Band 
Fünfter Band.
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XIV Buch XV Capitel.

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„ nicht öffnen: so verstatte er doch, daß solches seine Staatsbedienken thun dürfen, und erzeige 1720„ mir die Gnade, mir Dollmetscher zuzugeben, durch deren Hülfe ich erklären kann, wer Menabar-,, pedrini und Ripa sind. . .

«Erwähnet diese Leute nicht, sagte der Jesuit Fan, indem er dem Legaten in die Seinver-Rede fiel, „ sie sind bey dem Kaiser verhaßt. Eure Forderung wird Seine Majestät er- ächtliches„ zürnen. Mezzabarba versetzte, es würde ihm leid seyn, den Zorn dieses Monarchen Bezeigen„ auf sich zu laden, was er gesagt hätte, könnte er nicht widerrufen; und alles, was er sich„ ferner zu bitten unterstünde, wäre eine größere Zahl von Dollmetschern, seine Gedanken„ besser zu erklären. „ Hierauf giengen die Mandarinen fort.

Den folgenden Morgen ward dem Legaten gemeldet, der Kaiser habe nach ihm ge-Die Manda-schickt. Er gieng sofort aus, und ward mit allen seinen Leuten in ein großes Boiizasklo- rinen erzei-ster geführet, wo er Chau cchang, einen von den vier Mandarinen, und den FraterFan^"^^mantraf, der ihm meldete, er würde jetzo nicht vor Seine Majestät gelassen werden; sondernmalt würde ihm ein Haus unweit des Pallastes einräumen, damit die Staatsbedienten be-quemlich mit ihm sprechen möchten. Gleich darauf kamen die Mandarinen hinein ! Fanfuhr fort zu verdollmetschen, und ward beständig von den Mandarinen mehr geehret, als derLegat, der ihm auch bey allen Gelegenheiten den Vortritt lassen mußte.

Diese neue Unterredung betraf eben das vorige; aber die Sachen wurden hitziger abge- Redet ver.handelt. Die Mandarinen beschwerten sich heftig über den Maigrot, Rips, pedrini ächclich vomund einige andere. Der Legat mußte viele harte Wotte von ihnen anhören, und sie schon- Pabste.ten den Pabst selbst nicht. Frater Fan nahm sich vor den Bonzas die schimpflichsten Frey-heiten heraus. „ Wer ist der Pabst? fragte er unter andern. Der Pabst befiehlt. Ich„ bitte euch darum, wer ist er, daß er befehlen kann? Er untersteht sich nicht, den Englän-,, dern und Holländern zu befehlen, und China soll sich seinem Willen unterwerfen? Doch„ wir wissen, wie wir uns dabey verhalten sollen. In der That, die Engländer und Holkän-» der sind sehr weise. 1,

Obgleich diese schimpflichen Reden dem Legaten durchs Herz giengen, so hielt er dochfür das beste, sich zu mäßigen. Er antwortete dem Fan nichts, und sagte gegentheils zuden Mandarinen alles, was er nur für vermögend hielt, sie zu besänftigen. Hierauf um-armte ihn Chan Hang und versprach ihm goldene Berge.

Fan nahin ebenfalls ein leutseliges Bezeugen an, und rieth beym Abschiede dem Lega- Giebt demten, er sollte dem de Tournon nicht nachahmen, damit er nicht eben die Verdrießlichkeiten ,

zu befahren hätte, und ihrer Religion neue Schwierigkeiten ersparte. Mezzabarba aberthat, als ob er ihn nicht hörte. Nachgehcnds ward er in ein anderes Haus, nicht über zwo ^ '

Meilen von Chang chung ywen gebracht, wo er aber beständig noch eine Wache hatte.

Den Abend kam Li pin chung zum Legaten, in des Kaisers Namen die Abschrift vondem Schreiben zu fordern. Vergebens sagte er, er hätte keine, und dürfte sich auf sein Ge-dächtniß nicht verlassen, er mußte aber gehorchen. Nachdem er sich erklärt hatte, daß man ihmdie Fehler nicht zurechnen sollte, so schrieb er den Hauptinhalt nieder, welcher in nichts mehrbestund, als was er den Mandarinen so oft vorgesagt hatte. Folgendes sind die von demPabste erlaubten Gebräuche und der merkwürdigste Theil des Schreibens />).

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Allgem. Reistbefthr. V Band. Aaaa