in America. V Buch. I Cap. 29
cher neben diesem Berge vorbey läuft, bekam den Namen d'Oro, weil man einige ChristophGoldflammchen in seinem Sande fand. Ihr Anblick bestärkte den Admiral in der Mey- Lolumbus.nung, als ob die Insel Hispaniola das wahrhaftige Cipango sey. Hatte er gewußt, ja- . .
gct Ierrera, wie nahe er damals den Bergwerken von Cibao war, daraus man sovielSchatze gräbt, so hätte er seinen Irrthum für eine desto gewissere Wahrheit gehalten r).
Sonntags den 6ten erblickte er bey dem Auslaufen aus dem Goldfluffe die pintä, Piiizo» kämtwelche mit eben dein Winde, als er selbst, Segel machte. Als er sie eingeholet hatte, ent-schuldigte pinzoir sein langes Ausbleiben mit dem schlimmen Wetter. Ungeachtet dieser ^ '
schlechten Ausflucht, nahm ihn doch der Admiral wieder zu Gnaden auf a'). Nach seinemBerichte hatte er einen Hafen nach dem andern besuchet, seine Waaren gegen Gold ver-rauschet , und davon eine Hälfte für sich behalten, die andere aber unter das Schiffsvolkausgetheilet. Der Admiral sah zu dieser abermaligen Verwegenheit durch die Finger, undbeyde Caraveilen erreichten ein Vorgebirge, welches Printer Ropa e) benennet wurde, P""ta Nexa.und dreyßig Meilen östlich von Monte Christ- lag. Von hier liefen sie in einen Hafen,wo pinz-n Verkehr getrieben, und vier Indianer entführet hatte, die er aber auf des Ad-mirals Befehl wieder aus Land setzen mußte. Vielleicht hat der Hafen von dieser Bege-benheit den Namen prierro di Graricr erhalten, obgleich nachgehendS vorgegeben wurde, Puerko dtrö sey zum Angedenken der Begnadigung des pinzous geschehen. Gratia.
Als man wieder unter Segel gieng, so erblickte man einen hohen Berg, dessen Gipfelmir Schnee bedecket, oder gleichsam übersilbert zu seyn schien, deswegen er auch den Na-men Monte de plara bekenn. Der an seinem Fuße befindliche Hafen, dessen Gestalt ei- ^onte de^nem Hufeisen gleicht, wurde puerrs de PLarn genennet /). Der Admiral entdeckte auf ""dieser Fahrt noch viele andere Vorgebirge an der Küste, und legte ihnen die Namen bey, Dlata.die uns Ierrera, aber ohne von ihrer Lage weiter etwas zu melden, aufbehalten hat F). Deni 2 ten legte er mit großem Erstaune!,, daß die Insel von solcher Größe sey, dreyßig Seemei-len zurück. Weil er hier eine große Bay antraf, so beschloß er, sie zu untersuchen. Eswird selbige von einer Halbinsel gebildet, welche von den Einwohnern Samamr benennet Halbinsel Sa-wird, und diesen Namen noch heute zu Tage tragt. Als er einige Matrosen in einer man«.Schaluppe dahin schickte, so sahen sie eine große Anzahl mit Pfeil und Bogen bewaffneter Wil-den am Strande. Ungeachtet dieser Anblick bey den Castiliancrn bisher noch ohne Beyspielgewesen war, so ließen sie sich denselbigen dennoch nicht am Aussteigen verhindern. Siewurden wohl aufgenommen, vertauschten einige Kleinigkeiten gegen einiges Gewehr derIndianer, und beredeten einen unter ihnen, an Bord zu kommen. Der Admiral ließ ei-nige Fragen wegen der Goldbergwerke und der Caraiben, an ihn ergehen, worauf er un-gemein verständig antwortete. Als man ihn mit einigen Geschenken zurück schickte, wur-den die Matrosen, die ihn aus Land brachten, beym Aussteigen zu ihrer großen Verwunde-rung von einem Schwärme bewaffneter Wilde!, umringet, die sich hinter die Bäume ver-stecket hatten. Sie glaubetcn, man habe nicht viel Gutes gegen sie im Sinne. Zwar,
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e) Der Admiral sah an diesem Orte drey Sire-- ces. El Cabo de buon Trempo. El Tasa-nen: sie waren aber nicht so schön, wie die Be- do. El Labs de Padre y hsto. Pucrrofthreibung der Dichter sie vorstellet Herrera. sacco, und los Enamorados. Nach des Geschicht-/) Die Franzosen haben s>orroplatte daraus schreibers der Insel Gan Domingo Vorgeben,gewachst. soll das voritzt also genannte alte Vorgebirge, das
§) Die Nanen find folgende: Del Angel, la fünf und fünfzig Meilen vom Cap Lranxois lie-ptmta del ZIrro. El Redondo. El Legn- get, eben das damalige Labs Frances seyn.