XIV Buch XIV Capitel. 5Z7
ist nur schlecht bewohnt; aber von der Mitte, nach der chinesischen Stadt, ist sie sehr schön, 1722wohlgebaut, und mit schönen Straßen geziert, die sauber gepflastert, und voll Triumph- Gaubil.bögen sind. '
Der Pallast, wo die Gelehrten dem Tonfucius zu Ehren zusammen kommen, derjenige,wo sie bey dem Examen verschlossen werden, und diejenigen, die dem Unterkönige und demBefehlshaber über die Kriegsmacht gehören, sind prächtig. Die Chinesenstadk aber hatnichts merkwürdiges, als etliche Straßen gegen den Fluß, wo gute Kramläden sind, unddas übrige ist sehr enge.
Die westliche Vorstadt ist am volkreichsten, und sieht unter allen andern am besten aus. SchöneSie hat unzählig viel schnurgerade Straßen, die mit großen Quadersteinen gepflastert, und Vorstadt,mit schönen großen Laden geziert sind. Weil sie diese Straßen wegen der Hitze bedeckt haben,so laßt es, als ob man in den Gallerien des Pallastes zu Paris grenze. Sie ist auch wegender Hangs, oder Magazine, merkwürdig, welche die Kaufleute längst dem Flusse haben.
Die östliche und südliche Vorstadt bestehen aus schlechten, und von armen Leuten be-wohnten Straßen. Das schönste aber um Ranron herum, ist die Aussicht nach dem Flusseund den Canälen, nebst einer großen Menge Barken von allerley Größen, die hinauf undhinunter fahren. Weil das Gewässer des Canals von Bäumen, Korne und Kräutern ver-deckt wird: so läßt es, als grenzen sie auf dem Lande -i).
Den zrsten des Christmonats, verließ der Verfasser Ran ton, in Gesellschaft einesandern Jesuiten, Jacob, auf Befehl des Kaisers als Mathematikverftändige nach Pekingzu gehen. Der Tjung m gab ihnen achthundert und fünfzig Livres zu den Reisekosten.
Diese Nacht blieben sie zu Losban, welches für einen Flecken geschätzt wird, ob es wohl Großer Fle-fast so volkreich, als Ran ton ist. Es liegt drey und drey Vierthel Seemeilen von demsel- cken §0 shanben westlich, und ist einer der wichtigsten chinesischen Handelsplätze.
Den aten Jenner blieben sie des Nachts in ihrer Barke, unweit eines Tang pu, oderWachhauses. Wenn einer von den Gelehrten oder Mandarinen da vorbey geht, so grüßendie Soldaten seine Barke, welches sie an den Wimpeln, Piken, und Namen dessen, dersich am Borde befindet, kennen. Die Begrüßung besteht darinnen, daß sie auf große Me-tallbecken schlagen, die sie Lo nennen.
Jeden Abend meldet sich die Barke, wo sie anlanget, bey dem Tong pu, indem sie Wachen awzwey - oder dreymal das Lo schlägt. Die Wache antwortet mit eben so viel Schlägen, und Flusse,muß die Barke die ganze Nacht hüten. Diese Tang pu werden von einem Orte zum an-dern geschafft, und zwo Seemeilen von einander gelegt, aber so, daß die zweyte von derersten kann gesehen werden. Sie haben Schildwachen, die im Nothfalle Zeichen geben müssen.
Den zten speisten sie zu Gan shwi hyen, fünfSeemeilen Westnordwest von Lo shan,und giengen unweit davon in den Fluß, der nach Nan yong fu läuft. Sie herbergten
unter
gleichen Bänden, die dieser Jesuit heraus gege.ben hat.
ä) Zm Weinmonate und Wintermonate fand ersie dreyßig oder fünf und dreyßig Secunden kleiner.
c) Oder richtiger nach der Tafel, hundert undneun Grai-, dreyßig Minuten.
Gaubil, Oblervatjon? klatkematigurr cke.auf der irz und folgenden Seite.
Allgem. Reifebefthr. V Band.
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