, so nahm ein jeder wieder einen Tragseffel.

Nachdem sie zwo Seemeilen fortgegangen waren, fingen sie an, einen Berg ö) durcheinen so krummen und so steilen Weg hinaufzusteigen, daß sie in solchen an verschiedenenOrten Stufen einhauen mußten. Sie waren auch genöthigt, den Gipfel zu ebenen, der aufvierzig Fuß tief lauter Felsen ist, nur damit sie einen Weg auf die andere Seite bekamen.

So

Dieß ist der vorhin auf der 24, S. erwähnte /) Der lehtere Name kömmt von Guairg rongso berühmte Mug lin, Me lin oder Malm. seng, das die Hauptstadt der Landschaft Errang

long

Fortsetzung des Weges von pe king nach Ran ton.

14 Aug. Ran chew fu - loSeemeil. Linchin - wSecmeil.

*5 Eine Herberge - y 17 Aug. VTan nganfu . - 12

*6 LTsan kang hyen - 12 t^an hvong fu - 12

Beschluß