in America. V Buch. ! Cap. 27
ein Goldblech an den Hals hing. Als zu einer andern Zeit füirfe dem Könige unterwerfe- Löriftoph -ne Cacique» ihre AufwattUng mit goldenen Kronen auf ihren Häuptern bey ihm machten r Lotn,»bug.so gab er Acht, wcmi der Ad miral anöLand kommen würde, trat ihm ebenfalls mit einer gol- . ' 4 sr. ^denen Krone auf dem Häupte, nebst, seinen. Lehenleuten entgegen, und führte ihn in dasvorhin erwähnte Haus. Hier ließ er ihn mit vieler Ehrerbiethung niedersitzen, und setzteihm seine Krone auf. Der Admiral trug eine Halskette von sehr kleinen Perlen: diesemhm er sogleich ab, und hing sie dem Guacunagari um den Hals. ^ Er zog ein sehrschönes Kleid, das er ebemdamats trug, vom Leibe, und kleidete ihn eigenhändig damit an,ließ ein Paar rothe Halbstiefeln holen, und sie ihm an die Beine ziehen, und steckte ihm end-lich einen silbernen Ring an den Finger. Dieser Vorgang war gleichsam ein neues Bünd-mß, das die Zuneigung der Einwohner gegen die Castllianer merklich zu vergrößern schien.
Zween Caciguen begleiteten den Admiral bis an seine'Schaluppe, und beschenkten ihn beymAbschiede, jedweder' mit seinem Goldbleche. ^ .Nur besagte Bleche waren nicht gegossen, son-dern aus vielen Goldkvrnern zusammengesetzet.» Denn weil die Indianer sie nicht zu ver-arbeiten wußten, so nahmen sie die Goldstückchen,, st wie sie dieselbigen in der Grube fan-den, mnd klopften sie mit Steinen breit 6).
Indem dieses vorgieng, meldeten die Einwohner dem Admirale, sie hatten an der Plnzon willOstseite ein Schiff an der Küste herum-schweben sehen. Der.Admiral-zweiftskeLm.geriug-ch^3^^^sten nicht daran, es müßte Die. pmkr istyn, ^bereis Untreue ihm seit dem Verluste seiner^un^ nachEaravelle desto schmerzlicher fiel. Er' schickte als» eine Schaluppe ab, um-sie aufzusuchen, Spaniendem Officier aber, welchem er dieses Geschafft auftrug /gab er ein Schreiben an den Al-bringen,sonst» pinzon mit, darinnen er nicht den allergeringsten Unwillen äußerte, sondern ihnnur ermahnete, zur Admiralsflagg^u,kvmmen. .Die Schaluppe legte mehr als zwanzigMeilen vergeblich zurück. Man hielt es für ausgemacht' plnzon sey in der Absicht,dieer-steNachricht von den nesrnEroberungen nach.Halfst zübnngen> ja vielleicht den größten Ruhmdavon sich selbst zuzuschreiben, nach Spanien unter Segebgegangen. Dieser Argwohn bewogden Admiral, selns Abreise zu beschleunigeniind die Besichtigung der Goldbergwerke aufeine andere Zeit zu verschieben. , > ,.
Er ließ alle seine Leute zusammenkommen p und suchte neun und dreyßig starke und Columkus ei-beh'erzte Kerl darunter auch Zu ihrem Anführer setzte er einen Edelmann aus Cordua, b'b ihm zuvorNamens Diego d^Apäna und'crtheilete'ihin einsebensso UnumschränktS Vollmacht, äls.^'^wen,».er selbst von Hren striholischen. Majestäten empsang^r hatte. ' Arrch ernennete er auf den ^
Fall, wenn ihn entweder der Tod oder ein anderer Zufall der Pflanzstadt entreißen sollte,erstlich den Peter Giittiercz und sodann ben Txädrigo d' Essodedo zu seinen Nachfgl-
- ' s ' ' - '' " Dr"- ^ gerb.
und die er Caraibm nenuetr, bewohneten eineMen- a) Zerredn Cap. ir. Er meldet zugleich, derge benachbarter Inseln. . Er führete unaufhörlich . Admiral Habs sich bey-aller Gelegenheit darnachKrieg mit ihnen, und beschrieb sie als die grausam- erkundiget, woher die große Menge Gold komme,sten unter allen Menschen Peter Martyr machet er habe apch die Namen aller Orte, die man ihmsey dieserGelegcnheitäine gräßliche Abbildung von nannte, aufgeschrieben, aber weil er die Oprcüheihnen (»ecacl, n.I) Weil'aber die Castillalösv nicht verstanden) sehr fehlerhaft. Die- angege-auf dieser Reise keine andere, als sehr dunkeleNach- bensMenge sion GoldklechKlumpen und KroNen istrichten, so wie man sie etwa' durch bloßes Deuten ohile-Zweifel etwas vergrößert- Peter Martyr sageterhalten kann, einzuziehen vermochten: so würden nur, die Castllianer hätten in einiger Menge Goldwir uns bey diesen Beschreibungen voriht zur Un- gefunden, aligua copi».zeit aufhalten. . '' ^ > ... ^ r.. , , . ^