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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. I Cap. 2z

Tag ungehindert damit zu, daß sie gläserne Corallen gegen Goldbleche vertauschten. ChristophDenn sie macheten sich eine Ehre daraus, wenigstens doch der Admiral, wenn sie viel Colnmbus.Gold nach Castilien brächten -). . .

Beyde Schiffe giengen wieder unter Segel, und warfen am Abende vor dem An- ^ ^ «-drcaStage den Anker in einem Hafen, welcher den Namen dieses heil. Apostels empfing Königeund in dessen Gegend man einige WohnpläHe erblickte. Es ist aus dem Berichte der Lande».Geschichtschreiber nicht wohl abzunehmen, weder ob der Cacigue, welcher sich bereits zwey-mal hatte sehen lassen, eben derjenige Fürst sey, dem sie nachgehends den königlichen Ti-tel beylegen, noch auch, in welchem unter besagten Häfen er noch einen andern weit präch-tigern Besuch bey ihm abstattete. Ferdinand (Loloind erzählet, es sey Dienstages denigten des Christmonates um drey Uhr Nachmittage, als eben viele Castilianer am Landegewesen, ein König, der seinen Sih eine Tagereise weit von der See hatte, anö Ufer gekom-men; er habe eine Leibwache bey sich gehabt, und sey von vier Indianern in einer Sänf-te getragen worden. Bey Erblickung der Caravellen habe er eine kurze Zeit stille gehalten, seynachgehends mit einem sehr vertraulichen Wesen fortgerückt, und mit allen seinen Leuteniü das Admiralsschiff getreten /). Hcrrera läßt beyde Caravellen eben am Dienstage un-ter Segel gehen, am Donnerstage in die Nähe des Thomashafens kommen; und wenner von einem Könige, Namens Guacanaczari, redet, welcher, wie man nachgehends er-fuhr , einer von den Beherrschern der Insel war , und seinen Sitz vier bis fünf Mei-len weit vom Hafen hatte: so unterscheidet er ihn dem Ansehen nach von dem Caci-que und gedenket seiner zum erstenmale. Gleichwohl eignet er dem Cacique bey einem an-gegebenen dritten Besuche alles zu, was der Brief des Admirals besaget; dahingegenFerdinand Columbus, welcher den König und den Cacigue gleichfalls von einander un-terscheidet, den Besuch des Königes beständig als den ersten , und als den Grund seinerNeigung gegen die Castilianer ansieht. Doch man mag bey dieser Dunkelheit eine Mey-nung wählen, welche man will, so scheint es doch gewiß zu seyn, daß den 22sten des Christ-monakes in keinem andern, als dem Thomashafen, eine Gesandtschaft vom Könige Guaca-

nagari

„nen Leuten, gleichwie er mit den Speisen eben-,,falls gethan hatte. Sie thaten alle drey sehr„e-nsthaft, redeten aber dcch wir einander, und„schloß ich aus dem Tone ihrer Stimme, sie müß-„ren von einer wichtigen Sache sprechen. Nach„der Taftl brachte ein Hofbedienter dem Könige„einen Gürtel. Diesen nahm er, und überrer-„chetc mir ihn, nebst zwey sauber gearbeiteten„Stücken Gold. Ich schenkete ihm dagegen eine„Decke von meinem Bette, ein Halsgehänge„von Bernstein. ein Paar rothe Pantoffeln, und„ein Flaschchen mik Powmeranzenblutwasser, wor-„über er sehr vergnügt zu seyn schien. Er schien„es zu bede-iren, daß er meine Sprache nicht ver-„stund, gab mir auch durch Zeichen zu verstehen,„er wolle mir nach allem Vermögen dienen. Hier-auf ließ ich eine Brieftasche holen, darinnen ich„Eurer Majestät Brustbild verwahrete. Dieses„zeigte ich ihm. Ich sagere, Sie wärm ein großer

„Fürst, und beherrschten den größten Theil der„Erde- Nachgebends zeigte ich ihm unsere Fah-ren, die er mir Verwunderung betrachtete Sein„Besuch dauerte bis auf den Abend, hernach gieng„er weg. Man führte ihn mit großer Ehrerbie-thung in meiner Barke ans Land, und ließ ihm„zu Ehren die Stücke auf dem Schiffe lösen. Ais„er am Lande war, stieg er in seine Sänfte und„nahm den Rückweg nach Hause. Er hatte ei-„nen Sohn, den ihm ein vornehmer Herr auf„dem Rucken nachtrug. Sein Bruder gieng zn„Fuße, wurde aber von zween Vornehmen unter„den Armen geführt. Der König ließ jedwedem„von meinen Leuten, den er nnterweges antraf, z»„essen geben. Ein Steuermann sagte mir, er„habe meine Geschenke durch die Vornehmsten set-„ncs Hofes vor sich Hertragen lassen.,, LebenS-beschr. Christ. Lolumb. zi.Cap.